Venezuela: 43 Personen für Devisenvergehen festgenommen

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Datum: 18. August 2013
Uhrzeit: 08:37 Uhr
Leserecho: 10 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Angeblich "Multimillionen-Gewinne" eingestrichen

Die venezolanischen Behörden haben am Samstag (17.) die Festnahme von 36 Personen für Straftaten im Zusammenhang mit dem Devisenhandel bei Auslandsüberweisungen festgenommen. Die Täter sollen dadurch „Multimillionen-Gewinne“ eingestrichen haben. Ebenfalls hat der Geheimdienst „Servicio Bolivariano de Inteligencia Nacional“ (SEBIN) am Freitag in einer Wechselstube in Caracas sieben Personen verhaftet, die Zuordnungen von Überweisungen der Devisenverwaltungsbehörde CADIVI verwalteten und die Dokumentationen gefälscht hatten.

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In Venezuela besteht seit dem Jahr 2002 eine strenge Devisenkontrolle, die dazu führt, dass venezolanische Importeure die zur Bezahlung des ausländischen Lieferanten benötigten Devisen noch vor Versand der Ware beantragen müssen. Zuständig dafür ist die CADIVI, welche nach inner-venezolanischer Überprüfung (mangelnde oder nicht vorhandene lokale Produktion) die Devisenzuteilung autorisiert. Falls ein Bürger des südamerikanischen Staates seinen Urlaub im „kapitalistischen Ausland“ verbringen möchte, steht er vor der Problematik, wie er sich mit US-Dollar oder Euro versorgt. Die Landeswährung wird im Ausland seltenst akzeptiert, dem Schwarzmarkt sind Tür und Tor geöffnet.

„Diese Festgenommenen sind Teil einer skrupellosen Gruppe, die Multimillionen-Gewinne gemacht haben“, erklärte José Khan, Präsident der CADIVI. Die Devisenverwaltungsbehörde verkauft Devisen zum offiziellen Kurs (6,30 Bolívares pro US-Dollar) und in begrenzten Mengen. Dies laut Gesetz nur gegen Vorlage und umfassende Überprüfung der verschiedenen Dokumente .

Die Täter sollen die erforderlichen Unterlagen für Überweisungen an im Ausland lebende Venezolaner und deren Verwandten gefälscht haben. Unter anderem soll es sich dabei um „Nachweise von Wohnsitzen im Ausland“ handeln, die in Wirklichkeit gar nicht existieren.

„Wie viele Milliarden Dollar hat die Bourgeoisie außerhalb des Landes? Einige sagen, 120 Milliarden, andere sagen 180 – aber jede Zahl ist zu niedrig“, gab Präsident Nicolás Maduro bereits vor Tagen bekannt. Die Opposition hatte darauf hingewiesen, dass korrupte Regierungsmitglieder seit mehr als 10 Jahren Milliarden von US-Dollar von der Staatskasse abzweigen und im Ausland bunkern. Auf diesen Vorwurf ging Maduro allerdings nicht ein.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    pandora

    Ach die „liebe“ Regierung … tz tz tz
    Wasser predigen und Wein saufen ,
    ( erst Hugo und jetzt Nicolas )
    Und ganz nebenbei ,
    Cilia , seine Frau hat auch ein Grundstück mit Villa in Miami …. und ganz sicher auch ein oder mehrere Konten dort ( der eigene Luxus und die Angestellte werden ganz sicher NICHT mit Bolivares bezahlt )
    —-
    aber typisch , es sind immer die anderen , die „böse“ sind !

  2. 2
    Eric

    Das ist wie in Ägypten; die Bourgeoisie hat den Militär-Putsch herbeigeführt und alles für ein Scheitern der demokratisch gewählten Regierung getan. Zwei Tage nach dem Putsch gab es plötzlich wieder Benzin und einen Tag danach begannen wieder die Investitionen (12 Milliarden Dollar von arabischen US-Marionetten-Diktaturen) – so arbeitet die Bourgeoisie. Das ist deren Art von Demokratie; Missstände provozieren und sich dann darüber ereifern, um die von Volk gewählte und ihnen unliebsame Regierung loszuwerden.
    Nach einem Putsch in Venezuela wäre dann auch von heute auf morgen Schluss mit leeren Regalen und den vielen Morden …
    Aber der Beweis dafür wäre mir zu teuer erkauft. Und sehen würde ihn auch keiner, denn das organisierte Kapital beherrsch noch immer das Gros der venezolanischen Medienlandschaft und damit die Köpfe der Uninformierten.

    • 2.1
      Herbert Merkelbach

      Mein lieber ERIC, so viel dummes Zeug, dass Sie in diesem Forum bisher geschrieben haben, sprengt alle Normen.
      Eine Regierung, nämlich die des Landes Venezuela, die nicht in der Lage ist dafür zu sorgen, dass die Bevölkerung mit den Grundnahrungsmittel versorgt ist und versorgt wird, verdient es nicht, ein Land zu führen.
      Ein Regierungswechsel in VZ hin zu einer freien Marktwirtschaft wird nicht von heute auf morgen geschehen werden. Dafür hat die jetzige staatskapitalistische von Kuba gelenkte illegale Regierung die gesamte Ökonomie des Landes gegen die Wand gefahren. Die Mangelwirtschaft ist jetzt die Norm in VZ. Keine Devisen, Zahlungen an die Gläubiger dauern immer länger (zuletzt hatten sich die indischen Firmen beschwert, dass sie keine Zahlungen für ihre Tätigkeit an den Ölbohrungen im Orinoco-Delta erhalten), ständige Stromausfälle, nicht minutenweise sondern stundenlang, die Infrastruktur des Landes versinkt ins bodenlose, um nur einige zu nennen.
      Venezuela ereilt das gleiche Schicksal wie die 1989/1990 untergegangenen Arbeiter- und Bauernparadiese, in denen lt. ihren Regierungen der Sozialiismus den Kapitalismus besiegen würde. ABER das war wohl nichts.

      • 2.1.1
        gerda müller

        warum es auch der letzte idiot noch immer nicht begriffen hat weis der teufel.

        sozialismus funktioniert niemals! weil es dazu menschen braucht!
        und da gibt es immer jene die nehmen und andere die geben!

        alles klar ihr sofasozis?

    • 2.2
      gerda müller

      und du eric, bist auch so ein obertrottel. ab dem käse den du hier schreibst krümmen sich sogar meine meerschweinchen vor lachen.

      schreib weiter, für dich ist so etwas wie eine therapie!

    • 2.3
      babunda

      ja eric dein geliebtes rotes gesocks, hat vene gegen die wand gefahren, angefangen hat es mit den chavez, der alles verstaatlicht hat, die infrastruktur im land ist total kaputt, sind afrikanische verhältnisse, bei der korruption sollte die regierung bei sich zuerst anfangen und den cabello, rodriguez usw. einsperren, viele militärs machen milliarden mit drogen, aber eric verherrlicht diese rote dikatatorische Brut.

    • 2.4
      der Reisende

      Eric was hast du denn in deiner Birne ausser Luft?

  3. 3
    VE-GE

    Danke Herbert ! !…….genau so ist es und nicht anders.

  4. 4
    Martin Bauer

    Die gesamte PSUV Bande nebst Familien und Freunden müsste für Jahrzehnte hinter Gitter, wenn man in Venezuela für Devisenmissbrauch wirklich bestraft würde.
    Und ohne den florierenden Schwarzmarkt Wechsel wären Hunderttausende, vielleicht Millionen, von Venezolanern und in Venezuela lebenden Ausländern gar nicht im Lande, weil ein Wechsel zum offiziellen Kurs staatlich sanktionierter Raub ist, den auf Dauer einfach niemand mitmachen kann, der regelmässig Devisen wechseln muss.
    Letztendlich hat Chávez die Venezolaner durch Einführung der Devisenkontrolle ihres Geldes beraubt und mit einer wertosen Monopoli Währung beglückt. So lebte das Gros des Volkes als Gefangene der Regierung, und nun leben sie als Gefangene eines minderbemittelten, kolumbianischen Putschisten.
    Das Volk sollte sämtiche Bolivar Scheine des Landes unter den Hintern der Chavista anzünden. Auf deren Auslandskonten lagert genug richtiges Geld, um dem gesamten Volk aus dem wirtschaftlichen Desaster zu helfen.

  5. 5
    María Fernanda

    Mensch Eric Du sprichst von leeren Regalen. Was ist los hast Du die Augen geoeffnet. Sonst sagst Du doch das dieses nur boese Propaganda ist.

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