Bahamas: Golfplätze sollen Schuld an Korallensterben sein

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Datum: 05. Juni 2013
Uhrzeit: 09:53 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Folge der Überdüngung

Auf den Bahamas soll eine Überdüngung Schuld für das Korallensterben im Guana Cay Reef sein. Umweltschützer machen dafür den umstrittenen „Baker Bay Golf & Ocean Club“ verantwortlich, der die mit Dünger angereicherten Abwässer der Golfplätze in das Meer einleitet.

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Die Bewohner von Guana Cay hatten bereits in der Vergangenheit einen Prozess gegen die Betreiber des privaten Ferienressorts im Nordosten der Bahamas verloren. Der Zentralregierung der Bahamas wurde vorgeworfen, kein Recht auf den Verkauf von öffentlichen Flächen an Ausländer auf Kosten der Natur zu haben. Guana Cay hat eine einzigartige Unterwasserwelt, die dort vorkommenden Elchgeweihkorallen (Acropora palmata) zählen zu den wichtigsten Riffbildenden Korallen in der Karibik .

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Laut dem Wissenschaftler Tom Goreau ist der Rückgang des Korallenriffs eine Folge der Überdüngung des 18-Loch-Golfplatzes. Dies führt zu einer Nährstoffanreicherung in den Gewässern und zur schädlichen Algenblüte. Nach dem Bau der Ferienanlage erstickten Korallen in benachbarten Riffen, ebenfalls wurde ein starker Anstieg an Korallenkrankheiten registriert.

Bakers Bay behauptet, dass es keine Verbindung zwischen Algen und den Einsatz von Düngemitteln gibt. Die Algenblüte soll durch Hurrikane und defekte Kläranlagen verursacht worden sein. Goreau will allerdings weitere Beweise dafür präsentieren, dass verstärkte Stickstoffauswaschungen während der Regenzeit für das Korallenterben verantwortlich sind. Er forderte stärkere Normen für die Wasserqualität, Überwachung und Durchsetzung eines besseren Dünger-Managements und Kontrollen direkt vor Ort. Nur so sei ein Überleben des Riff gewährleistet.

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