Entzug der Staatsbürgerschaft: Internationaler Boykott gegen Dominikanische Republik gefordert

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Haitianische Staatsbürger am Grenzübergang zur DomRep (Foto: Alex E. Proimos)
Datum: 30. Oktober 2013
Uhrzeit: 10:00 Uhr
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Autor: Redaktion
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Der Oberste Gerichtshof der Dominikanischen Republik hat vor wenigen Wochen entschieden, dass Kinder von illegal eingewanderten Haitianern ihre Staatsbürgerschaft abgeben müssen. Kurz danach hatte die haitianische Regierung den Rückzug ihres Botschafters aus dem Nachbarland bekannt gegeben. Nun fordert Myrtha Desulme, haitianische Aktivistin und Präsidentin der haitianischen Diaspora in Lateinamerika und der Karibik, einen internationalen Boykott gegen die DomRep.

Haitianer in der Dominikanischen Republik, so urteilte das Verwaltungsgericht, befinden sich grundsätzlich im Transit. Ihren dort geborenen Kindern steht deshalb nicht automatisch die Staatsbürgerschaft zu. Demnach gilt der Gerichtsentscheid für alle, die nach 1929 geboren sind – und für deren Nachfahren. Das Urteil macht mehr als 200.000 Menschen staatenlos.

„Diese Entscheidung ist rassistisch und abscheulich und sollte so nicht stehen gelassen werden. Das Schicksal von über 210.000 Menschen ist in der Schwebe – sie sind völlig staatenlos. Wir erleben hier ein schreckliches Verbrechen gegen die Menschheit, eine eklatante Apartheid. Wir müssen die gleiche Blaupause, die für die Apartheid in Südafrika eingesetzt wurde, verwenden und die ganze Welt muss die Dominikanische Republik boykottieren. Ebenfalls müssen Handelssanktionen verhängt werden. Und zwar so lange, bis sie zu den Normen der zivilisierten Gesellschaft zurückkehren“, so die Jamaika-basierte haitianische Aktivistin.

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