Brasilien: Archäologen entdecken Anzeichen von unbekannter Zivilisation

Amazonas

Datum: 23. September 2013
Uhrzeit: 14:43 Uhr
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► Größe und Herrlichkeit mit den Pyramiden von Ägypten vergleichbar

Ein Wissenschaftsteam unter Leitung des finnischen Archäologen Martti Pärssinen hat im Amazonasgebiet von Brasilien eine sensationelle Entdeckung gemacht. Sie fanden Überreste einer antiken Zivilisation und vergleichen sie anlässlich ihrer Größe und Herrlichkeit mit den Pyramiden von Ägypten.

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Die verschiedenen Ausgrabungen förderten einzigartige Artefakte und neue keramische Formen zu Tage. Bedingt durch die Abholzung des Amazonas-Dschungel entdeckten die Wissenschaftler viele mysteriöse geometrische Formen, die erst durch Aufnahmen aus der Luft ihre gigantische Struktur enthüllten. Pärssinen bezeichnet die entdeckten Erdwälle und Gruben als riesig, viele von ihnen weisen eine Kantenlänge von mehreren hundert Metern auf.

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Alleine im Bundesstaat Acre (Teil der Região Norte und im Südwesten des brasilianischen Amazonasbeckens gelegen) wurden mehr als 300 Strukturen dieser Art entdeckt. Laut den Archäologen vollbrachten die Erbauer dieser Komponenten eine große Leistung, die mit denen der großen ägyptischen Konstruktionen (Pyramiden) vergleichbar sind. „Die Menschen müssen für den Bau dieser Strukturen enorm viel Energie aufgewendet haben. Die Anhäufung großer Erdhügel erinnert in ihrer komplexen Konstruktion an die Arbeit der Sklaven in Ägypten. Dieser Fund ist eine Sensation. Wir gingen bisher davon aus, dass die Amazonas-Region dünn besiedelt war“, analysiert Pärssinen.

Pärssinen

Laut Daten eines Radiokarbon-Testes wurden die ältesten Strukturen vor etwa 2.000 Jahren errichtet. Die Analysen zeigen auch, dass die Zivilisation vor über 700 Jahren plötzlich ausstarb. Ein möglicher Grund könnte eine bis dahin unbekannte Krankheit gewesen sein, die von Europäer eingeschleppt wurde. Die archäologischen Ausgrabungen rückten zudem viele Details über das Leben dieser alten Kultur ins Licht. Eine Reihe von gefundener Keramik, darunter rund 300 Kilogramm Tonscherben, sorgten für Aufregung bei den Wissenschaftlern. Einige Stücke weisen eine für die Wissenschaft völlig neue Art von Ornamentik auf, andere Figuren beweisen eine Verbindung dieser Zivilisation mit anderen entfernten Populationen, die in den Anden beheimatet waren.

Pärssinen könnte nach eigenen Worten nicht aufgeregter sein. „Dies ist einer der letzten Plätze in der Welt, an denen man noch solche Entdeckungen machen kann. Die meisten der gefundenen Dinge in dieser Region liefern völlig neue Einblicke in die Vergangenheit“.

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