Chile: Auswirkungen des Sterntods – Eines der gewaltigsten Ereignisse im Universum

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Auswirkungen des Sterntods (Foto: ESO)
Datum: 27. November 2013
Uhrzeit: 09:37 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die Große Magellansche Wolke ist eine unserer nächsten Nachbargalaxien. Astronomen haben nun mit dem Very Large Telescope der ESO in Chile eines ihrer unbekannteren Gebiete erkundet. Das neue Bild zeigt eine Gas- und Staubwolke, in der heiße neue Sterne geboren werden, die ihre Umgebung zu eigenartigen Gebilden verformen. Allerdings zeigt dieses Bild auch die Auswirkungen des Sterntods – Filamente, die in Folge von Supernovaexplosionen entstanden sind.

Die Große Magellansche Wolke befindet sich nur etwa 160.000 Lichtjahre von uns entfernt im Sternbild Dorado (der Schwertfisch) und ist unsere nächste Nachbargalaxie. Sie bringt aktiv neue Sterne in Regionen hervor, die so hell sind, dass sie von der Erde aus mit dem bloßen Auge zu sehen sind, wie beispielsweise der Tarantelnebel. Dieses neue Bild, das mit dem Very Large Telescope der ESO auf dem Paranal-Observatorium in Chile aufgenommen wurde, erkundet eine Region namens NGC 2035, die manchmal auch als Drachenkopfnebel bezeichnet wird.

NGC 2035 ist eine H II-Region bzw. ein Emissionsnebel, bestehend aus Gaswolken, die aufgrund der energiereichen Strahlung junger Sterne leuchten. Die Strahlung reißt Elektronen aus den Gasatomen, die dann irgendwann wieder mit anderen Atomen rekombinieren und Licht aussenden. In das Gas mischen sich dunkle Staubklumpen, die Licht eher absorbieren als emittieren und so sich windende Bänder und dunkle Gebilde innerhalb des Nebels bilden.

Die Filamentstrukturen links im Bild sind nicht das Ergebnis von Sternentstehung, sondern von Sterntod. Sie sind durch eines der gewaltigsten Ereignisse, die im Universum vorkommen entstanden – eine Supernovaexplosion. Diese Explosionen sind so hell, dass sie oft für kurze Zeit ihre gesamte Muttergalaxie überstrahlen, bevor sie über mehrere Wochen oder Monate hinweg aus der Sicht verschwinden.

Durch bloßes Betrachten der Aufnahme ist es schwer, die Ausdehnung dieser Wolken zu erfassen – sie erstrecken sich über mehrere hundert Lichtjahre. Sie befinden sich auch nicht in unserer Galaxie, sondern weit dahinter. Die Große Magellansche Wolke ist zwar groß, verglichen mit unserer eigenen Galaxis hat sie mit einem Durchmesser von nur 14.000 Lichtjahren jedoch eher bescheidene Ausmaße – sie ist damit etwa zehn Mal kleiner als die Milchstraße.

Dieses Bild wurde im Rahmen des Cosmic Gems-Programms der ESO mit dem FOcal Reducer and low dispersion Spectrograph aufgenommen, der an das VLT angeschlossen ist und sich am Paranal-Observatorium in Chile befindet.

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