Lateinamerika: EU-Handelskonflikte – Von der Banane zum Solarmodul

Datum: 22. Januar 2014
Uhrzeit: 09:53 Uhr
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Autor: Redaktion
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Handelskriege sind weder gut für die Wirtschaft noch für die beteiligten Hersteller und Verbraucher. Trotzdem setzen manche Länder aufgrund von Gesundheitsrisiken oder unfairem Wettbewerb Handelsbarrieren ein. Am Dienstag (21.) diskutierte der Ausschuss für Internationalen Handel, wie sich die EU gegen Dumpingpreise und hochsubventionierte Produkte schützen kann.

Im vergangenen Jahr hatte die EU einen Strafzoll auf chinesische Solarmodule erhoben, nachdem Produzenten aus China die Solarpaneele aus EU-Sicht zu unzulässig niedrigen Preisen anboten. China reagierte und verhängte einen Strafzoll auf europäischen Wein aufgrund von staatlichen Subventionen. Im Dezember legten die EU und China ihren Streit bei und einigten sich darauf, dass chinesische Hersteller von Solarmodulen und deren wichtigsten Bestandteilen ihre Produkte nicht unter einem Mindestpreis in der EU verkaufen dürfen.

Bananen bewegen die Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA. Die EU erhebt keine Zölle auf Bananen aus ehemaligen europäischen Kolonien in Afrika, der Karibik oder dem Pazifik, um in diesen Ländern die Wirtschaft anzukurbeln. Das verärgerte viele große Bananenbauern in Lateinamerika, die meistens von US-amerikanischen Unternehmen geleitet werden.

Die USA beschwerte sich darüber bei der Welthandelsorganisation (WHO) und verhängte Strafzölle gegen Käse und Kaschmir aus Europa. Schließlich stimmte die EU zu, die Zölle für südamerikanische Bananen zu senken, um ihnen die Chance zu geben, mehr nach Europa zu exportieren.

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