Pharmaindustrie Venezuela: Viertelmilliarde US-Dollar Schulden gegenüber Lieferanten im Ausland

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Datum: 10. Juli 2013
Uhrzeit: 16:06 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Misswirtschaft immer offensichtlicher

Die Verbindlichkeiten der Mitgliedsunternehmen der Kammer der Pharmazeutischen Industrie (Cifar) von Venezuela gegenüber Lieferanten im Ausland sind auf über eine Viertelmilliarde US-Dollar angewachsen. Dies bestätigte am Mittwoch (10.) Ángel Márquez, leitender Vizepräsident von Cifar.

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„Die Schulden bei ausländischen Lieferanten sind auf 265 Millionen US-Dollar angestiegen. Wie haben keine Devisen um unsere Lieferungen zu begleichen und können die Versorgungslage auf dem Markt nicht mehr halten. Aktuell können wir nur noch 60% der Nachfrage der Drogerien und Apotheken erfüllen“, lautet die nüchterne Analyse von Márquez.

Das Land durchläuft seit Jahren eine schwere Wirtschaft- und Sozialkrise. Der Erdöl-Sozialismus des 21. Jahrhunderts hat zu ähnlichen Verwerfungen geführt wie seine historischen Vorgänger: Verstaatlichungen, Devisenverkehrs- und Preiskontrollen haben die Korruption befeuert und gleichzeitig zu Güterknappheit geführt. Protektionismus und staatliche Kontrollen führen in Venezuela nicht nur zu leeren Lebensmittelregalen in den Supermärkten. Aufgrund fehlender Devisen hat die Wirtschaft des südamerikanischen Landes Schulden in Milliardenhöhe angehäuft.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    VE-GE

    Mein Gott wie und wo soll das noch enden ??????

  2. 2
    Skeptiker

    Un pueblo ignorante es un instrumento ciego de su propia destrucción.

    Ist nicht von mir; ist von Simón Bolívar

  3. 3
    jose

    Möglicherweise helfen rigorose Methoden und (erfolgreiche ) Klagen wie die Indiens, zur besseren Medikamentenversorgung!
    Hier .z. Zt. (BRD) sind etliche Medikamente für „Kassenpatienten“ nur als „Re-Import“ zu haben! z.B.: von Bayer entwickelt, produziert, nach GB exportiert, Beipackzettel ins deutsche rückübersetzt…………
    und das ganze nach Deutschlang rückimportiert.
    Re-Import!
    (Je weiter transportiert, desto billiger!
    Und ich als „Endverbraucher, Kranker!) bin froh , wenn ich das Medikament 3 Tage nach Verordnung endlich einnehmen kann.

    Die Aufhebung der Patentierung von Arznei / Heilmitteln wird der Pharmaindustrie weniger schaden, als der Menschheit nützen!

    • 3.1
      babunda

      da wo die patente abgelaufen sind gibt es ja genug nachahmerprodukte, umsonst gibt es keine medikamente. wenn die pharmaindustrie neue medikamente verschenken soll, gibt es auch keine forschung in neue medikamente mehr. vor chavez hat das land alles gehabt, aber dieser rote sack, hat alles verstaatlicht und die industrie kaputt gemacht, unfähige chavisten schaffen das restliche geld ins ausland, so kann man auch keine
      waren mehr im ausland kaufen.

  4. 4
    Der Bettler

    Es gibt Medikamente,die ein Mensch bis zum Lebensende nehmen muß !!
    Z.B. Tyrox als Ersatz für eine entfernte Schülddrüse.Bluthochdrucksenker,
    Asthmamittel usw. Wenn da nichts mehr nachkommt,hat doch ein jeder
    Patient die A….karte gezogen. Ich nehme mir von Deutschland mit,was ich bekommen kann,aber es reicht halt doch nicht für 10 Monate.Fazit wenn der
    Staat Pleite ist ,und nicht mal mehr dringende Medikamente bekommt,weil
    die Lieferungen nicht bezahlt werden,dann ist das eine Misswirtschaft die
    nicht mehr zu toppen ist.Falls noch einige Medikamente zu bekommen sind,
    sind die dermaßen teuer,daß sich das kein Venezolano leisten kann.Ich
    bezahle für Seretide Diskus ein Bronchialinhaliermittel 600.- BsF,das jeden Monat.

  5. 5
    Gast

    Im Sozialismus sind alle Menschen gleich nur die oberen sind gleicher!
    Millionen und Abermillionen $ für Hugos Fehlbehandlung und das EK1.
    für die Ärzte und das Volk????
    Schämen sollten Sie sich diese roten Nazis!

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