Venezuela: Bürgermeister von Valencia war der Anführer einer lokalen Mafia

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Bürgermeister Edgardo Parra während einer Wahlkampfveranstaltung (Foto: Gov)
Datum: 15. Oktober 2013
Uhrzeit: 10:21 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der regierende Bürgermeister von Valencia und sein Sohn sind nach Angaben der venezolanischen Regierung Anführer einer lokalen Mafia. Edgardo Parra Oquendo (PSUV) war am Samstag (12.) unter dem Vorwurf der Korruption festgenommen und inhaftiert worden. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hatte bereits vor Wochen angekündigt, unbarmherzig und ohne Rücksicht auf Parteienzugehörigkeit gegen die Korruption im südamerikanischen Land vorzugehen und schreckt dabei offenbar auch vor den eigenen Parteigenossen nicht zurück.

Das Innenministerium in Caracas gab bekannt, dass ebenfalls mehrere Beamte der Stadt verhaftet wurden. Zwei der Festgenommenen haben am Montag (14.) erneut bekräftigt, dass der Bürgermeister unter anderem von mehreren Unternehmen und Genossenschaften illegale Gebühren kassierte und Provisionen für die Eröffnung neuer Geschäfte verlangte.

Parra wurde bereits am Montag von der Staatsanwaltschaft verhört. Während der Verhandlung, die wegen Stromausfalls zwei Stunden später begann, erlitt der Beschuldigte einen Schwächeanfall und musste auf Anweisung der Richters in ein Krankenhaus überführt werden. Der „Alcalde“ der drittgrößten Stadt Venezuelas und Hauptstadt des Bundesstaates Carabobo bleibt weiterhin in Untersuchungshaft. Die Generalstaatsanwaltschaft hat nun 30 Tage Zeit, um die Anklage zu formalisieren. Stadtrat Alexis López wurde gemäß Art. 87 zum kommissarischen Bürgermeister der Stadt Valencia ernannt.

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  1. 1
    Caramba

    Hier waren 3 Kommentare, incl. meinem. Was geht?

  2. 2
    Der Bettler

    Caramba,die Kommentare waren im ersten Bericht,das hier ist schon der zweite Bericht über den Bürgermeister,und ist von heute.

    • 2.1
      Caramba

      Oh?!? Tja dann, Verzeihung, ihr seid zu schnell für mich heute…. :-)

  3. 3
    Martin Bauer

    Dass der Halunke ein verdammter Mafioso ist, und seine fette Frau um kein Haar besser, weiss in Valencia jedes Kind. Nur deshalb konnte er ja kandidieren. Ein rotes Parteibuch alleine reicht dort nicht. Warum er jetzt wohl ans Messer geliefert wurde…? Seinem Vorgänger Makled erging es nicht besser.

  4. 4
    Martin Bauer

    Nachtrag: Das war der Vollidiot, der in 2012 seine Frau sonntags zum Kromi Whikey kaufen schickte, obwohl der Verkauf sonntags laut Dekret von Chávez verboten war und ist. Weil die Geschäftsleitung ihr den Stoff nicht verkaufen konnte, sondern schenken wollte, lies der Alcalde den Markt für einige Tage schliessen. Wäre der Typ vor 2000 Jahren in Rom geboren worden, hätten die dort keinen Nero mehr gebraucht.

  5. 5
    Fideldödeldumm

    Zitat: „Der regierende Bürgermeister von Valencia und sein Sohn sind nach Angaben der venezolanischen Regierung Anführer einer lokalen Mafia.“

    Alle, die dieses rote Hemd anhaben, gehören zur Mafia!

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