Devisenmangel in Venezuela: Fluggesellschaft setzt Inlandsflüge aus

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Unvermögen der Regierung betrifft alle Wirtschaftszweige (Foto: Archiv)
Datum: 21. Januar 2014
Uhrzeit: 16:57 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die private venezolanische Fluggesellschaft „Venezolana de Aviación“ hat mehrere kommerzielle Flüge für die inländischen Ziele Cumaná, Maturín, Puerto Ordaz und Porlamar ausgesetzt. Laut William Posada, Präsident der Airline, ist wegen des Mangels an Devisen die Funktionsfähigkeit von sechs der insgesamt neun Flugzeuge nicht mehr gewährleistet. Wartungsintervalle mussten verschoben werden, ebenfalls wurden aus manchen Maschinen fehlende Teile entnommen und bei anderen Fluggeräten eingebaut. Dadurch entstehen auch Verzögerungen zu den internationalen Zielen Panama und Santo Domingo (Dominikanische Republik), die jedoch bevorzugt bedient werden.

Laut Posada gibt es ebenfalls Schwierigkeiten, bei der Begleichung der Versicherungssumme. „Wir wurden zur Aussetzung dieser Flüge gezwungen. Die für die Devisenzuteilung staatliche Stelle hat uns seit Monaten keine US-Dollar angewiesen und unser Versicherungsschutz verfällt zum 23. März“.

Von der Misswirtschaft und dem Unvermögen des linksgerichteten Regimes bleibt kein Wirtschaftszweig in Venezuela verschont. Im erdölreichsten Land der Welt besteht seit dem Jahr 2002 eine strenge Devisenkontrolle, die dazu führt, dass venezolanische Importeure die zur Bezahlung an den ausländischen Lieferanten benötigten Devisen noch vor Versand der Ware beantragen müssen.

Zuständig dafür ist Devisenbehörde CADIVI, welche nach inner-venezolanischer Überprüfung (mangelnde oder nicht vorhandene lokale Produktion) die Devisenzuteilung autorisiert. Diese ineffiziente Praxis führt vermehrt dazu, dass venezolanische Firmen Schulden bei ihren ausländischen Lieferanten in Milliardenhöhe anhäufen, Zahlungsrückstände von mehr als 250 Tagen sind trotz Leugnen der Regierung Tatsache.

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  1. 1
    Martin Bauer

    CADIVI verweigert schon lange die allermeisten berechtigten Devisen Ansprüche, sowohl der Wirtschaft, als auch von Privatpersonen. Meine Familie hat seit Jahren auf alle Anträge nur verlogene Sprüche zu hören gekriegt, aber keinen Cent des Euro oder Dollar. Gut, wir sind zum Glück darauf nicht angewiesen. Aber dass exklusiv die roten Verbrecher und Tagediebe sich Devisen im Milliardenhöhe fast zum Nulltarif genehmigen, während 95% des Volkes wertloses Spielzeuggeld erhält, ist unerträglich.

    Eine Airline mit solchem Fluggerät, wie auf dem Foto, sollte man in jeden Fall schliessen. Diese Triebwerke von vor 45 Jahren sind in Europa schon seit vielen Jahren wegen extremer Lärm- und Abgasentwicklung verboten und für die Airline äusserst unwirtschaftlich. Offenbar hatten die zu lange zu viel Geld oder zu billigen Treibstoff.

  2. 2
    Herbert Merkelbach

    M. M. nach zerbröckelt Schritt für Schritt das „Paradies“ des Sozialismus des 21. Jahrhunderts.

  3. 3
    que chevere

    hatte man nicht unlängst angekündigt den Tourismus ankurbeln zu wollen, muss sich dann wohl um die öko Variante handel. Ist doch ökologisch korekter aufnem Esel durchs Land zu reiten. Man sieht mehr von Land und Leuten. Hin und wieder könnte man auch mal den Bus nehmen, sofern ein Busfahrer verfügbar ist… aber obacht, nicht vergessen den Zeigefinger immer am Abzug halten, damit`s kein todsicheres Vergnügen wird…

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