Fußball-WM 2014 in Brasilien: 19,2 Milliarden Gigabyte – Mobiles Internet könnte zusammbrechen

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Gewaltiger Anstieg des Datenverkehrs erwartet (Foto: latinapress/IAP/Dietmar Lang)
Datum: 21. Januar 2014
Uhrzeit: 11:35 Uhr
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Exa-, Zetta- oder gar Yottabytes: Die Menge der digitalen Daten wächst weltweit rasant. Für die vom 12. Juni bis zum 13. Juli 2014 in Brasilien stattfindende Endrunde der „Fußball-Weltmeisterschaft 2014“ stehen die Organisatoren vor gewaltigen Herausforderungen, das mobile Internet könnte angesichts der erwarteten Datenflut zusammenbrechen.

Dank der Weiterentwicklung von 3G-und 4G-Tablets und dem steilen Anstieg bei der Nutzung von Smartphones wird im größten Land Lateinamerikas anlässlich des wichtigsten Sportereignisses des Jahres ein gewaltiger Anstieg des Datenverkehrs erwartet. Die Projektion für das Jahr 2014 liegt bei noch nie dagewesenen 19,2 Milliarden Gigabyte (GB). Experten warnen bereits vor einem extrem langsamen Datenverkehr und teilweisen Zusammenbrüchen des Netzwerkes.

In einem erste Schritt haben die fünf Mobilfunkbetreiber – Oi, Vivo, TIM, Claro und Nextel – eine Arbeitsgemeinschaft gebildet. Mit einer Investition von über 85 Millionen US-Dollar soll die Infrastruktur (Antennen, Kabel und Router) in den Stadien, in denen die Spiele der Fußball-WM stattfinden, ausgebaut werden. „Jeder will Bilder und Videos aufnehmen und sie gleichzeitig hochladen. Zu Spitzenzeiten wird es deshalb zu einem Stau und sehr langsamen Datentransfers kommen – es gibt kein Entkommen aus diesem Szenario“, räumt der Direktor eines der Telekommunikationsunternehmen, der anonym bleiben wollte, ein.

Neben Investitionen in den Stadien wird das Umfeld an einen Kriegsschauplatz erinnern. Es wird geschätzt, dass jedes Telekommunikationsunternehmen mindestens vier Lastwagen mit Mobilfunkantennen in der Nähe der Arenen platziert. Die Technik wurde bereits weitgehend bei Veranstaltungen mit einer großen Konzentration von Menschen wie „Rock in Rio“ und an Silvester bei der „Copacabana Reveillon“ verwendet.

Die Regierung selbst räumt ein, dass die Nachfrage während der WM nicht vollständig befriedigt werden kann. Die Organisatoren weisen bereits jetzt darauf hin, dass es weltweit und nicht nur in Brasilien während Mega-Ereignissen zu Verzögerungen innerhalb der Netzwerkressourcen der Anbieter kommt. Bereits bei der Auslosung der Spielbegegnungen im November letzten Jahres erreichte der Datenverbrauch des Organisationskomitee und der Journalisten drei Terabyte – das entspricht 822.000 Fotos in hoher Auflösung (HD). Beim Konföderationen-Pokal, Mitte letzten Jahres, betrug der Datenverkehr nur im Presseraum 145 Terabyte – 39 Millionen Fotos und 2.900 Filme im HD-Format.

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