Tragödie in Bolivien: Flughafen hatte kein Notfallsystem

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Flugzeugabsturz in Bolivien (Foto: ABI)
Datum: 04. November 2013
Uhrzeit: 17:06 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Bei einem Flugzeugabsturz in Bolivien sind am Sonntag (3.) acht Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden. Eine Maschine vom Typ Fairchild Metro 23 hatte aufgrund widriger Wetterverhältnisse Probleme beim Landeanflug auf den Flughafen Riberalta im Nordosten des Landes und explodierte neben der Landebahn. Einen Tag nach der Tragödie werden immer mehr Details bekannt, die eine grobe Fahrlässigkeit der für die Flughäfen des Landes zuständigen Regierungsbehörde Agencia Aeronáutica Estatal (AASANA) belegen.

Fernsehaufnahmen bewiesen bereits kurz nach dem Absturz, dass der Flughafen der über 100.000 Einwohner zählenden Mittelstadt im Departamento Beni im Tiefland des südamerikanischen Anden-Staates nicht über die notwendige Ausrüstung zur Bewältigung von Flugunfällen verfügte. Bürgermeister Mauro Cambero bestätigte am Montag (3.) in einem Interview, dass am Airport nicht einmal ein Feuerwehrauto zur Verfügung stand.

Kurz nach dem Absturz spielten sich an der Unglücksstelle dramatische Szenen ab. Hunderte Anwohner in der Nähe des Flugplatzes versuchten verzweifelt die Flugzeugfenster aufzuhebeln und das Feuer mit Schlamm und Dreck zu löschen. Nach Berichten von Augenzeugen verbrannten mehrere der Verunglückten in der Maschine.

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  1. 1
    Herbert Merkelbach

    Aber ein Dankmal für HCF in dieser Stadt errichten, dass scheint dem Coca-Bauer wichtiger zu sein.

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