Dominikanische Republik: Juan Luis Guerra „Live“ in Hannover

Datum: 11. September 2013
Uhrzeit: 06:58 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Grammy-Preisträger präsentiert aktuelles Album “Asondeguerra”

Am 10. Oktober 2013 kommt Juan Luis Guerra in das Event Star Center in Hannover. Lediglich für einen Konzerttermin ist der Superstar der lateinamerikanischen Musik zu Gast in Deutschland. Der 21-fache Grammy-Preisträger präsentiert sein aktuelles Album “Asondeguerra”, für das er 2010 alleine drei der begehrten Musik-Awards erhielt.

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Der Musiker aus der Dominikanischen Republik kann als wahres Multitalent bezeichnet werden: Er ist nicht nur Singer-Songwriter, sondern macht auch als Gitarrist und Komponist von sich reden. Heute zählt er zu den bekanntesten Vertretern des Merengue und des Bachata, doch seine Leidenschaft für Musik zeigte sich schon im Kindesalter: Mit acht Jahren schrieb er bereits eigene Lieder und performte sie bei Familienfeiern. Dennoch belegte er erst ein Jahr lang Philosophie und Literatur, bevor er sich entschied sein Hobby zum Beruf zu machen und in Santo Domingo, sowie in Boston Komposition und Arrangement zu studieren.

Nach seiner Rückkehr in die Dominikanische Republik veröffentlichte er sein erstes Album, “Soplando” (1984), das er mit einer Gruppe von einheimischen Musikern aufgenommen hatte. Diese wurde später als “Los 4:403 bekannt, wobei 440 für die Hertzfrequenz des Kammertons A steht. Zwei weitere Alben folgten, doch erst das vierte, “Ojalá que llueva café” (“Hoffentlich regnet es Kaffee”), brachte ersten internationalen Ruhm. Die Platte “Bachata Rosa” bescherte Guerra 1991 schließlich seinen ersten Grammy – dem sollten im Laufe seiner Karriere noch 19 weitere folgen.

Mit dem Album “Areito” avancierte Guerra im darauf folgenden Jahr in seinem Heimatland zu einer eher umstrittenen Figur. Es befanden sich einige Protestlieder darauf, in denen Guerra, der selbst aus gutem Hause stammt, die ärmlichen Verhältnisse kritisiert, unter welchen ein Großteil der dominikanischen Bevölkerung leiden muss. Vielfach wurde ihm ein Mangel an Authentizität vorgeworfen – seiner internationalen Karriere tat dies letztlich keinen Abbruch. Es folgten zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem erhielt er 2005 von der spanischen Akademie der Künste die Auszeichnung “Latino de Honor”. Er füllte Arenen wie den Madison Square Garden in New York und wurde als erster lateinamerikanischer Künstler eingeladen, ein Konzert der Rolling Stones zu eröffnen. Für einige Songs unternahm er auch einen Ausflug ins Englische – dafür arbeitete Guerra unter anderem mit Taboo von den Black Eyed Peas.

Weltweit hat der Musiker bis heute 30 Millionen Platten verkauft. Sein aktuelles Werk “Asondeguerra” brachte er im Frühjahr 2010 heraus – es ist bereits sein elftes Studioalbum. Darauf präsentiert sich Guerra so modern und vielseitig wie selten zuvor: Rock-Reggae ist auf der Scheibe genauso zu finden wie eine Big-Band-Nummer, Rap oder romantische Balladen. Eine bunte Mischung, die der Künstler bei diesem einen exklusiven Konzert auch dem deutschen Publikum.

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