Kolumbien – Venezuela: Russische Tu-160 überfliegen Luftraum ohne Genehmigung

Datum: 06. November 2013
Uhrzeit: 07:50 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Die kolumbianische Regierung hat in Russland gegen die Verletzung ihres Luftraums protestiert. Nach Angaben von Präsident Juan Manuel Santos sind zwei russische strategische Bombenflugzeuge des Typs Tu-160 letzten Freitag auf dem Weg von Nicaragua nach Venezuela ohne Genehmigung von Kolumbien in den Luftraum des Landes eingedrungen. Das Verteidigungsministerium bestätigte, dass die russischen Flugzeuge unerlaubt über dem Archipel von San Andres und Providencia in den kolumbianischen Luftraum eindrangen.

„Am Freitag flogen zwei russische Bomber von Venezuela nach Nicaragua. Dabei überquerten sie ohne Genehmigung kolumbianischen Luftraum. Das Auswärtige Amt hat einen entsprechender Hinweis an die russische Regierung gerichtet“, so Santos. Nach seinen Worten flogen die Tu-160 danach von Nicaragua nach Venezuela zurück und drangen dabei erneut in den kolumbianischen Luftraum ein. „Dabei wurden sie von zwei kolumbianischen Kfir-Kampfjets abgefangen/abgedrängt, verließen unseren Luftraum und flogen weiter nach Venezuela“, bekräftigte das Staatsoberhaupt.

Die Tupolew Tu-160 ist ein schwerer strategischer Schwenkflügel-Überschall-Bomber aus sowjetischer Produktion mit interkontinentaler Reichweite. Angetrieben wird die Tu-160 durch vier Turbofan-Triebwerke NK-321 mit Nachbrenner. Sie erreicht damit Mach 2, die doppelte Schallgeschwindigkeit. Die maximale Treibstoff-Zuladung beträgt 130 Tonnen, was eine maximale Flugdauer von 15 Stunden ermöglicht. Bei längeren Einsätzen kann die Maschine auch durch Il-78 in der Luft betankt werden.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    Skeptiker

    „letzten Freitag auf dem Weg von Nicaragua nach Venezuela ohne Genehmigung ohne Genehmigung von Kolumbien in den Luftraum des Landes eingedrungen.“
    „Am Freitag flogen zwei russische Bomber von Venezuela nach Nicaragua. Dabei überquerten sie ohne Genehmigung kolumbianischen Luftraum.“

    was nun?

    • 1.1
      Caramba

      Zuerst VE-Nicaragua, danach zurück, also Nicaragua – VE. Sagt er doch ganz klar, der Artikel…..
      Aber ich kanns auch aufmalen, wenn du möchtest….. ;-)

      • 1.1.1
        Skeptiker

        alles klar
        danke dir für die Erleuchtung
        dann wurde aber der Luftraum zweimal verletzt oder liege ich da wieder falsch?
        ich denke, woanders hätte der zweite unerlaubte Überflug anders geendet

      • 1.1.2
        Caramba

        Sorry für den Ton, aber das war eine echte Steilvorlage *gg*
        Ja, genauso hab ich das verstanden.
        Ich weiss nicht recht, wie das woanders geendet hätte, einen russischen Langstreckenbomber schiesst glaub ich niemand leichtfertig vom Himmel. Andererseits könnte ein NATO Staat den Überflug auch nicht einfach dulden, könnte ja weiss Gott was geladen haben – schliesslich ist er für A-Bomben konzipiert.
        Wenn ich mir die Lage der Inseln ansehe, und dazu berücksichtige, dass Kolumbien und Nicaragua seit ewigen Zeiten schon darum streiten, sieht mir dieser Überflug eher wie ein politisches Statement Russlands aus. Es geht – einmal mehr – um vermutete Rohstoffe……und um den Grossmachtanspruch Putins. Denke ich…….
        Saludos
        dd

  2. 2
    Martin Bauer

    Es geht um den Respekt der Souveränität anderen Staaten, auch kleiner. Solche Anwandlungen sind und waren russischen Regierungen schon immer fremd. Da hat Putin seine Militärs nicht im Griff. Diese verwechseln noch immer Respekt mit Angst, genau wie die Mafia. Und in wie weit Putin die wirklich zügeln will, sei mal dahingestellt.

  3. 3
    Caramba

    Hola,
    ich glaube nicht, dass der Pilot eigenmächtig gehandelt hat. Putin hat seine Militärs wohl im Griff, er will und wird Russland als Weltmacht positionieren, und da gehören solche Spielchen dazu. Nicht nur auf russischer Seite, übrigens – die Marine Manöver, die die USA immer mal wieder mit den Kolumbianern in der Gegend abhalten (also direkt vor der Nase Nicaraguas), sind dasselbe Signal – nur umgekehrt.
    Ich bin noch nicht sicher, ob ich mir über die Rückkehr solcher provokativer Gesten zwischen RU und USA Sorgen machen soll ….. zumindest gibt es genug Generäle hüben wie drüben, die den kalten Krieg schon vergessen haben und Militärschläge für eine Option halten – bei den USA ist das ja offensichtlich, und für die Russen mal de.ria.ru lesen……ist wohl etwas parteiisch, aber trotzdem interessant. Oder sollte ich beängstigend sagen?
    Saludos
    dd

  4. 4
    Marvin Scott

    Eines ist sicher, hätten die Flieger USA Luftraum verletzt, wären sie zur Landung gezwungen worden oder bei Weigerung abgeschossen worden. Politik hin oder her, diese Maschinen sind viel zu gefährlich.

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!