Venezuela: Geschenke für das Ausland übersteigen Schulden im eigenen Land

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Fast alle produktiven Sektoren leider unter der Misswirtschaft (Foto: Archiv)
Datum: 02. Februar 2014
Uhrzeit: 11:00 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das venezolanische Regime hat den Regierungen von Kuba, Nicaragua, Bolivien und Ecuador in den letzten Jahren 24,7 Milliarden US-Dollar für verschiedene Projekte zur „Verfügung“ gestellt. Gleichzeitig belaufen sich die Schulden bei ausländischen Unternehmen auf über 10 Milliarden US-Dollar. Dies berichtet Orlando Zamora, ehemaliger Leiter der Abteilung Währungsrisikoanalyse der venezolanischen Zentralbank „Banco Central de Venezuela“.

Demnach hat die Devisenbehörde CADIVI ausstehende Schulden bei verschiedenen nationalen und internationalen Fluggesellschaften in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar, 2,4 Milliarden Verbindlichkeiten bei der Lebensmittelindustrie, 1,4 Milliarden bei Pharmaunternehmen und Importeuren von medizinischen Geräten, 550 Millionen (Chemiesektor) und 500 Millionen beim Abo-TV.

Fast alle produktiven Sektoren sollen unter ähnlichen Situationen leiden. Die Schulden von Zeitungsunternehmen bei ihren ausländischen Lieferanten betragen mehr als 100 Millionen US-Dollar, Zeitungspapier wird im erdölreichsten Land der Welt zur Mangelware.

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  1. 1
    Caramba

    Das beinhaltet noch nicht die neuen Markthallen, Strassen und Krankenwagen für Grenada, die Raffinerie und Infrastruktur oder das Krankenhaus in Dominica oder die Schulcomputer in St Vincent….
    Auf Schilder, die in venezolanischen Landesfarben für von der „bolivarianischen Revolution“ bezahlten Projekten werben, stösst man quer durch die ganze Karibik, und direkt (über billige Lieferung bei quasi kostenlosem Kredit) oder indirekt (über Dieselschmuggler in grossen „Fischerbooten“, die Sprit 50.000literweise zu den Inseln karren) profitiert auch die halbe Karibik vom Erdöl Venezuelas.

  2. 2
    Herbert Merkelbach

    Es wird nicht mehr lange dauern, dann wird Venezuela ein Moratorium so wie Argentinien im Jahre 2001 erklären müssen. Ich kann die Auswirkungen zum heutigen Zeitpunkt nicht abschätzen aber es werden noch härte Zeiten auf die Venezolaner zukommen.

  3. 3
    der Reisende

    Es spielt keine Rolle wie hart die Zeit kommen wird Hauptsache diese Voll-Trottel hier haben ihre PATRIA .

    • 3.1
      Caramba

      Leider muss ich zustimmen. Sprach gestern mit einer Verwandten……und bin entsetzt.
      Alles ist in Ordnung!
      Ihre Nichte wurde letzte Woche überfallen, aber das war nur ein Einzelfall, von Faschisten provozierte Gewalt.
      Sie hat keine Milch, keinen Kaffe und kein Kloopapier, aber das ist ok, denn Kaffee ist eh ungesund, ohne Kaffee braucht sie auch keine Milch…..und statt Kloopapier gibts Servietten.
      Man kann sich offenbar eine Situation schönträume, -reden oder – saufen, ich weiss nicht wie sie es macht, aber offensichtlich ist, sie begreift gar nichts, und leider auch offensichtlich ist, es gibt viele wie sie!
      Buenas noches patria…..

  4. 4
    Desc

    Na ja diese Vollpfosten werden dann mit ihren geklauten Moneten über alle Berge sein.
    Bluten wird die Befölkerung wie überall.

  5. 5
    Marvin Scott

    Mann, Venezuela steht doch im Krieg, im Wirtschaftskrieg! Da ist es doch normal, dass man auf manche Sachen verzichten muss. Und ist doch besser, in fremden Landen gelobt, geliebt und bewundert zu werden, als sich zuhause mit Kriminalität, Inflation und anderer Scheisse auseinander zu setzen….wenn man kein Klopapier hat.

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