Nach Protesten in Venezuela: „Capriles muss bestraft werden“

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Proteste in Caracas (Foto: Twitter)
Datum: 29. Oktober 2013
Uhrzeit: 17:18 Uhr
Leserecho: 8 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der venezolanische Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski beschwert sich seit Monaten darüber, dass die Zentralregierung ihre Verpflichtungen nicht einhält und die zugesagten finanziellen Mittel für den Bundesstaat Miranda nicht im vollen Umfang freigibt. Capriles, Gouverneur von Miranda, hatte zu Protesten aufgerufen und für Dienstag (29.) eine Demonstration in Caracas angekündigt.

Am Dienstagmorgen (Ortszeit) waren viele Zufahrtsstraßen nach Caracas gesperrt, Straßen mit brennenden Reifen und Mülltonnen blockiert. Capriles machte dafür die „korrupte Regierungspartei“ verantwortlich, die aus „Angst vor der Bevölkerung“ eine Demo verhindern wolle. Dies sieht das Regime naturgemäß ganz anders und bezichtigt Capriles der Destabilisierung. Ebenfalls sollen die Mirandinos gegen ihren Gouverneur protestiert haben. Besonders Außenminister Elías Jaua und Parlamentspräsident Diosdado Cabello, die beide Capriles bei der Wahl zum Gouverneur unterlegen waren, ereiferten sich und wollen den Oppositionsführer bestraft sehen.

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„Ich glaube nicht, dass Capriles weiterhin ungestraft davonkommen darf. Diese Demonstration ist illegal, schürt Angst unter der Bevölkerung und soll eine Destabilisierung der Regierung ermöglichen“, so Jaua, der von Präsident Maduro zum „Beschützer von Miranda“ ernannt wurde. Der Minister beklagte, dass in vielen Gemeinden in Miranda die Schulklassen ausgesetzt wurden. Lehrer und Regierungsbeamte hatte sich der Demo angeschlossen, mehrere Schulen blieben deshalb geschlossen. Dass in mehreren Universitäten des Landes Studenten gegen die Regierung protestierten und der Unterricht ausgesetzt wurde, erwähnte Jaua nicht.

Die Demonstranten ließen sich durch die Straßensperren allerdings nicht beeindrucken und erreichten Caracas zu Fuß. „Obwohl uns die Aktivisten der Vereinigten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) an unserer Demonstration hindern wollten, haben wir Caracas erreicht. Unsere Proteste gegen das korrupte und illegitime Regime werden nicht aufhören, ich beuge niemals mein Knie vor einer unrechtmäßigen Regierung, so Capriles.

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  1. 1
    Caramba

    Weiter so! Auf die Strasse müsst ihr! Hoffe nur, die auf dem Bild waren nicht alle…..
    Ich drück die Daumen.
    Saludos
    dd

  2. 2
    der Reisende

    Das ist mal wieder ein kleiner Anfang ich hoffe nur das die gesamte Opposition ( ca. 8.5 Millionen ) Venezolaner weiter massiv auf die Strasse gehen und nicht wieder alles im Sande verlaeuft.

  3. 3
    Brunhilde07

    Was für eine klägliche Demo ! Toll, was die rechte Opposition für eine Mobilisierungsfähigkeit hat, das sind ja mindestens 500 Teilnehmer. Capriles ist schon ein riesiger Versager und ein ewiger Verlierer, Chavez hat ihn als “ Nichts “ bezeichnet, ich will dem Commandante nicht widersprechen, aber ich finde , da hat er noch übertrieben.
    Que viva Chavez !!!!!!

  4. 4
    Der Bettler

    Chavez kann man nicht mehr widersprechen,denn der modert schon vor sich hin. Ihr roten Teufel mit euren Führern habt das Land total ruiniert,was wollt ihr noch mehr ? Mehr geht nämlich nicht mehr,es ist vernichtet was es zu vernichten gab,und das Ende der Fahnenstange

  5. 5
    Der Bettler

    ist fast erreicht.Es wird hier noch Heulen und Zähneknirschen für euch geben,sobald die Zeit gekommen ist. Ihr werdet Sieger über ein Land sein,in dem man nicht mehr leben kann,und dazu wünsche ich euch viel Freude,wenn sich die geliebten Landesväter abgesetzt haben um ihr geklautes Geld zu verbrauchen.So wie jetzt der Chavezclan,einkaufen in Montreal,die eine Tochter,einkaufen in New York die andere.Ja wo kommt den das Geld dafür her,wo doch Chavez aus einfachen Verhältnissen stammt.Aber und aber Millionen Dollars zusammengeklaut vom Volk.Über den Tellerrand hinaus zu denken ist absolut nicht eure Stärke. auf zwei Etappen geschrieben,erst war Internetverbindung weg,und jetzt haben wir Stromausfall. Gute Nacht ,es ist 2.15 Uhr a.m.

  6. 6
    Caramba

    Oh, dass hab ich bei meinem Post vorhin bei den Flugtickets fast vergessen, Zensur ist auch so ein Schritt…..die Zeitungen erwischts übers Papier, und das Internet sämtlicher Behörden wird bereits überwacht – der Rest der Überwachung scheitert – noch – an der Unfähigkeit der Sys-Admins bei CANTV. Nur eine Frage der Zeit, bis sie sich dafür ein paar Chinesen, Russen oder Cubaner holen, die das Know How haben – und bei nur 2 wichtigen Kabel-Knotenpunkten, die ins Land kommen, auch recht einfach realsierbar. Gibts den Satelliten-Internet-Anbieter noch? Wenn ja, möchte ich wetten, nicht mehr lange……zu unabhängig und schlecht zu kontrollieren.
    Das Lehrbuch für erfolgreiche Transformation in eine Diktatur wird Schritt für Schritt abgearbeitet, und die Leute bejubeln es noch. Bis es zu spät ist…….
    Schade, dass jedes Kind selber auf die Herdplatte fassen muss!
    @Brunhilde: Chavez ist tot, und zwar deutlich länger als seit März…….tut mir leid, Dir das sagen zu müssen! Trags mit Fassung……..ich hab drauf angestossen!
    Dummheit ist offenbar tatsächlich unheilbar……tststs.
    Saludos
    dd

  7. 7
    Brunhilde07

    Wenn man eine Politik für die Mehrheit des Volkes macht, die Armut mehr als halbiert, die Kindersterblichkeit ebenso, den Hunger und die Unterernährung beseitigt, die tägliche Kalorienaufnahme der Menschen verdoppelt seit 1998, die Lebenserwartung erhöht, ein Bildungssystem für alle Menschen schafft, zum ersten Mal in der Geschichte allen Menschen den Zugang zu medizinische Versorgung ermöglicht, die soziale Ungleichheit stark reduziert hat, aufhört dem US Imperialismus in den Hintern zu kriechen, dann zieht man sich den ganzen Hass der ehemaligen Eliten, der Rechten, der Lakaien der USA und diesem kläglichen Haufen frustrierter Deutscher zu. Dann wird mit Hilfe der kapitalistischen Weltpresse gelogen, das sich die Balken biegen das ganze Arsenal der Propaganda wird genutzt. Und das Resultat ist, dass dieses Venezuela mit grosser Mehrheit die bolivarische Revolution unterstützt und das Erbe von Chavez verteidigen wird.

  8. 8
    Caramba

    @Brunhilde
    Die Armut halbieren während sich der Ölpreis fast verzehnfacht zeigt, wo der Rest der Petrodollars bleibt, oder nicht? Und du solltest auch mal sehen, was die kapitalistischen Nachbarn in der Zeit geschafft haben, ganz ohne Petrodollars und Chavez….die soziale Ungleichheit reduziert stimmt allerdings. Das Niveau nach unten angeglichen – super, gute Idee. Bringt natürlich Wählerstimmen…..

    Jetzt mal im Ernst, wenn du wirklich glaubst, was du da zusammenschreibst (oder sollte ich sagen, dir von der Cuba-Propaganda abschreibst?), dann sitzt du entweder in Deutschland ohne Schimmer vom tatsächlichen Alltag in Venezuela, oder, wenn du tatsächlich in VE lebst, was ich nicht glaube, solltest du dein Recht auf medizinische Versorgung in Anspruch nehmen – ich hoffe, die Castros haben auch ein paar Psychiater mitgeschickt.
    Viel Glück bei der Genesung
    Saludos

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