Venezuela: Benzinpreis nicht mehr länger die heilige Kuh

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Eine Tankfüllung Sprit kostet im südamerikanischen Land umgerechnet 60 Cent (Foto: Screenshot YouTube)
Datum: 09. Dezember 2013
Uhrzeit: 23:20 Uhr
Leserecho: 28 Kommentare
Autor: Redaktion
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Grundnahrungsmittel wie Milch und Mehl sind in Venezuela schwierig zu bekommen. Eine Tankfüllung Sprit kostet im südamerikanischen Land umgerechnet 60 Cent. Benzin ist dort billiger als Mineralwasser. Der seit 1996 unveränderte Benzinpreis gehört zum Inventar einer populistischen Ideologie, wonach Treibstoff im Land mit den grössten Erdölreserven der Welt so gut wie nichts kosten darf.

Obwohl eine Änderung des ökologisch verheerenden Tiefpreisfetischismus einem politischen Selbstmord gleichkommt, hat Vizepräsident Jorge Arreaza einen Tag nach den Kommunalwahlen in einem Interview mit dem Privatfernsehsender Venevisión mitgeteilt, dass die Regierung eine Anpassung der Preise für Benzin in Erwägung ziehen könnte. „Die Regierung wird offene Konsultationen in allen Bereichen starten. Wir werden Aktionen und Maßnahmen diskutieren, um die Wirtschaft in Venezuela dauerhaft auszugleichen. Dazu gehören auch Debatten über eine Steuer auf den Benzinpreis, der sogar unter den Produktionskosten liegt“, so Arreaza.

Die Subventionen gehören zur populistischen Wirtschaftspolitik. Weil das linksgerichtete Regime Benzin und Diesel praktisch umsonst herausgibt, sichert es sich den Rückhalt in der Bevölkerung, zerstört allerdings die langfristigen Perspektiven der venezolanischen Wirtschaft. Die Internationale Energieagentur hat ausgerechnet, dass die Energiesubventionen Venezuela 2011 etwa 27 Milliarden US-Dollar gekostet haben.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    der Reisende

    nicht schlecht diese roten Teufel wollen mit aller Gewalt einen Buergerkrieg.
    Geht das Benzin hoch geht alles hoch.

  2. 2
    Wolfgang

    @derReisende: das stimmt. Nur daran kann NM kein Interesse haben, er ist nicht so tief in Partei und Armee verankert wie Chavez es war. Und: er hat Cabello im Nacken! Er sollte daher nichts am Benzinpreis drehen. Ausserdem waere es auch gut, wenn der so bliebe, wie er ist. Benzinerhoehungsbefuerworter erzaehlen staendig, dass die „Reichen“ mit ihren „dicken V8 Autos“ durch die Subventionen am meisten beguenstigt wuerden. Das ist natuerlich absoluter Quatsch. Nutzniesser der Benzin Subventionen sind die, die gar kein eigenes Auto haben und auf guenstige Fahrpreise bei Bus und Ruta Corta angewiesen sind!! Daher: Finger weg vom Benzinpreis!!

    • 2.1
      Marco Calde

      was für ein Quatsch! Die Erhöhung der Benzinpreise ist aus mehreren Gründen begrüßenswert z.B. aus ökologischen Gründen und der Verkehrsproblematik

      • 2.1.1
        Wolfgang

        Ach ja? Oekologische Gruende? Diese „Gruende“ kennen wir aus fernen Laendern, wo die Bevoelkerung aus eben diesen „Gruenden“ seit Jahren ueber sog. Oekosteuern auf Benzin, Heizoel und Strom gnadenlos abgezockt wird. In Deutschland sind ueber 85cent pro Liter Benzin Steuern! Beim Strompreis sind es ueber 50%! Zur Begruendung dieses Abzockwahns hat die Oekolobby sogar eine eigene Storyline erfunden, die sog. „Klimakatastrophe“ ( von diversen unabhaengigen Wissenschafttlern mittlerweile mehrfach widerlegt) – nein, sowas brauchen wir hier nicht. Am Deutschen Wesen soll die Welt genesen? Das gabs schon mal, ging gruendlich schief. Verkehrspolitik? Auch Bloedsinn wie man im fernen Deutschland sieht. Die Leute fahren trotzdem, weil sie muessen und die Strassen sind voll. Und der verlogene Staat freut sich weil er an jedem gefahrenen km glaenzend verdient. Nee, das brauchen wir hier wirklich nicht .

      • 2.1.2
        der Reisende

        Señior Marco diese Schwachkoepfe hier wissen nicht mal wie man Oekologi schreibt was erwarten sie den von diesen Volltrottel von roten BANDITEN.
        In der Verkehrspolitik kennen sie sich genauso wenig aus. Selbst wenn der Benzinpreis bei 5 bolo pro Liter
        liegt aendert sich oekologisch und Verkehrstechnisch gar nichts. Im Gegenteil diese rote Saubande fuellt sich die eigenen Taschen mit noch mehr Geld.

      • 2.1.3
        MarcoCalde

        Das sind sie wieder diese hochqualifizierten Kommentare aus dem Mittelalter. Auch wenn es euch noch nicht aufgefallen ist, aber die Welt dreht sich täglich weiter.

        @Wolfgang: mal eine kleine Aufgabe. Gehen sie mal einen Nachmittag durch CCS und achten sie mal drauf wieviel Infrastruktur nur für das Auto gebaut und unterhalten werden muss. Dann am Abend überlegen sie mal wieviel Zeit sie im Auto verbringen. Und wie viele Stunden ihr Auto steht. Und dann überlegen sie mal wo z.B. über Parkplätze benötigen. Zu Hause, bei der Arbeit, vor dem Supermarkt, vor dem Restaurant, vor der Schule ihres Kindes, vor dem Fussballplatz. Und dann sagen sie nochmal, dass man als Auto fahrer abgezockt wird.

        @Reisende: Sie kennen mich überhaupt nicht. Ich habe in meiner Zeit an der Simon selbst einen Entwurf für Infrastruktur gemacht und mich in der Zeit mit verschiedenen Konzepten intensiv geschäftigt. Bevor so sie anderen Menschen Unwissenheit unterstellen, sollten sie sich vll lieber mal ein bisschen erkundigen.

        Und nein, 5Bolos reichen da nicht. Der Individualverkehr mit all seinen Kosten Benzin, Steuer usw.. muss teurer sein, als der öffentliche Nahverkehr, dazu noch die richtige Planung und dann wird auch die Verkehrsproblematik besser. Ganz einfach. Wie das Curitiba schon seit 40 Jahren vor macht.

        Den Link, dazu kann ich nicht posten. Einfach mal bei YouTube „City Of Dreams – Brazil und Brazil- Curitiba, a sustainable city“ suchen, anschauen und lernen, damit auch ihr mal im 21. Jhd. ankommt.

      • 2.1.4
        der Reisende

        @Marco ich denke wir sind schon lange vor ihnen im 21. Jahrhundert angekommen.
        Sie koennen ruhig auf den an ihnen vorbeifahrenden Zug immer noch aufspringen.
        Herzlich willkommen.

  3. 3
    Herbert Merkelbach

    Volkswirtschaftlich betrachtet ist der in diesem Maße subventionierte Benzinpreis in Vzla eine Idiotie.
    Dem jetzigen Regime fehlen doch an allen Ecken und Enden die Mittel um all die „misiones“ entweder weiter zu verfolgen oder zu vollenden und auch genügend Währungsreserven zur Verfügung zu haben um all die Importe und die Auslandsschulden zu bezahlen. Eine evtl. Erhöhung wird, dessen bin ich mir sicher, ein Politikum, wird zur Inflation beitragen und die ist schon hoch genug.
    Meiner Meinung nach wird den Chavisten in Caracas nichts anderes übrig bleiben als in bestimmten Bereiches die Subventionen abzubauen.
    Wer wie diese Typen die Grundsätze einer Volkswirtschaft im sozialistischen Sinn aushebelt, wird wie in der Geschichte gezeigt, wieder auf den Boden der Gesetze eines freien Marketes zurückkehren MÜSSEN.

    • 3.1
      Caramba

      „Wer wie diese Typen die Grundsätze einer Volkswirtschaft im sozialistischen Sinn aushebelt, wird wie in der Geschichte gezeigt, wieder auf den Boden der Gesetze eines freien Marketes zurückkehren MÜSSEN.“
      Yep, und wenn sie noch ein bisschen weiter so machen, werden sie im Wortsinn auf dem BODEN des freien Marktes ankommen, womit ich meine, ganz ganz unten, vollkommen verschuldet, ohne Infrastruktur, ohne betriebswirtschaftliches KnowHow, das bis dahin komplett abgewandert ist und mit Menschen, die nicht verstehen, dass ihr Arbeitsplatz kein Gott-oder Chavez- gegebenes Recht ist, sondern ihren Lohn, ihre Steuern und die benötigten Räume und Maschinen auch erwirtschaften muss.
      Wir haben damit hier Erfahrung – und wir hatten das Geld, um den Neustart zu finanzieren und zahlen trotzdem immer noch, und manche Gebiete der neuen Bundesländer haben sich bis heute nicht erholt.
      Das wird ein harter Aufprall auf dem „Boden des freien Marktes“ für Venezuela, fürchte ich.
      Saludos
      dd

      • 3.1.1
        Herbert Merkelbach

        Es ist nicht nur das Gebiet der ehemaligen Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands das diesen Weg gehen musste, schauen Sie doch auf die alte UdSSR und jetzige Russische Föderation oder alle osteuropäischen Staaten, die versuchen, auf eine funktionierende Marktwirtschaft zurück zukehren. Das dauert schon 20 Jahre und wird auch noch eine Zeit in Anspruch nehmen. Dieses Schicksal wird auch Venezuela ereilen, wenn die Volkswirtschaft kollabiert und das derzeitige Regime zum Teufel gejagt worden ist. Vertrauen und Effizienz schafft man nicht über Nacht in einer Ökonomie. Ich kann mir gar nicht ausmalen, welche Summen an Geldern eingesetzt werden müssen, nachdem die Umstellung auf eine Marktwirtschaft stattgefunden hat.

  4. 4
    fox

    Da werden sich die Armen auf dem Land aber freuen wenn sie mit Ihren alten benzinfressenden V8 tanken muessen. Fuer die Mittelschicht kein Problem, ich kann das Benzin bezahlen fuer meinen Ford Explorer. Das Projekt Gas fuer Autos ist auch gescheitert, tausende von Dollars fuer Gasanlagen investiert aber keine Tankstellen fuer Gas. Alles was die machen ist hirnlos.

  5. 5
    thor

    das hat Chavez schon etliche Male ins Gespräch gebracht und letzlich hat keiner den Mumm das durchzuziehen… und falls ja (was aber so gut wie unmöglich ist), dann kommt das politischem Suizid gleich, also, immer schön den Ball flach halten…

  6. 6
    Wolfgang

    @MarcoCalde: gluecklicherweise kenne ich Curitiba, wahrscheinlich laenger als Sie, ich war bereits in den 80ern oft geschaeftlich dort. Kurzum, dort moechte ich nicht tot ueber dem Zaun haengen. Brasilien taugt nun ueberhaupt nicht als Beispiel fuer irgendetwas Erstrebenswertes. Die hatten einen kurzen Aufschwung ( als Frau Rousseff den Chavez Kurs zu kopieren versuchte) jetzt gibt es Unruhen, Elend und der Hunger kehrt zurueck. Turbokapitalistische Tendenzen machen Wohnraum unerschwinglich. Sie werden sehen, bis zur WM halten die das mit ihrem Sicherheitsapparat halbwegs in Grenzen, nach der WM erleben die ihr Waterloo. Nicht erstrebenswert!

    Den Rest ueber CCS kann ich leider nicht ernst nehmen. Das ist Polemik pur. Wenn in Deutschland nur das Geld aus der KFZ Steuer in die Infrastruktur gesteckt wuerde, haetten die keine Probleme. Aber das geschieht nicht einmal. Die stecken das Geld lieber in ihren eigenen Politapparat oder kippen es in das Fass ohne Boden namens „Euro Zone“. In diesem Sinne, Corazon de mi patria, Viva Venezuela !

    • 6.1
      MarcoCalde

      Länger heißt nicht zwangsläufig besser.

      „Brasilien taugt nun ueberhaupt nicht als Beispiel fuer irgendetwas Erstrebenswertes.“ Curitiba ist nicht grundlos, eines der positiven Beispiele.

      Was ist Polemik? Einen Stadtrundgang zu machen und sich dabei bewusst zu werden, was überhaupt alles gebaut, verbaut und unterhalten werden muss?

      „Wenn in Deutschland nur das Geld aus der KFZ Steuer in die Infrastruktur gesteckt wuerde, haetten die keine Probleme.“
      Ich habe da zwar keine Zahlen im Kopf, aber das halte ich schon für sehr naiv, dass man mit der KFZ Steuer die komplette Verkehrsinfrastruktur unterhalten kann.

  7. 7
    Wolfgang

    @MarcoCalde … Dann machen Sie mal den Fakten Check. Die wollen jetzt 7 Mrd p.a. In die Infrastruktur stecken. Viel zu wenig und viel zu spaet. Misswirtschaft pur. Die leben nur von ihrem Export (auf Kosten anderer), im Inland seit 2000 Reallohnverlust. Die Armut steigt (2 Mio Haushalte koennen ihre ENERGIE Rechnung nicht mehr zahlen), die Aermsten werden mit rigiden Repressionen durch die Jobcenter kujoniert. Die Liste koennte man endlos fortsetzen. Nee, da bin ich froh und gluecklich, in Venezuela leben zu duerfen.

    • 7.1
      MarcoCalde

      Das ist doch nur das was fehlt und ich vermute mal, dass das ziemlich knapp bemessen ist.

      Ausaben: Bund 19 Mil; Kommunen 5 Mil; 7+x Mil fehlen jährlich; gleich 31 Mil. jährlich und das sind nur die Straßen, wenn ich das richtig gesehen habe. Zur Infrastruktur gehört aber noch ein bisschen mehr.

      KFZ Steuer ca. 9 Mil.

      31 Mil gegen 9 Mil. soo

      „Die leben nur von ihrem Export (auf Kosten anderer)“
      Ich bin sicherlich kein großer Patriot, aber da muss man die Kirche auch mal im Dorf lassen. Vor 10 Jahren haben alle den Deutschen noch gesagt, dass sie so altmodisch sind, der kranke Mann, weil die Deutschen noch etwas produzieren, während andere Länder desindustrialisert und mit Geld gespielt haben, wie z.B. die Briten. Und jetzt sollen die Deutschen Schuld sein? Pahh. Die Deutschen waren schon immer sehr stark im Export, weil viele deutsche Firmen eben das KnowHow haben. Die deutsche Exportwirtschaft ist eben auf Wertschöpfung und nicht auf Menge ausgelegt. Es gibt einfach Bereiche, in denen ist Deutschland Weltmarktführer. Das war vor der Krise schon so und wird auch nach der Krise so sein.

  8. 8
    Wolfgang

    Das ist hier schon lange off-topic, hier geht es um Benzinpreise in Venezuela. Daher nur noch eine kurze Anmerkung: das mag ja alles stimmen. Die haben sich auf den Export gestuerzt weil da noch Geld zu verdienen war und ist . Aber um welchen Preis? „Verdichtung“ der Mitarbeiterstrukturen, dadurch Steigerung der Produktivitaet, jahrzehntelanges Lohndruecken mit dem Ergebnis der Stagnation beim Inlandskonsum, Ausweitung von Werkvertaegen und Leiharbeit usw. Das Ergebnis dieser Politik sehen wir bei Altersarmut und der Tatsache, dass Millionen Menschen von ihrer Arbeit nicht Leben koennen. Tolles, armes Deutschland. Wenn Venezuela ein paar Stellschrauben aendern wuerde, zB petrocaribe abschaffen oder die heimische produzierende Industrie staerken wuerde ( egal ob staatlich oder privat) , das wuerde hier binnen kurzer Zeit ein bluehendes Land werden. Wenn man fuer 40% seiner Exporte kein Geld bekommt (oder nicht das, was man bekommen koennte) dann fehlt das eben ueberall, da hat der Gobernador vom Edo Miranda schon Recht.

    • 8.1
      Fideldödeldumm

      Ihr Zitat: „Wenn Venezuela ein paar Stellschrauben aendern wuerde, zB petrocaribe abschaffen oder die heimische produzierende Industrie staerken wuerde ( egal ob staatlich oder privat) , das wuerde hier binnen kurzer Zeit ein bluehendes Land werden.“

      Entweder neigen Sie schlicht zu Untertreibungen oder Sie sind einfach nur ein Träumer. Die Begriffe „ein paar Stellschrauben“ und „binnen kurzer Zeit ein blühendes Land“ im Bezug auf Venezuela zu verwenden, ist schon sehr naiv.

      Grundsätzlich hätte Venezuela durch seine Bodenschätze die besten Voraussetzungen. Aber Venezuela wird mit einer linken Regierung und speziell einem Trottel wie Maduro kein wirtschaftlicher Fortschritt gelingen. Und wenn Sie froh sind in Venezuela zu leben, dann sagen Sie dies aus einer privilegierten Situation heraus. Die Armen Menschen in den Barrios würden sicher gerne mit den Sozialhilfeempfängern in Deutschland tauschen. Da hätten sie zumindest eine Wohnung mit einer Grundausstattung, sowie was zum Anziehen und zu Essen. Es gibt sicher auch in Deutschland eine Menge zu verbessern, aber zu behaupten, in Venezuela wäre es besser als in Deutschland, ist das realitätsfremdeste, was ich bisher hie3r gelesen habe.

  9. Der Benzinpreis gleicht einer heiligen Kuh,niemand traut sich ran und ausgerechnet jetzt nach den Wahlen den Preis erhoehen zu wollen, koennte politischer Selbstmord sein.Die Regierung muss extrem knapp bei Kasse sein um ueber so etwas nachzudenken ein heisses Eisen was seit Jahrzehnten nicht angefasst wurde.

  10. 10
    der Reisende

    Chavez wusste genau warum er nicht an der Benzinschraube gedreht hat und er hatte genug Gruende dies zu tun ! Denn das haben schon andere vor ihm versucht und was ist dabei rausgekommen . Ich hoffe nur dieser Volltrottel von Mamaduro hebt den Benzinpreis graeftig an damit ihm diese Aktion sein rotes Genick bricht.

  11. 11
    babunda

    der meinung bin ich auch, die sollen den benzinpreis kräftig anheben, damit die vielen alten spritfresser 20-25 liter endlich verschrottet werden, die sollen für die armen lieber billige autos produzieren und verkaufen, das land ist pleite und braucht dringend geld, die roten haben sich die taschen die ganzen jahre vollgestopft voran der cabello.

    • 11.1
      Marco Calde

      Der Individualverkehr ist keine Option für CCS und andere Städte, ob Limousine oder Kleinwagen – ganz egal. Der Focus muss auf einem anständig ausgebauten öffentlichen Nahverkehr liegen – nur auf diese Weise bekommt man die Verkehrsproblematik (Colas) in den Griff. Außerdem ist der ÖNPV die einzige engergetisch effiziente Form der Mobilität.

      • 11.1.1
        Caramba

        Individualverkehr abschaffen?!? Träumer…..
        Es gibt mittlerweile E-Autos…….
        Den Individualverkehr werden sie sowenig abschaffen wie Miss Venezuela für den Weltfrieden sorgen wird.

      • 11.1.2
        Marco Calde

        ich habe nie behauptet, dass man den Individualverkehr abschaffen kann, aber man kann den ÖNPV durchaus attraktiv machen. Das Video zeigt ja, dass in Curitiba mal 25.000 befördert wurden. Heute 2,3Mio. Das Karlsruher Modell hatte in den letzten 15-20 Jahren vll eine Steigerung von 600-800%. Manche Linien über 1.200%.

        Der ÖNPV muss nur günstiger und schneller sein als der Individualverkehr. Wenn ich mit dem ÖPNV durch z.B. BRTs nur noch 30 statt 60Min brauche und nur 2 Bolos statt 4 oder 6 Bolos zahle, werden viele sich überlegen, ob sich noch mit dem eigenen Auto fahren.

        Das E-Auto ist ein totaler Quatsch – viele denken, wir fahren mit E-Autos und alle Probleme sind beseitigt, dass stimmt aber nicht. Stell dir mal vor heute würde jeder in DE ein E-Auto haben, woher nehmen wir denn die ganze Energie? Das E-Auto beseitigt nur den CO2 Ausstoß, sonst nichts! Das Raum/Stauproblem bleibt. Der Primerenergieeinsatz sinkt auch nicht usw…

        Man kann hier ja keine links posten, deshalb nehme ich das www mal weg. Schau da mal rein, dann weißt du was ich meine.

        bikehub.co.uk/news/sustainability/iconic-waste-of-space-photo-keeps-on-giving/

      • 11.1.3
        Caramba

        ÖNPV fördern, auch hier bitte, sprich billiger machen, viel mehr Busse einsetzen (ich wäre schon über alle viertelstunde froh, hier gehts nur alle Stunde!), Barrieren abbauen, so dass ich auch mit Kinderwagen reinkomme (tja, sry, gehört zu meinen Alltagsproblemchen…) – aber trotzdem möchte ich gerne, bitte, mein Auto haben dürfen, und bitte gross genug für die Family und den Einkauf. Und gerne als E-Auto! Denn selbst wenn wir „nur“ das CO2-Problem lösen, wäre das ein entscheidender Schritt nach vorn. In Echt lösen wir aber noch mehr, z.B. das Problem, dass Öl halt nicht nachwächst und als Rohstoff für viele Dinge viel zu wertvoll ist, um es literweise durch den Auspuff zu jagen.
        Das Laden der E-Autos wäre kein Problem (laut einer Studie der Netzbetreiber in D), da der überwiegende Teil nachts geladen wird und somit bestehenden Kraftwerken wg. besserer Auslastung eigentlich entgegenkommt – und wenn D vielleicht ja tatsächlich die Energiewende durchzieht, können wir die Autos mit Ökostrom fahren. Wenn Ihnen das nicht schnell genug geht, ich kann Ihnen aus persönlicher praktischer Erfahrung versichern, dass eine private Insellösung auf Solarzellen basiert problemlos funktioniert. Dafür müssen Sie zugegebenermassen erst mal richtig Geld auf den Tisch legen, dafür tanken Sie anschliessend nie wieder……und für´s Zuhause bleibt auch noch was übrig. Spitzenlasten puffern Sie z.B. mit einer Brennstoffzelle…..und ja das alles können Sie jetzt schon kaufen, als Serienprodukte. Wenn Ihnen also wirklich was dran liegt…..
        Saludos
        dd

      • 11.1.4
        Marco Calde

        der ÖNPV müsste in DE schon günstiger sein, als der Individualverkehr. Die Straßenbahntaktung in Karlsruhe ist 10min. Barrierefrei sind die neuen Stationen auch alle.

        „– aber trotzdem möchte ich gerne, bitte, mein Auto haben dürfen,“ Warum nicht Stadtmobil oder Carsharing? Warum muss jeder seine eigenes Auto haben? Carsharing hat sogar noch den Vorteil, dass man sich die Größe mieten kann, die man gerade braucht.

    • 11.2
      Marco Calde

      Das Problem ist immer ein bisschen, dass die Menschen sich zwar in der Stadt bewegen, aber eigentlich wenig Ahnung von der Stadt haben.

      Städte wie CCS, BA oder auch London, Paris brauchen ein effizientes ÖNPV System. Straßenbahnen, U-Bahnen oder Busse mit eigenen Spuren, wo alle 1,2 oder 3 Min ein MetroBus hält. – wie am Fließband. Ein MetroBus darf auch niemals im Stau stehen.

      Viele verstehen das nicht, aber CCS hat durch seine Dichte ein Potential um irgendwann eine nachhaltige Stadt zu werden, wie fast keine andere.

  12. 12
    Wolfgang

    Marco, stell dir vor: Strassen ohne Autos, unverpestete Luft, froehliche Menschen, die nur spazieren gehen oder oeffentliche Verkehrsmittel nutzen … Dein Utopia? Nein! So etwas gibt es schon ! Willkommen in Pyongyang, Democratic Republic of (North) Korea! Also nichts wie hin!! Ich bleibe lieber in Venezuela und fahre meinen alten Conquistador V8.

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