Lebensmittelknappheit in Venezuela: Regierung testet neues automatisiertes Regulierungssystem

regal

Datum: 04. Juni 2013
Uhrzeit: 08:57 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Hamsterkäufe und Schmuggel soll verhindert werden

Obwohl Venezuela zu den ölreichsten Staaten der Erde gehört, herrscht in den Supermarktregalen des südamerikanischen Landes teils akuter Mangel an Grundnahrungsmitteln. Weil rigide Preiskontrollen und bürokratische Hürden den Import erschweren, boomt der Schwarzmarkt und die Wirtschaft siecht dahin. Um Hamsterkäufe und Schmuggel zu verhindern, will die sozialistische Regierung nun ein neues automatisiertes Regulierungssystem in den Supermärkten im Bundesstaat Zulia testen. Bei Erfolg soll das System landesweit eingeführt werden.

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Laut Andrés De Cándido, Präsident der Vereinigung der Supermärkte in Zulia, sollen Kunden mit einer elektronischen Lebensmittelkarte in vorerst 65 Supermärkten in Maracaibo und San Fernando ihre Einkäufe tätigen. Damit wird der Kauf von 20 Produkten, darunter Reis, Öl, Fleisch, Mais, Weizenmehl, Nudeln, Huhn, Bohnen, Milchpulver, Zucker, Zahnpasta, Seife, Windeln und Toilettenpapier registriert. Das von der Landesregierung entwickelte System soll vermeiden, dass ein Kunde ein Produkt mehr als einmal am selben Tag in verschiedenen Geschäften kauft.

„Wir wollen das System Anfang der nächsten Woche erproben“, so Cándido. Nach seinen Worten habe eine Web-Umfrag ergeben, dass sich 66% der Befragten positiv über die Einführung des Systems geäußert hätten, während die restlichen 34% die Maßnahme nicht unterstützen.

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  1. 1
    Der Bettler

    Genau auf das habe ich gewartet!!! Lebensmittelkarten wie in Cuba !! Jetzt reicht es aber !!!

    • 1.1
      pandora

      Stimmt , wie in Kuba – nur „moderner“ , weil ; elektronisch …

  2. 2
    Gast

    Mann muss auch mal Danke sagen mein Führer,14.Jahre Sozialismus
    neuer Weltrekord um einen Staat kaputt zu machen.
    Schade das es Hugo nicht mehr erlebt,wie alles in Scherben liegt.

  3. 3
    franky

    demnächst werden dann wohl Intershops für die Nomenklatura eingeführt, damit die korrupten Chavistas ihre Dollarmillionen in Luxusfressen ausgeben können, bevor sie noch gegen diesen mad uro puttschen – so wird’s kommen – verbrecherpack abscheuliches

  4. 4
    Caramba

    Die brauchen keine Intershops, die setzen sich in ihren mit Marinepiloten besetzten privaten Heli und fliegen zum Rumba machen nach ausserhalb, oder setzen sich in ihre Yates…..bevorzugt Curacao und Aruba, aber auch gerne mal Miami. Da gibts für ihre ergaunerten Öl-Dollars alles was das Herz begehrt. Speziell Curacao ist von Caracas ein Katzensprung im Heli….
    Also keine Sorge, DIE verhungern nicht.

  5. 5
    edith kiechle

    Hatten wir in Europa auch mal alles,die sind halt 50 Jahre hinten an. Man muss aber aufpassen, dass es nicht wie in Russland abgeht, denn da hat sich ja auch wieder so ein ehemaliger „Kommunist“ festgebissen, die Armen kommen von ihrem Kommunismus auch nicht wieder weg, und der Putin ist gesund und noch relativ jung, schlimm. Erst die Oligarchen einlochen, dann sich selbst die Taschen vollstopfen, ist das Gleiche wie in Venezuela, Argentinien und, und,….oder will mir einer sagen, dass der Maduro ein echter Sozi ist??? Dann muss ich herzhaft lachen, hat jemand schon mal Einblick in seine geheimen Konten getan? Wäre mal echt interessant so eine CD in die Finger zu bekommen. Von Chavez Familie weiss man es ja schon, da muss man sich nur die „lieben Kinder“ ansehen, wo kommt denn der plötzliche Reichtum her?? Jeder von den Gören hat auch einen gut bezahlten Posten bekommen, da werden noch mehr Missionen erfunden und in´s Leben gerufen werden, ein sin fin. Und das Volk bekommt immer weniger, Erst kein Toilettenpapier und was wird in 3 Monaten noch alles fehlen??

    • 5.1
      Fideldödeldumm

      @edith kiechle: „Erst kein Toilettenpapier und was wird in 3 Monaten noch alles fehlen??“

      Anscheinend ist aber noch genug von allem da, sonst würde das Volk doch auf die Straße gehen, oder nicht? Oder ist die Bevölkerung zu blöde?

      Man regt sich jetzt seit dem Amtsantritt von Mad Uro über die größer werdenden Missstände auf. Aber was passiert denn? Sr. Capriles wirbt um Unterstützung der südamerikanischen Staaten. Aber die verdienen am Elend von Venezuela. Deswegen sind die öffentlichen Zugeständnisse an Sr. Capriles doch nur scheinheilig und bringen erst was, wenn das rote Pack davon gejagt wurde. Aber das muss jetzt mal passieren, da das Land sonst immer mehr vor die Hunde geht.

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