Kuba: Sacharow-Preisträger Guillermo Fariñas misshandelt

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Sacharow-Preisträger Guillermo Fariñas (Foto: Fariñas)
Datum: 04. November 2013
Uhrzeit: 08:42 Uhr
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Autor: Redaktion
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Allein im vergangenen Oktober hat das Castro-Regime 909 Menschenrechtsaktivisten kurzzeitig festgenommen. Dies berichten der kubanische Menschenrechtsverteidiger Elizardo Sánchez und der Menschenrechtsanwalt Juan Carlos Leiva. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), die auf Kuba mit einer Gruppe vertreten ist, beklagt einen massiven Anstieg der „inakzeptablen Gewalt und Verhaftungen gegen Regimekritiker“. Am vergangenen Wochenende wurden wieder 25 „Damen in Weiß“ festgenommen. Der Sacharow-Preisträger des Europäischen Parlaments Guillermo Fariñas wurde, als er sich bei Polizeistationen über die Verhaftungen beklagte, so sehr misshandelt, dass er sich in ärztliche Behandlung begeben musste.

Wie der unabhängige Gewerkschafter Iván Hernández Carrillo der IGFM berichtete, wurden in Cárdenas und Colón (Provinz Matanzas) 16 Mitglieder der Bürgerrechtsorganisation „Damen in Weiß“ verhaftet und geschlagen, als sie die Sonntagsmesse besuchen wollten. Die Bürgerrechtlerin Leticia Ramos musste wegen eines Schlags in den Nacken ins Krankenhaus gebracht werden. Laut Carrillo wurde von der Polizei sogar explizit angeordnet, die Bürgerrechtlerinnen bei der Verhaftung zu schlagen.

Der Sacharow-Preisträger des Europäischen Parlaments Guillermo Fariñas wurde von paramilitärischen Castro-Anhängern zusammengeschlagen, als er sich bei einer Polizeistation über die Verhaftung von 11 „Damen in Weiß“ in der Provinz Villa Clara beklagte. Aufgrund schwerer Verletzungen an Hinterkopf, Knie und Unterarm musste er in der Universitätsklinik Arnaldo Milián in Santa Clara (Provinz Villa Clara) behandelt werden, so die IGFM.

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin zeigt sich besorgt über die Zunahme der Repressionen gegen Regimekritiker und Künstler, die die Dissidenten selbst nicht selten in Lebensgefahr bringen. „Der Fall des kubanischen Rappers Ángel Yunier Remón Arzuaga zeigt, wie gefährlich es auch für einen bekannten Künstler sein kann, sich auf Kuba regimekritisch zu äußern“, so Lessenthin. Nach Angabe der IGFM wurde der Menschenrechtsaktivist am 26. März aus politischen Gründen verhaftet und im Gefängnis gedemütigt und geschlagen. Nach einem zweiwöchigen Hungerstreik befindet er sich momentan auf der Intensivstation des Carlos Manuel de Céspedes Krankenhaus in Bayamo (Provinz Granma). „Die Gewalt gegen Regimekritiker, die nur ihr fundamentales Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung einfordern, muss aufhören“, so Lessenthin

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