Kubanische Dissidenten bitten Präsidenten von Brasilien um Fürsprache

kuba

Datum: 10. März 2010
Uhrzeit: 09:33 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Der kubanische Regimegegner Guillermo Farinas setzt seinen Hungerstreik weiter fort. Seit mehr als zehn Tagen hat er aus Protest gegen den Hungertod des kubanischen Dissidenten Orlando Zapata Tamayo nichts mehr zu sich genommen und befindet sich in einem bedrohlichen Zustand. Nun bittet eine Gruppe kubanischer Dissidenten den brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva um Vermittlung.

Hungerstreik wird für Regimekritiker auf Kuba immer öfter zum Mittel, um auf die entsetzlichen Haftbedingungen aufmerksam zu machen. Im Zeitalter von Twitter und Facebook gehen die Meldungen um die Welt. “Ich möchte der Welt zeigen, dass politische Morde auf Kuba an der Tagesordnung sind. Sie passieren tatsächlich. Daher mache ich mit meinem Hungerstreik weiter- notfalls bis zu meinem Tod”, teilte Guillermo Farinas mit.

Eine Gruppe von kubanischen Dissidenten übergab gestern der brasilianischen Delegation in Havanna ein Schreiben. Darin bitten sie den Präsidenten von Brasilien, Luiz Inácio Lula da Silva, um Fürsprache bei der kubanischen Regierung, um so den Tod des oppositionellen Journalisten Guillermo Farinas zu verhindern.

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  1. 1
    togo

    Lula wird mit Sicherheit Guillermo Fariñas nicht unterstützen. Immnerhin weiß er ganz genau, dass der „Regimekritiker“ nicht wegen „Regimekritik“ eingesperrt wurde, sondern er wurde 1995 zu drei Jahren Haft verurteilt weil er eine Frau verprügelt hat. Er kam immer wieder frei und kam immer wieder wegen gleiche Vergehen hinter Gitter. Lula weiß das!

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