Lateinamerika: Bank des Südens vor Inbetriebnahme

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Datum: 28. Mai 2013
Uhrzeit: 14:13 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Gründungskapital beträgt 20 Milliarden US-Dollar

Während einer Konferenz über natürliche Ressourcen und ganzheitliche Entwicklung der UNASUR im venezolanischen Caracas hat Nicolás Maduro die Inbetriebnahme der Bank des Südens zum 3. Juni bekannt gegeben. Maduro erinnerte an den Gründungsakt der Bank am 9. Dezember 2007 und zeigte sich erfreut, dass die Institution nun an den Start geht.

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Die “Banco del Sur” ist eine bis dato im Gründungsprozess befindliche südamerikanische Entwicklungsbank. Mitgliedstaaten sind Brasilien, Argentinien, Venezuela, Bolivien, Ecuador, Paraguay und Uruguay. Die Notwendigkeit der Gründung einer Alternative zu den multilateralen Finanzinstitutionen, wie Weltbank und IWF, wurde das erste Mal im Jahr 2004 vom Präsidenten Venezuelas, Hugo Chávez, aufgeworfen. Als wesentlicher Ideengeber gilt der nordamerikanische Ökonom Mark Weisbrot.

Die Bank soll die wirtschaftliche Entwicklung der Mitgliedstaaten der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) finanzieren. In erster Linie soll sie lokale Infrastrukturprojekte, die Expansion bestehender nationaler Betriebe und generell die kleineren und mittleren Unternehmen finanzieren. Darüber hinaus soll sie auch international Anleihen ausgeben. Als erstes Großprojekt könnte die neue Bank den Bau der Bolivien-Argentinien-Trasse der geplanten Gaspipeline des Südens finanzieren. Die Pipeline soll venezolanisches Erdgas in diese Region bringen.

Der Hauptsitz der Bank ist in Caracas. Daneben gibt es je eine Zweigstelle in Buenos Aires und La Paz. Das Gründungskapital beträgt 20 Milliarden US-Dollar, wovon Venezuela, Brasilien und Argentinien je vier Milliarden beisteuern.

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  1. 1
    el escéptico

    “Der Hauptsitz der Bank ist in Caracas.”
    und deshalb sollte man genau auf diese achten

  2. 2
    Fideldödeldumm

    Hat Venezuela etwa noch die 4 Milliarden? Oder werden da die letzten Goldreserven als Einlage verwendet?

    • 2.1
      herbert merkelbach

      Die Goldreserven als Einlage klingt logisch, wenn nicht die Chinesen für ihren Kredit verlangt haben.
      Auf der anderen Seite frage ich mich, warum Venezuela Mitglied ist, wenn man den Großteil der Wirtschaftsunternehmen verstaatlicht hat. ODER will man mittels dieser Bank das Geschäft der Geldwäsche betreiben?

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