Syrien-Konflikt: Venezuelas Regierung verteidigt alle internationalen Mörder

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Datum: 01. September 2013
Uhrzeit: 08:21 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Vinicius Love, Caracas (Leser)
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Venezuelas Regime war und ist für seine antimperialistischen Schulterschlüsse mit menschenverachtenden Diktaturen bekannt. Der am 5. März 2013 verstorbene Hugo Chavez hatte seine Vorliebe für schräge Potentaten gleichsam zur Staatsdoktrin erhoben – sein mehr als blasser Nachfolger Maduro versucht auch dies zu kopieren. Es ist nur folgerichtig, dass er dem syrischen Diktator Baschar al-Assad treu die Stange hält und dessen Staatslügen heftig verteidigt.

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Seit die Revolte mit Demonstrationen am 15. und 16. März 2011 in Damaskus begonnen hatte, starben Schätzungen zufolge mehr als 100.000 Menschen. Die syrische Führung unter Despot Assad weigert sich seit Beginn der Proteste, diese als solche anzuerkennen und spricht von Taten „bewaffneter Terroristen“. Vergangenen Samstag hatte „Ärzte ohne Grenzen veröffentlicht“, dass in drei von der Organisation unterstützten Krankenhäusern im Gouvernement Damaskus 3.600 Patienten mit neurotoxischen Symptomen eingeliefert wurden, von denen 355 verstorben sind.

Die USA steuern nun auf einen Militärschlag gegen Syrien zu. Man habe „klare und schlüssige“ Beweise, dass das Assad-Regime Chemiewaffen gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt hat, gab US-Außenminister John Kerry bekannt. Er nannte Assad einen „Verbrecher und Mörder“. Grund genug für Venezuelas Regierung, einmal mehr zu behaupten, dass Washington einen Weltkrieg entfesseln will und sich auch gleich Lateinamerika einverleiben wird.

Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski kritisiert die Verteidigungsversuche aus dem Miraflores und bezeichnet Assad als Metzger an der eigenen Bevölkerung. „Maduro versucht wieder einmal von den eigenen Problemen in unserem Land abzulenken. In Venezuela werden täglich 50 Menschen getötet und der Illegitime verteidigt einen internationalen Mörder. Regime, die die Menschenrechte verletzen, müssen mit der vollen Kraft des Gesetzes bestraft werden und wir werden auch in Venezuela nicht ruhen, bis wir dies erreicht haben“, so der Gouverneur des Bundesstaates Miranda.

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  1. 1
    Der Bettler

    Ist ja nur gut,daß diesem Volltrottel vom Miraflores Bedeutungslosigkeit
    vor der übrigen Welt anhaftet. Was der sagt,interessiert höchstens ein paar
    linke Dünnhirne aus Deutschland.

  2. 2
    der Reisende

    Aber leider muessen wir hier mit diesem Volltrottel die naechsten 6 Jahre leben. Und das auch nur weil die meisten Venezolaner keinen Mumm in den
    Knochen haben um gegen diesen Diktator auf die Strasse zu gehen.
    Die Regierung macht mit der Opposition was sie will weil diese auch nur ein kleiner Sch::::::::haufen ist.Die Opposition sucht immer nur Hilfe im Ausland in der Hoffnung das andere Laender die Probleme im Land loesen.

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