65. Weltkongress der Zeitungen: Folter und willkürliche Verhaftungen in Venezuela

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Datum: 03. Juni 2013
Uhrzeit: 13:53 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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► In Militärbasen und militärischen Institutionen physisch und psychisch missbraucht

Der Herausgeber der venezolanischen Tageszeitung „El Nacional“, Miguel Henrique Otero, hat beim 65. Weltkongress der Zeitungen in Bangkok Folter und willkürliche Inhaftierungen von Dissidenten und Regierungsgegner nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen vom 14. April angeprangert. Das jährliche internationale Branchentreffen der Zeitungen und Nachrichtenmedien findet vom 2.-5. Juni in der Hauptstadt des Königreichs Thailand statt, die Millionenmetropole ist für einige Tage Zentrum der Publishing-Welt.

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Otero bezeichnete die politischen Verfolgungen in seinem Heimatland als „Teil eines systematischen Musters seit dem Jahr 2002“. Angriffe auf Regierungsgegner fanden demnach hauptsächlich in den Städten Caracas, Barinas, Barquisimeto und Valencia statt. „Die Inhaftierten behaupteten, dass sie in Militärbasen und militärischen Institutionen physisch und psychisch missbraucht wurden“.

Nach seinen Worten waren die meisten der Inhaftierten zwischen 15 bis 22 Jahre alt. Alle wurden während den Demonstrationen gegen die aktuelle Regierung festgenommen. „Einige der Inhaftierten wurden zu grausamen und unmenschlichen Dingen gezwungen. Sie wurden mit Urin bespritzt, mussten Regierungsparolen singen und wurden mehrfach mit gefrorenen Wasserflaschen geschlagen“, so Otero.

Bereits am Sonntag (2.) hatte der die Veranstaltung organisierende Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner aufgefordert, sofort ihre Einschüchterungen und Angriffe auf die unabhängige Presse einzustellen. In einer Resolution äußerte sich die internationale Organisation der Weltpresse besorgt über die „signifikante Verschlechterung der Meinungsfreiheit“ in Argentinien.

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  1. 1
    Guillermo69

    Erinnert ungemein an die Methoden der Nazis….so bringt man Ruhe ins Land, denn zum Schluß traut sich keiner mehr zu motzen. Und da Maduro und Konsorten nach eigenen Angaben selber als Jugendlicher in Agitation in Cuba ausgebildet wurde, glaubt er hinter jeden dieser Gefangenen ein CIA Aktivist vor sich zu haben. Ein „Antipatriot“ (sein Lieblingswort) , ein Feind der keine Gnade verdient, noch weniger Achtung oder Respekt.

  2. 2
    albaibiza

    Wenn da nur ein Körnchen Wahrheit daran ist, dann sollte man diese Regierung stürzen, und besser heute als morgen. 15 – 22 jährige, sind noch Kinder, zu wieviel Grausamkeit ist so ein Regiem fähig? Ich glaube zu viel mehr noch, denn wenn der señor Maduro hasserfüllte Reden schwingt, wird es einem Angst und Bange, der Mensch hat so wenig Achtung vor anderen Menschen und Meinungen, ein typischer Antidemokrat, er verlangt immer Respekt von den anderen und er selbst nimmt Worte wie „Faschisten“,“Mörder“, und viele andere Worte in den Mund, wissend, dass Herr Capriles z.B., jüdischer Abstammung ist, wie sollte ausgerechnet der ein Faschist sein?? Hat dieser Maduro keine Schulbildung, alles an ihm vorbeigegangen? Null Kultur? Nichts gelesen, nur kommunistischen Schwachsinn aufgesogen? Wie kann man heute noch diesen Mann, diese Partei, diese Ausbeuter, diese Schuldigen des wirtschaftlichen Unterganges einer einst reichen Nation unterstützen. Er und diese Clique muss weg. Und jeder Nachfolger ist besser als das, was zur Zeit an der Macht ist.

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