Mexiko: Getöteter und gekochter Jaguar empört Facebook-Nutzer

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Getöteter Jaguar in Nuevo León (Foto: Facebook)
Datum: 15. November 2013
Uhrzeit: 15:33 Uhr
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Im mexikanischen Bundesstaat Nuevo León hat ein Mann einen Jaguar getötet und nach eigenen Angaben „fachgerecht zerlegt und gekocht“. Elmer Sigarán veröffentlichte die Fotos auf den sozialen Netzwerken „Facebook“ und „Twitter“ und löste damit einen Sturm der Entrüstung aus. Die Staatsanwaltschaft hat bereits ein Ermittlungsverfahren eingeleitet die zur Identifizierung und Festnahme der mutmaßlichen Täter führte. Das mexikanische Strafgesetzbuch sieht für die Jagd/Töten oder Einfangen einer bedrohten Tierart außer einer saftigen Geldstrafe auch eine Gefängnisstrafe von 1-9 Jahren vor.

Die Fotos auf dem inzwischen blockierten Facebook-Account zeigten zwei lächelnde Frauen und Männer, die um den an der Decke eines Hauses aufgehängten Körper des toten Raubtiers standen. Blut der größten Katze des amerikanischen Doppelkontinents sickerte aus dem Hals in einen Metall-Eimer. Kurz nach Veröffentlichung der grausamen Bilder informierten die Facebook-Nutzer die mexikanischen Behörden.

Etwa 4.000 der imposanten Großkatzen leben nach der letzten Nationalen Jaguar und Beutetier-Zählung (Censo Nacional del Jaguar y sus Presas) noch auf mexikanischem Territorium. Fast die Hälfte (45%) dieser Exemplare der Spezies Panthera onca wurde auf dem Gebiet der Halbinsel Yukatan registriert, ca. 40 Prozent im Pazifikraum von Sonora im Norden bis Chiapas im Süden – und um die 15% in den Bundesstaaten Nuevo León, Tamaulipas, San Luis Potosí, Hidalgo und Querétaro.

Erst im Juli/August dieses Jahres sorgte eine barbarische Tierquälerei besonderen Ausmaßes für weltweite Empörung und Abscheu. Der 22-jährige Aarón Pino Martínez aus Tecate (Stadt im mexikanischen Bundesstaat Baja California) hatte einen kleinen Hund gekreuzigt und das Foto auf seinem Facebook/Twitter-Account veröffentlicht. Kurz darauf gingen Tausende Nutzer der sozialen Netzwerke auf die Barrikaden und meldeten die abscheuliche Tat den Behörden, die den Fall untersuchte.

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