Venezuela: Ausländische Touristen kehren Isla de Margarita den Rücken

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Datum: 19. Juli 2013
Uhrzeit: 08:46 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Dramatischer Besucherrückgang

Die Isla de Margarita ist eine karibische Insel, gehört zum Staatsgebiet des südamerikanischen Landes Venezuela und ist ein Teil der Kleinen Antillen. Sie bildet den Hauptteil des Bundesstaates Nueva Esparta, die größte Stadt ist Porlamar. Zog das karibische Eiland noch vor Jahren ausländische Touristen in Scharen an, verzeichnet die Hotellerie inzwischen ein dramatischen Besucherrückgang.

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Laut Angaben von José Yapur, Präsident der Kammer für Tourismus des Bundesstaates Nueva Esparta, besuchten im Jahr 2005 noch rund 300.000 Gäste aus dem Ausland die Isla. Nach seinen Schätzungen werden es im Jahr 2013 gerade einmal 40.000 sein. Als Grund für den Besucherschwund nennt er Transporprobleme (Aussetzung der Direktflüge von Europa nach Margarita seit 2007) und eine durch hohe Kriminalität verursachte Unsicherheit.

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Nach seinen Worten funktionieren hingegen die Flüge von Caracas nach Margarita ordnungsgemäß und zu besseren Preisen als die der Fähren. „Viele einheimische Touristen, die in der Regel mit der Fähre anreisten, kommen jetzt mit dem Flugzeug. Diese Saison werden 1.400 neue Zimmer in Nueva Esparta öffnen, die Belegung ist allerdings von der Legalisierung der Schifffahrt abhängig“, so Yapur. Er wies darauf hin, dass der maritime Tourismus auf der Insel nach Einstellung des Fährbetriebs von Conferry nach seinen Berechnungen im letzten Jahr um 55% fiel.

Zur Stärkung ihrer Transportkapazität wird die venezolanische Regierung der im Jahr 2011 verstaatlichten Reederei Conferry zwei neue Fähren zur Verfügung stellen. Sie sollen die Karibikinsel Isla de Margarita mit dem Festland verbinden und voraussichtlich ab kommenden August zum Einsatz kommen.

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  1. 1
    Gast

    Leider hat sich unter Ausländern der gute Service rumgesprochen.
    Das wird also nix die nächsten 8-10.Jahre woran die Einheimischen
    zu teil selber Schuld sind.

  2. 2
    pandora

    Ausländische Gäste ?
    Kommen immer noch : Kolumbien , Brasilien , Argentinien , Polen und nicht zu vergessen die „netten“ Russen ;)

  3. 3
    Flocky44

    Warum fliegt Condor eigentlich nicht mehr direkt??? Hin- und Rückflug für ca. 500,– war immer möglich. Dann kämen auch wieder Deutsche.
    Über Madrid ist man fast 30 Std. unterwegs. Und Lufthansa bis Caracas oft weit über 1.000,–.
    Da fliegen die Touris natürlich lieber nach Barbados, oder Tobago, zur Zeit
    499,–

    • 3.1
      Fideldödeldumm

      Weil es sich für Condor nicht mehr rechnet und Sie Ihren Optimismus nicht teilen. Für das Geld, was dort ein Urlaub kostet, kann man überall in der Welt einen schöneren und entspannteren Urlaub machen. Wenn man keine persönliche Bindung zu dieser Insel hat, muss man schon ziemlich verwegen sein, dort seinen Urlaub zu verbringen.

      • 3.1.1
        Flocky44

        Mag sein!!! Zur Zeit wollte ich mir das auch nicht antun…aber meine Frau hat natürlich Heimweh. Aber ich war bis 2009 jedes Jahr dort und die Urlaube waren sehr günstig und entspannt. Heute würde ich auch nicht mehr nachts am Strand spazieren gehen od. in ein V8-Taxi einsteigen Aber damals gab es schon nur mit Beziehungen Frühstückseier zu kaufen und im Hotel wurden sie in allen Varianten angeboten und ich mußte mir angucken wie Massenweise halb volle Teller zurückgegangen sind…das tut weh wenn man auch das Leben außerhalb einer All-Inclusiv-Anlage kennt.

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