„Globales Korruptionsbarometer 2013“: Argentinien führt vor Mexiko und Venezuela in Lateinamerika

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Datum: 10. Juli 2013
Uhrzeit: 07:18 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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► Hohe Wahrnehmung der Korruption in einzelnen Sektoren

Die Antikorruptionsorganisation „Transparency International“ hat am Dienstag (9.) die Ergebnisse des „Globalen Korruptionsbarometer 2013“ vorgestellt. Die Bevölkerungsumfrage in 107 Ländern untersucht, wie korrupt einzelne Sektoren wahrgenommen werden. Argentinien führt vor Mexiko und Venezuela die Rangfolge der Länder in Lateinamerika an, wo es eine größere Wahrnehmung von zunehmender Korruption in den letzten zwei Jahren gibt.

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Für das „Globale Korruptionsbarometer 2013“ wurden 114.270 Personen in 107 Ländern befragt. Die Befragung wurde von Worldwide Independent Network/Gallup International Association (WIN/GIA), einem weltweiten Netzwerk von Meinungsforschungsunternehmen, im Auftrag von Transparency International durchgeführt. Die Feldstudien wurden von September 2012 bis März 2013 mittels persönlicher Interviews, Telefon- und Onlinebefragungen erstellt.

Rund 72 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die Korruption in Argentinien in den vergangenen zwei Jahren zugenommen hat. Dahinter liegen Mexiko 71%, Venezuela 65%, Jamaica 62%, Paraguay 62%, Chile 61%, Vereinigte Staaten 59%, Bolivien 57%, Kolumbien 56%, El Salvador 54%, Kanada 52%, Brasilien 48%, Peru 46% und Uruguay 43%.

Die Studie fragte auch nach der Größe des Problems der Korruption im öffentlichen Sektor. Auf einer Skala von 1-5 (1 kein Problem, 5 sehr ernstes Problem) erreicht der regionale Index in Argentinien eine Punktzahl von 4,3. Dies zeigt, dass es im linksregierten Land ein extrem ernstes Problem in den Einrichtungen des öffentlichen Sektors gibt. Als korrupteste Institutionen wurden die politischen Parteien, Amtsträger, der Gesetzgeber, Polizei und die Justiz wahrgenommen.

Unter den Befragten gaben 16% an, in den vergangenen zwei Jahren Bestechungsgeld an einen Polizisten bezahlt zu haben. 79% der befragten Argentinier erachten es als wichtig, persönliche Kontakte zu einem Beamten zu haben. 47% bezeichneten eine Schmiergeldzahlung als wichtig, um ein Verfahren zu beschleunigen und für 45% ist dies der einzige Weg, um sich Gehör zu verschaffen. 74% erachten das Vorgehen der argentinischen Regierung gegen Korruption als wirkungslos.

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  1. Dachte es handele sich um eine ernsthafte Untersuchung….eine Befragung ist so vielen Varianten unterworfen,dass ich das Ergebniss so nicht vollständig der Realität entsprechend zuordnen kann.

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