Der Rotfeuerfisch ist ein Problem auf den Bahamas
Er zählt zu den giftigsten Tieren weltweit. Ein Stich durch einen seiner Stacheln an der Rückenflosse ist sehr schmerzhaft und kann unter Umständen sogar tödlich sein. Viele Taucher können ein Lied davon singen.

Feuerfische leben in Fels- und Korallenriffen des tropischen Indopazifik und des Roten Meeres. In letzter Zeit hat man Feuerfische allerdings auch im westlichen Atlantik, an der Ostküste der USA, von Florida bis New York und der Dominikanische Republik gefangen. Man geht davon aus, dass die Fische von Meerwasseraqurianern ausgesetzt wurden, oder mit dem Ballastwaser von Schiffen eingeschleppt wurden.
In den Gewässern rund um die Bahamas hat sich die Population des Feuerfisches in den letzten Jahren stark vergrößert. Da er keine natürlichen Feinde in den Gewässern der Bahamas hat, selbst Haie weichen ihnen respektvoll aus und Zackenbarsche, eigentlich die natürlichen Feinde der Rotfeuerfische selten geworden sind, vermehrt er sich sehr schnell. Taucher können die wunderschönen Stachelflosser recht häufig auf ihren Tauchgängen antreffen. Naturschützer gehen davon aus, dass der Fisch aus Süd Florida eingeschleppt wurde.
Allerdings bereitet er nicht längst jedem Freude. Die Fischer auf den Bahamas haben ihre liebe Not mit dem gefräßigen Räuber. Er frisst den Fischern einfach ihre Barsch und Hummerbestände vor der Nase weg. Der Barsch, eigentlich ein Feind der Rotfeuerfische ist auf den Bahamas stark überfischt. Nun hat das das Department of Marine Resources die Not der Fischer erkannt und ihnen einen Vorschlag gemacht.
Das Fleisch des Lion Fish, oder auch Rotfeuerfisch, ist essbar. Durch das kochen im heißen Wasser verliert es sein Gift. Die Fische sollen nun verstärkt mit Netzen und Speeren gejagt werden. Das Fleisch kann in Restaurants und auf Markten verkauft werden.
Der Director of Marine Resources, Michael Braynen, wies darauf hin, dass die Bahamas National Trust Workshops und Demonstrationen durchführt, auf denen man lernt, wie Rotfeuerfische für den persönlichen Verbrauch vorbereitet und ihnen ordnungsgemäß und sicher die giftigen Stacheln entfernt werden. “Wenn es uns gelingt, die Fischer zu mobilisieren und sie feststellen:” Ich kann von mit dem Fang der Rotfeuerfische Geld verdienen”, dann werden sie gehen und den Rotfeuerfisch fangen”, so Braynen.
Inzwischen ist das Fleisch des Rotfeuerfisches ein kulinarischer Schrei auf den Bahamas geworden. Bisher wurden über 800 Tiere gefangen und in Restaurants serviert. Die örtlichen Behörden sind optimistisch, dass durch diese Maßnahme der Bestand des Fisches weiter reduziert werden kann.
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