Krise in Venezuela: „Air Europa“ setzt Verkauf von Flugtickets aus – Update

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Ticketverkauf für wöchentlichen Flüge zwischen Madrid und Caracas auf unbegrenzte Zeit ausgesetzt (Foto: Air Europa)
Datum: 09. Januar 2014
Uhrzeit: 10:19 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Venezuelas Regierung schuldet ausländischen Fluggesellschaften rund 2,6 Milliarden US-Dollar. Nachdem bereits die US-Fluggesellschaft „American Airlines“ im Dezember vergangenen Jahres den Verkauf von Tickets sowohl in lokaler als auch ausländischer Währung von und nach Venezuela ausgesetzt hat, stellte die spanische „Air Europa Líneas Aéreas“ am Donnerstag (8.) ihren Ticketverkauf vorübergehend ein.

Amercian Airlines hatte die Situation im südamerikanischen Land als sehr komplex bezeichnet. Demnach gebe es seit dem Monat September 2013 massive Schwierigkeiten, ausländische Währung zu erwerben. Staatliche Kontrollen würden es für Unternehmen immer schwieriger machen, die Landeswährung Bolivar in Dollar umzutauschen.

Tony Tyler, Direktor des Dachverbandes der Fluggesellschaften „International Air Transport Association“, warnte bereits im November auf einem Forum in Mexiko vor dem horrenden Schuldenberg. Eine Sprecherin der Holding „Globalia Corporacion Empresarial“ bestätigte nun, dass der Verkauf von Flugtickets für die sechs wöchentlichen Flüge zwischen Madrid und Caracas auf unbegrenzte Zeit ausgesetzt wurden.

Update:

Laut José Luis Alvarez, CEO von „Air Europa“ in Venezuela, werden die seit Montag (6.) suspendierten Buchungen wieder aufgenommen. Das Unternehmen habe sich allerdings entschieden, einen Teil der Kapazität seiner Flüge zwischen Caracas und Madrid anderen Reisezielen wie Paris, London, Rom oder Lissabon zuzuordnen. Das Unternehmen warte zudem immer noch auf rund 160 Millionen US-Dollar aus dem Jahr 2013, die von der venezolanischen Regierung noch nicht übertragen wurden.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Gast

    Selbst verständig werden auch andere Währungen akzeptiert ;
    Koks,
    Gold,
    Euro,
    nur kein bedrucktes Toilettenpapier genannt Bolivar……

    • 1.1
      HCF

      „nur kein bedrucktes Toilettenpapier“ Also gibt es DOCH Toilettenpapier in Venezuela, das Gerede vom angeblichen Mangel ist wieder mal nur faschistische Propaganda der rechten Bourgeoisie, um mit einem Wirtschaftskrieg das Vaterland zu destabilisieren. (Fehlen noch irgendwelche Phrasen, oder ist alles in einem Satz zusammengefasst?)

      • 1.1.1
        Herbert Merkelbach

        Sie haben nicht richtig gelesen und auch nicht richtig verstanden: kein bedrucktes Toilettenpapier, geanannt Bolivar.
        Der Kommentator hat nicht behauptet, dass es Toilettenpapier in Venezuela gibt. Bitte in Zukunft mehr Achtsamkeit auf das Geschriebene legen. Ansonsten empfehle ich einen Kursus für Schulanfänger.

  2. 2
    HCF

    Lieber Herby, ich habe schon richtig gelesen und durchaus verstanden, worum es hier geht. Was Sie aber nicht verstanden haben, ist die Tatsache, dass mein Kommentar zu 100% sarkastisch gemeint war. Ich werde solche Kommentare ggf. in Zukunft wieder mit „Vorsicht! Sarkasmus!“ kennzeichnen, damit ja auch jeder versteht, wie es gemeint ist. Und wie sieht denn ein „Kursus für Schulanfänger aus“? Lernt man dort auch, zwischen den Zeilen zu lesen und Sarkasmus als solchen zu erkennen? Dann wissen Sie ja auch, was ich Ihnen empfehlen würde ;-) (Vorsicht! Sarkasmus!)

    • 2.1
      Herbert Merkelbach

      Entschuldigung, auch ich bin nicht gefeit das Lesen zwischen den Zeilen in jeder Hinsicht nicht zu verstehen. Bitte nehmen Sie meinen Kommentar humorvoll zur Kenntnis, alldieweil ich mich mehr auf die „Kommunisten“ in DE stürze, d. h. auf die in manchen Internetauftritten mehr als extrem links orientierten (noch weiter als links einer stalinistische Weltanschauung versuchten und dargebotenen Ideologie) Vorstellung einer Weltordnung.
      Mich interessieren hauptsächlich die wirtschaftlichen Gegebenheiten und sobald man die erkannt hat, die dementsprechenden politischen sind nicht sehr weit davon entfernt. Venezuela ist das beste Beispiel in der neueren Geschichte.
      Trotzdem, ein schönes Wochenende.

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