Sozialer Wohnungsbau in Venezuela: Regierung hält Versprechungen bei weitem nicht ein

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Sozialer Wohnungbau "Misión Vivienda" (Foto: Archiv)
Datum: 18. Oktober 2013
Uhrzeit: 13:51 Uhr
Leserecho: 10 Kommentare
Autor: Redaktion
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In Venezuela hat sich der von der Regierung versprochene Bau von Wohneinheiten gewaltig verringert. Dies gab Aquiles Martini Pietri, Präsident der Kammer der venezolanischen Immobilienmakler (Cámara Inmobiliaria de Venezuela), am Donnerstag (17.) während einer Rede auf dem Forum „Herausforderungen und Chancen für Immobilien“ bekannt.

Pietri betonte, dass die Wohnungsnot in Venezuela nicht kurzfristig gelöst werden könne und schätzte, dass eine „gute und effiziente“ Politik dieses Problem in zehn Jahren beseitigen würde. „Leider sind die bisher unternommenen Schritte dieser Regierung bei weitem nicht ausreichend. Das soziale Wohnungsbauprogramm für bedürftige Familien (Misión Vivienda) hat in diesem Jahr gerade einmal 100.000 der versprochenen 380.000 Einheiten zur Verfügung gestellt. Das Wohnungsbauprogramm war ein Thema des Wahlkampfs – was bleibt sind einmal mehr eine Reihe von nicht gehaltenen Versprechungen. Die seit Jahren bestehende Krise in der Bau-und Wohnungsbranche wird noch weiter zunehmen. Aktuell besteht ein Defizit von 2,75 Millionen Einheiten“, so Pietri.

Als Folge der aufgeblähten Staatsausgaben im Wahljahr 2012 – in den neun Monaten bis zur Wiederwahl von Chávez Anfang Oktober stiegen diese real um 20,5% – hatte sich die Realität im erdölreichsten Land der Welt total und kurzfristig verzerrt. Sie sorgten für eine relativ hohe Wachstumsrate von 5,6% (2011: 4,2%; 2010: –1,4%). Mit den Zusatzausgaben wurde hauptsächlich der soziale Wohnungsbau forciert, ein Vorhaben, das sozial schwachen Bevölkerungsgruppen und in erster Linie der großen Popularität von Chávez zu Gute kam. Nach der Wahl musste die linksgerichtete Regierung ihre unverhältnismäßig hohen Ausgaben zwangsläufig zurückfahren.

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  1. 1
    Skeptiker

    wenn ich sehe, was vor den Häusern für Auto stehen, glaub ich nicht, dass dies sozial schwache sind

    • 1.1
      Sehr Merkwürden

      na wenn da solche Autos vor den Häusern stehen, dann kann es dem Land ja nicht so schlecht gehen :o)

      • 1.1.1
        Skeptiker

        es geht hier nicht darum, ob es dem Land schlecht geht oder nicht
        bitte noch einmal lesen

        „Das soziale Wohnungsbauprogramm für bedürftige Familien (Misión Vivienda)“

        wenn vor diesen Häusern große Jeeps oder nagelneue Autos stehen, ist auf Bezug von Bedürftigen etwas falsch gelaufen
        viele dieser Projekte wurden den Obdachlosen vom Dezember 2010 versprochen; schaut Euch um, Ihr Wissenden
        noch heute haben diese Familie keine neue Wohnung, aber das wird einfach ignoriert
        ich möchte auch an das Hochwasser von 1999 in Vargas erinnern; auch hier wurden viele Versprechen bis heute nicht erfüllt

  2. 2
    Der Bettler

    Kann ich nicht feststellen,denn meine sind seit 1 1/2 Jahren immer noch im Rohbau.

    • 2.1
      Sehr Merkwürden

      Ups, da hat wohl jemand einen großen Bauauftrag :o)

  3. 3
    Skeptiker

    von nichts ’ne Ahnung und davon viel

    mehr fällt mir dazu hier nicht ein

  4. 4
    pandora

    @Sehr Merkwürden – klingt ja sehr „trollig“

  5. 5
    Der Bettler

    Hab mich etwas undeutlich ausgedrückt ! Ich meinte die Chavezhäuser in meinen Ort stehen schon 1 1/2 Jahre im Rohbau,und bis dato auch nichts mehr gemacht. Im Dezember 1999 beim Hochwasser
    war auch die halbe Isla überschwemmt,und zwar kräftig.

    • 5.1
      Skeptiker

      diejenigen, die VE kennen, wissen schon, was gemeint war
      deswegen auch mein kleiner Spruch weiter oben

  6. 6
    Moridat

    Kann dem Bettler und dem Skeptiker nur Recht geben und wenn ich unterwegs bin, seh ich auch die Häuser und die gewissen Autos, aber das sind bestimmt keine sozialschwachen Bedürftige. Das ist der sogenannte Sozialismus aber : Tenemos Patria

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