Lateinamerika: Interpol warnt vor neuer Art des „Hai-Finning“

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Neuer Modus Operandi beim Hai-Finning (Foto: Interpol)
Datum: 08. November 2013
Uhrzeit: 12:46 Uhr
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Derzeit findet in Nairobi (Kenia) eine Konferenz von INTERPOL-UNEP (International Environmental Compliance and Enforcement Conference, ECEC) statt. Hunderte Minister aus aller Welt wollen während des Treffens eine gemeinsame Strategie zur Bekämpfung der wachsenden Umweltkriminalität entwickeln. Die Internationale kriminalpolizeiliche Organisation hat dabei alle 190 Interpol-Mitgliedsländer vor einer neuen und bestialischen Art des „Shark-Finning“ gewarnt, der von den costaricanischen Behörden entdeckt wurde.

shark-finningDie sogenannte Technik des „Hai-Finning“ bezeichnet das Abtrennen der Finne (Rückenflosse) und anderer Flossen des Hais. Anschließend wird das Tier im Meer „entsorgt“. Der schwimmunfähig Hai sinkt zu Boden, wo er durch Ersticken verendet und von anderen Fleischfressern vertilgt wird. Dieses bestialische Verfahren hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten durch die Erhöhung der Nachfrage stark zugenommen, insbesondere durch den wachsenden Bedarf in China zur Herstellung von Haifischflossensuppe. Die Gesamtzahl der weltweit getöteten Haie wird auf bis zu 100 Millionen pro Jahr geschätzt, über 8.000 Tonnen Haiflossen werden jedes Jahr verarbeitet.

Interpol hat nun Hinweise darüber erhalten, dass immer mehr Fischer die Rechtsvorschriften umgehen und den „Räubern der Meere“ nicht einfach nur die Finne abtrennen. Durch ein neues Verfahren wird es ermöglicht, dass die begehrten Flossen nur durch einen dünnen Hautlappen mit der Wirbelsäule des Fisches verbunden bleiben. Der Rest des Fisches wird wie üblich über Bord geschmissen. Damit wollen die Wildbeuter bestehende Gesetze, die aber in internationalen Gewässern praktisch nicht überwacht werden, aushebeln.

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