Historischer Schoner „La Amistad“ besucht Dominikanische Republik

sklaveamistad

Datum: 10. März 2010
Uhrzeit: 19:15 Uhr
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Autor: Redaktion
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Der Schoner Amistad, der im Jahr 1839 Schauplatz eines historischen Sklavenaufstandes war, legte am Dienstag im Hafen von Santo Domingo an. Das Schiff ist wahrend seines Aufenthaltes in der Dominikanischen Republik für die Öffentlichkeit zugänglich. An Bord wird im Rahmen der Veranstaltung der Film von Steven Spielberg „Amistad“ (1997) gezeigt.

La Amistad (span.: Die Freundschaft; zunächst Friendship, später Ion) war ein Handelsschoner nordamerikanischer Herkunft. Sie wurde durch einen erfolgreichen Aufstand afrikanischer Sklaven bekannt, der sich 1839 an Bord ereignete. Die „Amistad“ wurde als „Friendship“ in Baltimore erbaut und war ein Frachtschiff, kein Sklavenschiff. Dennoch wurden 1839 in Havanna 52 Afrikaner an Bord genommen, um sie nach Principe zu bringen. In einer Nacht überrumpelten die Afrikaner unter Führung des Häuptlingsohnes Singbe die Besatzung und erschlugen den Kapitän und den Koch. Singbe übernahm das Kommando und befahl den Navigatoren der spanischen Besatzung nach Afrika zu segeln.

Tagsüber segelten sie angeblich nach Osten, nachts wieder nach Westen. Nach 63 Tagen Irrfahrt wurde das Schiff von der USS „Washington“ aufgebracht, die die Afrikaner arrestierten. Die nachfolgenden Gerichtsverhandlungen – die sog. Amistad-Prozesse – fanden unter großem Interesse der zeitgenössischen US-amerikanischen und zum Teil der internationalen Medien statt und spielten eine Rolle für die Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei in den USA. Die Afrikaner wurden vor Gericht gestellt. Es ging darum, ob die Afrikaner nach geltendem Recht Sklaven waren oder unrechtmäßig versklavte Menschen. 1841 wurden sie freigesprochen und kehrten nach Afrika zurück. Der Aufstand und die nachfolgenden Prozesse bildeten die Grundlage für mehrere Bücher und den Film Amistad von Steven Spielberg (1997), der trotz einiger Effektszenen die historischen Begebenheiten treu nachzeichnet.

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