Heinz Dieterich: Nur Rafael Correa kann den Zusammenbruch Venezuelas verhindern

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Nicolás Maduro mit Amtskollege Raffael Correa (Foto: Presidente Ecuador)
Datum: 18. November 2013
Uhrzeit: 18:01 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der deutsche Sozialwissenschaftler Heinz Dieterich ist der Verfasser des Standardwerks „Der Sozialismus des 21. Jahrhunderts“. Das programmatische Werk zur politischen Situation nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in Osteuropa gilt in Lateinamerika als wegweisendes Standardwerk und wurde von dem verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez begeistert zur Lektüre empfohlen. Dieterich hat allerdings bereits kurz nach dem Tod des bolivarischen Führers darauf hingewiesen, dass dieser den „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ nie verwirklicht habe. Nach seinen Worten gab und gibt es in Venezuela keine gesellschaftliche Kraft, die am Sozialismus überhaupt Interesse hätte.

Der „Vater der wirtschaftswissenschaftlichen Ideologie der lateinamerikanischen Linken“ wendet sich angesichts des von Präsident Maduro inszenierten Klassenkampfes im Supermarkt erschrocken ab und gibt dem ehemaligen Busfahrer im Miraflores den Rat, Ecuadors Staatschef Rafael Correa (Wirtschaftswissenschaftler) um Hilfe zu bitten. Nur so könne die wirtschaftliche Krise in Venezuela beendet werden.

„Wenn Maduro und Cabello den Prozess noch retten wollen, dann gibt es eine schnelle und sofortige Lösung. Sie sollten Rafael Correa anrufen. Er ist der einzige lateinamerikanische Präsident, der ein tiefes und wissenschaftliches Verständnis für die Ökonomie des Marktes hat. Verbringen Sie ruhig einen Nachmittag bei ihm und legen Sie ihm die aktuellen Statistiken vor. Bitten Sie ihn eine Nacht darüber zu studieren und für den nächsten Nachmittag um eine Rettungsaktion. Nur durch Correa kann den Zusammenbruch noch verhindert werden. Wir sollten deshalb nicht überrascht sein, wenn Präsident Correa schon morgen seine Reise nach Caracas ankündigt“, so Dieterich in einem Interview.

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  1. 1
    Caramba

    Jemand das Buch gelesen? Muss/sollte ich es mir antun?
    Egal, was auch immer der Herr Landsmann da geschrieben hat, eines hat er noch nicht verstanden:
    die Paviane (die roten Är…e) WOLLEN dass das Land zusammenbricht – sie sind sicher, den anschliessenden Bürgerkrieg zu gewinnen und dann endlich ein Regime a la Castro-Cuba errichten zu können. Dann sind sie diese lästigen Wahlen, die Opposition, die freie Presse und all die anderen Unannehmlichkeiten endlich los.
    Und die Leute werden sich gerne anstellen, um ihr Essen zu kaufen, auch stundenlang, denn eine Schlange bedeutet, heute gibt es mal wieder was zu essen.
    Hirngespinste? Schon mal in Cuba gewesen?
    Saludos
    dd

  2. 2
    paulo

    ich bin schon glücklich, dass jemand die Wahrheit ausspricht!

    wer einmal in Ecuador war sieht, dass es auch anders geht…. ohne alles zu zerschlagen.

    heute wollte ich 20.000 bolos ( 300 Dollar) von meinem Konto abheben…. nach 3 std. warten leider unmöglich….. vielleicht morgen.

    ein Schweinestall ist besser organisiert

  3. 3
    Fideldödeldumm

    Lt. Wiki:
    „Correa studierte zunächst an der Katholischen Universität Guayaquil Wirtschaftswissenschaften und schloss sein Studium 1987 ab. Während seines Studiums stand er verschiedenen Studierendenausschüssen vor. Anschließend arbeitete er ein Jahr lang als Freiwilliger in einer Missions- und Sozialstation der Salesianer Don Boscos in Zumbahua in der Provinz Cotopaxi, wo er auch Grundkenntnisse des Kichwa erwarb. Er absolvierte anschließend vertiefende Master-Studiengänge an der Université catholique de Louvain in Louvain-la-Neuve (abgeschlossen 1991) und an der University of Illinois at Urbana-Champaign (abgeschlossen 1999). Im Oktober 2001 wurde er an der University of Illinois zum PhD promoviert. Gleichzeitig und zwischenzeitlich war er als Dozent an der Universität Guayaquil, der Universität San Francisco in Quito und der University of Illinois tätig. Nach dem Erwerb des Doktorgrades lehrte er an verschiedenen Universitäten in Ecuador und war bis 2005 Professor und Direktor der Abteilung für Wirtschaftswissenschaften an der Universidad San Francisco. In dieser Funktion war er auch Berater für verschiedene wirtschaftspolitische Projekte, unter anderem des damaligen Vizepräsidenten Alfredo Palacio.

    Correa ist mit einer Belgierin verheiratet, hat drei Kinder (zwei Töchter und ein Sohn) und lebt in Quito.“

    Das ist ja schon ein kleiner Unterschied in der Ausbildung zu einem kleinen Militaristen (Chavez) und einem Busfahrer (Mad Uro). Und dann kommt noch der geistige Einfluss der belgischen Ehefrau dazu, den die beiden Spackos aus Venezuela / Kolumbien auch nicht vorweisen können, da sie sich mit einem geistigen Niveau ihresgleichen umgeben haben.

    Die Voraussetzungen kannte Dieterich aber. Deswegen kommt seine Feststellung jetzt ziemlich spät. Diese Einsicht hatten andere schon viel früher. Und am jetzigen Zustand kann auch ein Correa nicht viel ändern. Dafür ist die Korruption und die Kriminalität viel zu hoch.

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