Krise in Venezuela: Capriles ruft zu landesweiten Protesten auf

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Oppositionsführer Capriles bei einer Pressekonferenz (Foto: Prensa Capriles)
Datum: 20. November 2013
Uhrzeit: 18:22 Uhr
Leserecho: 12 Kommentare
Autor: Redaktion
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Angesichts der wirtschaftlichen Krise in Venezuela hat Oppositionsführer Henrique Capriles Randonski für den kommenden Samstag (23.) zu einem landesweiten friedlichen Protest gegen die nach seinen Worten falsche Politik der Regierung aufgerufen.

„Am Samstag (23. November) laden wir alle Venezolaner, die unter der anhaltenden Unsicherheit und der Mangelwirtschaft dieser illegitimen Regierung leiden, zu einem friedlichen Protest im ganzen Land ein. Es ist genug. Dieses Land wird nicht weiter vor einem Haufen korrupter Gauner knien. An diesem Samstag wird die Stimme des Volkes zu hören sein. In Caracas werden sich die Proteste auf der Plaza Venezuela konzentrieren und ich brauche keine Erlaubnis, weil wir im Wahlkampf sind“, so Capriles in einer Erklärung, die agência latinapress vorliegt.

Capriles betonte erneut, dass Nicolás Maduro nicht der rechtmäßige Präsident des südamerikanischen Landes sei. Gleichzeitig wies er auf die Doppelmoral hochrangiger Regierungsvertreter hin. „Sie behaupten Arbeitsplätze zu verteidigen und alles, was sie tun, ist die Vernichtung von Arbeitsplätzen. Diese Leute haben noch nie in ihrem Leben gearbeitet. Glauben Sie im Ernst, dass die Probleme der Venezolaner mit dem Kauf eines TV oder Kühlschranks gelöst sein werden? Ich wünschte mir, dass dies die Probleme des Landes wären. Der Kampf ist noch nicht vorbei, nun wird es Zeit aufzustehen. Es ist nicht die Zeit, das Handtuch zu werfen“.

Ein Putsch wäre nach seinen Worten das Schlimmste, was dem Land passieren könnte. Veränderungen müssen im verfassungsrechtlichen Rahmen geschehen. „In unserem Lateinamerika haben wir Erfahrung mit mehreren Staatsstreichen gemacht – immer war das Volk am stärksten davon betroffen. Die Dinge haben sich verändert und die illegitime Regierung hat die Maske entfernt. Diese Regierung hat sich zu einem Regime entwickelt, Maduro ist eine kubanische Marionette. Sie ändern die Verfassung nach Belieben und nun ist es uns, darauf zu antworten“.

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  1. 1
    Caramba

    Wo er recht hat, hat er recht.
    Nur, was will er machen? Gehen genug Leute oft genug auf die Strasse, kriegt er seinen Putsch zwangsweise, tun sie das nicht, nimmt in keiner ernst.
    Zumindest keiner der Paviane……
    So what?
    Saludos
    dd

  2. 2
    der Reisende

    Klar hat Capriles recht aber ich sehe Capriles bald im Knast die Menschen hier weiter in der Cola und die ganz wichtigen weiter an der Ecke stehen um ihren Hals voll laufen zu lassen und alles bleibt beim alten. Im gegenteil es wird noch alles viel schlimmer kommen.

  3. 3
    Guaiquerie

    Solange die Mehrheit in Venezuela nicht begreift, dass sie für die Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Meinungfreiheit und die Zukunft ihrer Kinder auf die Straße gehen und kämpfen müssen, sondern es als Errungenschaft ansehen, wenn sie billige Fernseher etc. kaufen dürfen, solange wird sich in diesem Land auch nichts verändern.

  4. 4
    kabalenbraut

    Hmm…mich wundert das Capriles nocht nicht „abserviert“ wurde.
    Er ist ja nachgewiesen von den Amis (Geheimdienste) finanziert um Maduro zu stürzen und das Land an die USA zu „verkaufen“. Nur leider sehen das die Menschen nicht, denn es wird NUR geglaubt was TV sagt. Schade.

    • 4.1
      Fideldödeldumm

      Diese „Nachweise“ sind bestimmt von der gleichen Qualität, die Maduro immer präsentiert, wenn es um die Attentate auf seine Person oder die vielen Sabotageakte geht. Die Praxis hat er ja von seinem Vorgänger übernommen.

    • 4.2
      Caramba

      kabalenbraut…wie phantasievoll. Oder darf ich Sie Brunhilde nennen? Oder Eric?
      Die Kommentare zumindest scheint ihr zusammen zu verfassen…..und wenn ihr nur einen Funken Ahnung hättet, was in VE ausserhalb eurer linken Propaganda-Schmierblättchen vorgeht, würdet ihr es vorziehen, wenn VE an USA verkauft würde, selbst wenn das der Plan v. Capriles wäre. Damit kämen Dollars ins Land, und damit könnte man wieder wenigstens das Nötigste kaufen – wie Essen und Klopapier, oder Ersatzteile für die 35 Jahre alten Siemens Turbinen zum Strom erzeugen etc.
      Aber was verschwende ich meine Zeit…..ihr glaubt eh nix.
      Ein One-Way Ticket nach Caracas würde euch gut tun – ich würde sogar im Forum dafür sammeln.
      Und wenn du das alleine bist, Eric/Brunhilde/kabalenbraut, sorry, wollte die Persönlichkeitsspaltung nicht forcieren…..

      • 4.2.1
        der Reisende

        Ich spende fuer diese hirnlosen Einfallspinsel auch.

  5. 5
    alexandro

    Die Probleme Venezuelas werden durch den Kauf oder geduldeten Raub von TV oder Kühlschränken sicher nicht gelöst. Vieleicht aber die der Regierung und des Kolumbianers(el Burro) . Das richtige Programm (novellas) wird die Mehrheit davon abhalten für Ihre und des Landes Interessen auf die Strasse zu gehen. Möchte mich nicht weiter dazu auslassen, weiß aber wovon ich spreche

  6. 6
    babunda

    die menschen gehen kaum noch zur arbeit, sie stehen seit mitternacht in den geschäften und warten auf billige fernseher und kühlschränke. wie soll da ein land auf die beine kommen? ve hat nur noch 1,2 milliarden dollarreserven, deshalb wurden jetzt 45 tonnen gold an die bank goldmann sachs verkauft. ve pfeift auf den letzten loch.

  7. 7
    leila

    wie es aussieht wird bald Bürgerkrieg ausbrechen in VE

    • 7.1
      alexandro

      Glaub ich nicht, dazu braucht es „Bürger“. Es wird wohl eher noch mehr Raub und Totschlag geben. Die Malandros werden die Vorgaben von Mad Burro und seinen roten Genossen nutzen.

  8. 8
    fox

    Hallo, die Kolumbianer sind gluecklich, ausser billiges Benzin, Medikamente und Lebensmittel gibt es jetzt auch noch billige Fernseher.
    Die korrupte Nationalgarde verkauft Eintrittstickets fuer 1.000 Bsf, und das rote Gesindel bezahlt an die dummen damit sie sich in die Warteschlange stellen.

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