Venezuela: Präsident Maduro verliert offenbar die Kontrolle

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Präsident Maduro inspiziert die Streitkräfte (Foto: Maduro)
Datum: 17. November 2013
Uhrzeit: 22:13 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das linksgerichtete venezolanische Regime verliert offenbar immer mehr die Übersicht. In ihrem Versuch die Opposition zu denunzieren, ist dem staatlichen venezolanischen Fernsehsender “Venezolana de Televisión (VTV)” bereits vor wenigen Tagen ein peinlicher Fehler unterlaufen. Er berichtete über die angeblichen Destabilisierungsversuche der Wirtschaft durch die Opposition. Dabei wurde ein Foto von Oppositionsführer Henrique Capriles mit dem angeblichen Falles Ramadan Mahmoud Dagga, Geschäftsführer der Elektro-Kette “Daka”, veröffentlicht. Dumm war nur, dass es sich dabei um den mexikanischen Senator Javier Lozano handelte. Am Samstag (16.) disqualifizierte sich Präsident Nicolás Maduro höchstpersönlich.

geburtAufgeregt gab der ehemalige Busfahrer am Samstagabend (16.) Ortszeit im staatlichen Fernsehen bekannt, dass der Kongressabgeordnete und Kandidat für das Bürgermeisteramt von Valencia, Miguel Cocchiola, aus dem Land nach Curacao geflohen sei. Dies sogar mit einem Privat-Jet und der Flug soll nach seinen Informationen stolze 20.000 US-Dollar gekostet haben. „Heute floh Cocchiola aus dem Land. Er ist für den Wucher innerhalb seiner Firma Imeca verantwortlich und hat sich mit seiner Flucht den zu erwartenden Konsequenzen entzogen“, so Maduro. Am Sonntag (17.) meldete sich der „Flüchtling“ und verschickte über seinen Twitter-Account mehrere Meldungen über die Geburt seines Enkels.

„Erstaunlich, dass die Ankunft meines Enkels für Aufmerksamkeit und Aufregung sorgt. Dies sagt alles über die Nervosität der illegitimen Regierung aus“, freute sich Cocchiola. Die Opposition wies darauf hin, dass im Gegensatz zum Bruderstaat Kuba bei Reisen ins Ausland noch keine Genehmigung aus dem Miraflores erforderlich sei.

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  1. 1
    HCF

    Die Betonung liegt hier eindeutig auf …“noch“ keine Genehmigung erforderlich… wenn es so weitergeht in der pseudo-sozialistischen Quasi-Diktatur, dann werden die Schlangen bei der Ausreise in Maiquetía deutlich kürzer. Denn eine Ausreisegenehmigung zu erlangen bei dem bürokratischen Wahnsinn für die einfachsten Genehmigungen der Behörden, dürfte dann sehr lange dauern.

  2. 2
    Martin Bauer

    Cocchiola ist einer von denen, die den illegalen Schwachköpfen in Miraflores richtig Kopfzerbrechen bereiten. Er hat in Carabobo breite Schichten der Bevölkerung hinter sich. Rothemden kommen dort nur mit Gewalt und anderen illegalen Methoden weiter.

  3. 3
    paulo

    wenn ich sehe, das hunderte von menschen die nächte vor den läden übernachten, nur damit sie am nächsten tag zu den ersten gehören, welche eingelassen werden….. werde ich echt nachdenklich.

    „da muss in den letzten 15 jahren vieles falsch gelaufen sein“

    es wäre doch interessant zu wissen, wieviele milionen von cadifi für (z.b.hauselektronik oder Handys) zugeteilt wurden, und für wieviele milionen die Branche wirklich importiert hat.

    auf diese weise würde endlich klar, wo die betrüger sitzen und wo nicht.
    es kann doch nicht sein, dass ein Händler gezwungen wird, seine waren, welche zu reellen dollarpreisen teuer eingekauft wurden, den einköufen mit cadifi-dolars gleichgestellt werden.

  4. 4
    Pit

    @Paulo.
    1) Es heißt CADIVI.
    2) Jeder kann die zugeteilten USD auf der Seite von CADIVI einsehen (die Liste darf allerdings angezweifelt werden…)
    3) Für TV, Elektronic etc. gab es schon seit langem keine USD zu 6,3 mehr.
    4) Das zweite offizielle System SITME gibt es seit März 2013 nicht mehr. Im SITME konnten Elektronikhändler etc tauschen. Allerding zu einem höheren Kurs. Im SITME wurden täglich 60 Mio. USD getauscht. Du kannst Dir vorstellen was da für ein Berg an nichtsnützigen BSF entstanden ist seit März…
    4) In 2013 gibt es CADIVI nur noch für Lebensmittel und Arzneimittel (fast alles in der Hand der roten Lumpen) normale Importeure für Lebensmittel haben noch keinen USD gesehen in 2013, trotz vollständiger Genehmigungen und abgeschlossene Importe.
    Also alles was da so „günstig“ verkauft wird kommt einer Enteignung gleich.
    Alle Importeure die ich kenne versuchen zur Zeit die Container die unterwegs Richtung Venezuela sind umzuleiten. Neue werden nun von keinem mehr geordert.
    Kannst Dir ausmalen was dann in kürz in den Regalen stehen wird… Reines Blech… Können die Idioten dann mit ihren roten T-Shirts die Regale putzen…

  5. 5
    Fideldödeldumm

    Der Trottel ist froh, wenn er die Kontrolle über einen Bus oder eine Straßenbahn behält. Es gibt wohl kein Land auf der Welt, wo so ein Vollpfosten hätte Präsident werden können. Selbst im Hinterland von der Takka-Tukka-Insel hat der Häuptling mehr Hirnschmalz. Hoffentlich knüpfen sie ihn in Venezuela auf, damit er nicht mehr in den Genuss seiner geraubten Millionen kommt.

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