Argentinien: Vertauschte Babys zurück bei leiblichen Müttern

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Vertauschte Baby nach drei Wochen bei ihrer leiblichen Müttern (Foto: El Zonda )
Datum: 24. Oktober 2013
Uhrzeit: 15:33 Uhr
Ressorts: Argentinien, Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Fast drei Wochen nach ihrer Geburt sind zwei Babys zu ihren leiblichen Müttern zurückgekehrt. Die beiden Frauen hatten zur selben Zeit im „Sanatorio Argentino de San Juan“ im Nordwesten von Buenos Aires entbunden, die Neugeborenen wurden durch einen Fehler des medizinischen Zentrums vertauscht. Die Mütter schlossen nicht aus, eine Strafanzeige gegen die Klinik einzureichen.

María Lorena Gerbeno, 37-jährige Rechtsanwältin, hatte von Anfang an Zweifel, dass sie die richtige Tochter in ihren Armen hielt. „Jeder erklärte mich für verrückt. Ich fühlte allerdings von Anfang an, dass dies nicht mein Baby ist. Eine Mutter spürt das“, so Gerbeno in einem Interview. Sie wies darauf hin, dass ihr bereits kurz nach der Kaiserschnittgeburt am 30. September viele Ungereimtheiten aufgefallen waren. „Vom protokollierten Gewicht des Babys bis auf die Art, wie es auf die Welt kam, (Steißgeburt) stimmte nichts“.

Vor wenigen Tagen ereignete sich ein unglaublicher Zufall. Verónica Tejada erzählte im Wartezimmer der Klinik darüber, dass ihr Baby unter einer außergewöhnlich starken Neugeborenengelbsucht (Bilirubin) leidet. Sofort klingelten bei María die Alarmglocken. Zwei ihrer Kinder hatten nach der Geburt ebenfalls unter einem massiv erhöhten Bilirubinspiegel gelitten. Als sie das Baby von Verónica genauer ansah, fiel ihr eine große Ähnlichkeit mit ihren eigenen Sprösslingen auf.

Sie veranlasste einen DNA-Test, der eindeutig ausfiel und ihre Intuition bestätigte: Beide Mütter hatten nach der Geburt jeweils das andere Neugeborene erhalten. Die Justiz von San Juan ordnete am Dienstag (21.) den „Austausch“ der Babys an. „Mit der Zeit wird es mir wohl möglich sein, mich mit der anderen Mutter zu treffen. Nun muss ich das Horror-Ereigniss verarbeiten und werde wahrscheinlich eine Strafanzeige erstatten“, gab Gerbeno in einem Interview bekannt.

Die Sanatorium San Juan, etwa 1.250 Kilometer nordwestlich von Buenos Aires, gab in einer offizielle Erklärung einen „Fehler“ zu und bestritt, dass es eine „Straftat“ begangen hätte.

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