Venezuela: Wissenschaftliche Kommission wird Tod von Hugo Chávez untersuchen

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Datum: 06. September 2013
Uhrzeit: 09:27 Uhr
Leserecho: 8 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Schon zu Lebzeiten ein regelrechter Personenkult

Hugo Rafael Chávez Frías war von 1999 bis zu seinem Tod 2013 Staatspräsident von Venezuela. Er erlag nach Angaben der Regierung am 5. März 2013 um 16:25 Uhr Ortszeit im Alter von 58 Jahren seinem Krebsleiden, nachdem sich sein Gesundheitszustand in den letzten Wochen vor seinem Tod immer weiter verschlechtert hatte. Venezuelas aktueller Präsident Nicolás Maduro hat am Donnerstag (5.) die Schaffung einer wissenschaftlichen Kommission angekündigt. Diese soll die Ursachen, die zum Tod des bolivarischen Führers geführt haben, untersuchen.

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Um Hugo Chávez herrschte schon zu Lebzeiten ein regelrechter Personenkult. So wurde der 58-jährige beispielsweise von seinen Anhängern und von den staatlichen Medien in Venezuela oft als Comandante Presidente bezeichnet. Nach seinem Tod nahm dies fast religiöse Züge an. Zunächst wollte man ihn nach dem Vorbild von Lenin, Mao Tse-tung oder Hồ Chí Minh einbalsamieren und für die Ewigkeit ausstellen, was jedoch aus praktischen Gründen nicht möglich war, da der Leichnam dafür schon zu alt war. Später zeigte der venezolanische Staatssender ein Video, welches Chávez zeigte, wie er im Himmel ankam und dort unter anderem von Che Guevara, Evita Peron, Simón Bolívar und anderen venezolanischen Volkshelden erwartet wurde. Nicolás Maduro soll er während des Wahlkampfes zu den Präsidentschaftswahlen als kleines Vögelchen erschienen sein.

Chávez war eine stark polarisierende Persönlichkeit und berief sich mit seiner Programmatik auf sein Vorbild Simón Bolívar und dessen Einsatz für ein vereintes Südamerika. „Einfach“ an Krebs zu erkranken und wie ein „gewöhnlicher“ Patient seinem Jahre andauernden Leiden letztendlich zu erlegen, passt nicht in die verquerte Ansicht vom Weltbild der Chávistas. Deshalb war es nicht ungewöhnlich, dass Maduro bereits kurz nach dem Ableben von Chávez Zweifel darüber geäußert hatte, wie dieser an Krebs erkrankte.

„Dies ist ein historischer Moment. Wir werden nun ein Komitee von Wissenschaftlern bilden, die die genauen Umstände um den Tod unseres Comandante untersuchen werden. Es ist schon sehr verdächtig und auch seltsam, wie abrupt und überraschend diese Krankheit einen Körper zum Zeitpunkt seiner größten Kraft und Energie befallen hatte“, gab Maduro am Donnerstag (5.) bekannt.

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  1. 1
    babunda

    die sollen lieber das hirn vom maduro untersuchen oder austauschen

  2. 2
    pandora

    Ha , wenn sie nicht aufpassen , kommt am Ende noch zum Vorschein , was eh ein Großteil schon lange vermutet bzw weiß : dass H.C: das Zeitliche schon im Dezember gesegnet hat …. aber soweit werden sie es nicht nicht kommen lassen , diese Lügenbarone .

    • 2.1
      Caramba

      Ganz genau, und eigentlich bestätigen sie es ja selber, bzw. die deutschen und russischen Experten, die H.C. einbalsamieren sollten…….der Leichnam war schon zu alt und auch schon für Fotos „frisiert“ worden.
      Oder wer glaubt, dass er auf dem Foto mit seinen Töchtern noch lebt?
      Ich nicht……
      Saludos
      dd

  3. 3
    alexandro

    Eigentlich ist um jeden Tastendruck, für einen Kommentar zu solch hirnrissigen und idiotischen Meldungen von Mad burro schade

  4. 4
    Der Bettler

    Da sollen sie mal gleich bei den kubanischen Ärzten,und bei der derzeitigen illegalen Regierung mit der Untersuchung anfangen.Denn genau diese hatten als Einzige Zugang zu Chavez.Aber die wissenschaftliche Kommission sind natürlich alles linientreue Regierungsanhänger,die genau das verkünden werden,was die Regierung vorgibt.Sowas wie Ehre im Leibe kennen diese Menschen nicht mehr,um sich nicht für solche Spielchen herzugeben.hat man ja bei der Familie Chavez gesehen für welche schmutzigen Kampanien sie mitgemacht haben.Verlogenes Pack!!!

    • 4.1
      Caramba

      Jo, DAS hat mich auch sehr gewundert, dass die Töchter da mitgespielt haben. Hat mir viel gelernt über venezolanische Familienbeziehungen…..

      • 4.1.1
        babunda

        es geht doch allen um dei versorgung und das liebe geld, andere interessen haben die nicht, taschen voll stecken, das volk ist denen doch egal, sieht man am cabello und rodriguez und die korrupte chavezfamilie

  5. 5
    Martin Bauer

    Die Untersuchungskommission kann sich auch gleich bereithalten, zur Untersuchung des Kadavers von Maduro. Lang macht der es vermutlich nicht mehr. Und seine Chancen, eines „natürlichen“ Todes zu sterben, sinken mit jedem Tag, den er sich widerrechtlich als Präsident Venezuelas ausgibt.

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