Kuba: Regierung schließt Privatkinos und Spielsalons

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Korrekturen innerhalb der Wirtschaftsreformen (Foto: Screenshot YouTube)
Datum: 02. November 2013
Uhrzeit: 16:19 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Die kubanische Regierung hat am Samstag (2.) offiziell die sofortige Schließung von durch Privatpersonen betriebene Kinos angeordnet. Ebenfalls wurden die Verkäufer von importierter Kleidung aufgefordert, ihre Bestände bis zum 31. Dezember dieses Jahres zu liquidieren. Laut Angaben aus Havanna handelt es sich bei den Maßnahmen um Korrekturen innerhalb der Wirtschaftsreformen und um eine Forcierung des Kampfes gegen die Straflosigkeit.

Entgegen einigen Berichten der ausländischen Presse hatte die Regierung von Raúl Castro die Vorführung von Filmen (inclusive in sogenannten 3D-Salons) und die Einrichtung und den Betrieb von Räumlichkeiten für Computerspiele nie genehmigt. Diese Spielsalons schossen in der Hauptstadt Havanna wie Pilze aus dem Boden und waren von Beginn an illegal. Mehrfach wies das Regime erfolglos darauf hin – nun wurden drastische Maßnahmen ergriffen. Die 3D Zimmer waren die neue Attraktion für die Jugend und Familien, mit der Option, einen der aktuellen Film dreidimensional zu sehen. Dabei handelte es sich um kleine Räume mit reduzierter Kapazität zu Preisen zwischen 1 und 4 Pesos Convertibles (CUC). Das Angebot umfasste zusätzlich ein Getränk und Popcorn.

Am 26. September dieses Jahres wurde im Amtsblatt mitgeteilt, dass der private Verkauf von Importware – oft von Besuchern, Touristen und auch sogenannten Maultieren aus Ecuador, Panama und den Vereinigten Staaten mitgebracht – untersagt wird. Von dieser Maßnahme, die im Vorfeld zu zahlreichen Protesten der Betroffenen geführt hatte, dürften rund 20.000 private Händler betroffen sein. Die Regierung betonte, dass das Verbot kein Zurückdrehen von Reformen bedeute. Vielmehr handle es sich um einen Schutz der selbständig Erwerbstätigen.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Unglaublich, was sich einige Kreaturen erlauben, erwachsenen und mündigen Menschen vorzuschreiben und anzutun! Nicht mal ein paar Minuten oder Stunden Kurzweil und Ablenkung vom alltäglichen Elend sind erlaubt! Die kubanische Regierung treibt ihr Unwesen inzwischen bereits 4 mal länger als seinerzeit Hitler und 3 mal länger als die SBZ-Vasallen Moskaus, und sie steht diesen an Unmenschlichkeit um nichts nach. Dass sie nicht effizienter und in grösserem Ausmass Unheil anrichtet, liegt überwiegend an ihren begrenzten Ressourcen.

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