Venezuela: Militär übernimmt Kontrolle von Cemex

cemex-venezuela

Beispiel für Unvermögen und Misswirtschaft (Foto: Gov)
Datum: 12. Dezember 2013
Uhrzeit: 14:30 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Im August 2008 hat der verstorbene Ex-Präsident Hugo Chávez drei Fertigungsanlagen des mexikanischen Zementkonzerns Cemex (Cementos Mexicanos) verstaatlicht. Im Dezember 2011 stimmte die venezolanische Regierung der Zahlung von 600 Millionen Dollar für den enteigneten Konzern zu. Cemex hatte mehr als 1,2 Milliarden Dollar verlangt, die Vereinbarung kam durch eine Schlichtung der Weltbank zustande. Nach der Enteignung war Natasha Castillo, Ehefrau von Außenminister Elias Jaua, für die Leitung des Betriebs zuständig. Nun wurde sie ohne Angabe von Gründen durch Oberst der Nationalgarde, Basilio Labrador und Vizegeneralmajor Gilberto Barrios Contrerasdo, ersetzt.

„Wir werden zeigen, das der Staat erfolgreich sein kann (…), weit erfolgreicher als der private Sektor es jemals war“, verkündete Chávez kurz nach Übernahme während einer Fernsehansprache mit Blick auf den enteigneten Konzern. Interne und externe oppositionelle Gruppen würden versuchen, Venezuela weiterhin „von außen“ zu regieren. Doch sie werden „keinen Erfolg“ haben, so der Präsident weiter, ohne diese oppositionellen Gruppen näher zu benennen.

Das Unvermögen und die gelebte Utopie des linksgerichteten venezolanischen Regimes sind bekannt. Fast in allen Unternehmen, in denen die Regierung mitmischt, bleib der Misserfolg nicht aus und ist Beispiel für den gescheiterten Sozialismus des 21. Jahrhunderts. „Die Situation ist schrecklich und die bisherigen Direktoren sind für den Niedergang verantwortlich“, analysiert Orlando Chirinos, nationaler Koordinator der Allianz der Arbeiter von Venezuela „Alianza de Trabajadores Cementeros de Venezuela“ (Antracem) und Organisationssekretär der Gewerkschaft. Nach seinen Worten haben die Anlagen eine Kapazität von 9.000 Tonnen, produziert werden lediglich 3.000 Tonnen.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    Herbert Merkelbach

    Nicht nur diese Industrieanlage istg weit entfernt von ihrer Kapazität. Sidor im Staat Bolivar befindet sich seit 29 Tagen im Streik. Pdvsa hat US$ 100 Milliarden Schulden. Alle anderen verstaatlichten Betriebe Vzlas produzieren unter ihrer Kapazität. Ich frage mich, wann kommt es zum totalen Kollaps der venezolanischen Volkswirtschaft.

  2. 2
    Mango

    Komisch! Wie mir bekannt ist,wurde der Großteil der Produktionsmaschienen Kuba verlegt, und es wird dort der Zement produziert. Deswegen die hohen Preise.. für einen Sack Zement bezahlt man 120,00 bis 150,00 bolo,wenn überhaupt noch erhältlich.. vor ca. 2 Monate waren es 40 – 45 bolo.

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!