Venezuela: Deutscher Tourist auf der „Isla de Margarita“ erschossen

tatort

Tatort auf der Isla de Magarita (Foto: Twitter)
Datum: 07. Februar 2014
Uhrzeit: 17:43 Uhr
Leserecho: 55 Kommentare
Autor: Redaktion
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Auf der zu Venezuela gehörenden Karibikinsel Isla de Margarita ist am Freitag (7.) um 13:00 Uhr Ortszeit erneut ein Tourist ermordet worden. Nach Berichten lokaler Medien kam der aus Deutschland stammende Urlauber mit einem Aida-Kreuzfahrschiff auf die Insel und wollte die Stadt Porlamar zu Fuß erkunden. „Wir bedauern den Vorfall, bei dem ein deutscher Tourist starb“, twitterte Tourismusminister Andrés Izarra.

aleman

Der 76-jährige Urlauber und sein ebenfalls aus Deutschland stammender Begleiter wurden gegenüber dem Einkaufszentrum „Sambil Margarita“ (Municipio Maneiro) von zwei Männern auf einem Motorrad angegriffen und ausgeraubt. Nach Berichten von Augenzeugen sollen sich die Opfer gewehrt haben. Der namentlich als Goldhahn Horst Kurt benannte Tourist wurde während einer Rangelei mit drei Schüssen erschossen, sein Begleiter mit Schussverletzungen in ein Krankenhaus (Clínica La Fe) eingeliefert. Nach der Tat flüchteten die Räuber mit den Habseligkeiten ihrer Opfer unerkannt.

vebetzela-mordrate

Venezuela will den Tourismus massiv ausbauen und eine Alternative zur dominierenden Erdöl-Industrie schaffen. Allerdings leidet das linksregierte Land unter veralteter Infrastruktur und einer der höchsten Kriminalitätsraten der Welt. Diese Tatsachen sind mehr als abschreckend auf Touristen und sind mit dafür verantwortlich, dass immer weniger ausländische Besucher die Karibikinsel “Isla de Margarita” als Urlaubsziel wählen.

Der Jahresbericht der venezolanischen Nichtregierungsorganisation “Observatory of Violence” (OVV) zeigt einen Anstieg der gewaltsamen Todesfälle in Venezuela im vergangenen Jahr. Nach Statistiken der staatlich nicht kontrollierten/manipulierten Organisation starben 24.763 Menschen eines gewaltsamen Todes, 79 Todesfälle pro 100.000 Einwohner.

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  1. 1
    thor

    die gesamte illegale Regierungsclique gehört an die Wand gestelt und per Kopfschuss erschossen

    • 1.1
      Miguel

      dann bist keinen Deut besser als diese…

  2. 2
    helma

    GENAU SO IST ES, GEBE EUCH BEIDEN RECHT.MARGARITA , DAS WAR EINMAL EIN WUNDERBARES REISEZIEL DER DEUTSCHEN, NECKARREISEN.

  3. 3
    uli

    wann geht Venezuela endlich auf die Strasse ?

    • 3.1
      Caramba

      Was ich so in venezolanischen Medien höre, genau jetzt. In Merida und Caracas…..hab leider noch keine Einzelheiten.

      • 3.1.1
        Martin Bauer

        Das war doch wieder mal nur für eine Stunde lauwarme Luft, wie in all den Jahren davor auch. Protest passiert hier mit Bier, Musik und Rumba, bis der Hunger kommt. Die werden sich niemals ihrer Haut wehren, egal was sie erdulden müssen.

      • 3.1.2
        annaconda

        Seit Donnerstagabend Studentenproteste in Merida,mehere Verletzte.Gegen protestierende Demonstranten wird das ganze Unterdrueckungsarsenal aufgefahren.Die motorisierten bewaffneten Monster Kinder der Revolution,werden schlimmstenfalls zur Rehabilitation (Doktrination) nach Kuba geschickt.Deren „Ehrencodex“ schreibt vor,wenn Opfer nicht willig sind sich ausrauben zu lassen,duerfen sie wegen „Respektlosigkeit“ erschossen werden.Ja so verdreht ist die Welt im „revolutionaeren“ Venezuela.Raub gibt es mehr oder weniger ueberall auf der Welt,nur in Venezuela wird man wegen materiellen Dingen (Schuhe,Handy etc.) umgebracht.“Schoene Neue Welt?“ Das wird genauso den internationalen Turismus foerdern,wie die steandigen Enteignungsdrohungen, die angeblich erwuenschte nationale Investition in die Produktion.

    • 3.2
      der Reisende

      seit Monaten erdulden die Venezolanos stundenlanges Schlange stehen bei bis zu 40 Grad im Schatten fuer 2 kg Zucker und ein Huhn jedes Tier sucht bei diesen Themperaturen den Schatten. Uli was erwartest du von den Menschen hier ?
      Wenn man den VE sagt morgen gibt es Freibier dann gehen sie alle auf die Strasse sonst nicht.
      Und so wird es die naechsten Jahre weitergehen mit Schlange stehen und den anderen Annehmlichkeiten hier im Lande.

  4. 4
    Sensahannes

    Diese Nachricht wird von diesem faulen Dummvolk genau so ignoriert wie alles andere. Hoffentlich kommt bald keiner mehr. Werde dann wohl auch bald die Biege machen, da dieses Land meinen Kindern nicht die Zukunft bieten kann, welche ich ihnen gerne beschert hätte.
    Für dieses Land, das Volk und ganz besonders die Regierung kann man sich doch echt nur noch schämen.
    Meine herzlichste Anteilnahme.

    • 4.1
      Caramba

      Viel Glück, gute Entscheidung, denke ich. Machen Sie nur rechtzeitig…..
      Saludos
      dd

    • 4.2
      MarcoCalde

      „diesem faulen Dummvolk genau so ignoriert wie alles andere. “

      pfffff!

      • 4.2.1
        annaconda

        Seit 15 Jahren diktatorialische Verhaeltnisse,Verfolgung ,Unterdrueckung,willkuerliche Verhaftungen.Bei Hitlers Unterdrueckungsmaschinerie haben ja auch nicht mehr viele aufgemuckt.ANGST eben.Ich glaube nicht ,dass man da generell, diese Menschen als DUMM abgetan hat.Schlechte Bildung,schlechte Ernaehrung und das historische Gen fuer Unterwuerfigkeit vor jedem Uniformierten (eine Uniform bedeutet hier Freibrief fuer ungestrafte Delikte oder sagen wir mal so: Uniformierte sind legalisierte Verbrecher) ist wohl mehr das Motiv fuer Resignation,denn Dummheit.Wer weiss, wie venezolanische Gefaengnisse von innen aussehen und dass man wegen jedweder Protesthaltung eingelocht wird,der ueberlegt es sich .Wenn man sieht wie brutal die Proteste der Studenten der letzten Tage unterdrueckt werden,der versteht was ich meine.

      • 4.2.2
        Martin Bauer

        Unter Hitler wurden, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, rund 40.000 Personen wegen politischen Wiederstandes liquidiert, nicht gerechnet ausländische Widerstandskämpfer in besetzten Ländern. Leider hat es nichts genutzt. – Ich kann nicht erkennen, dass man hier solche Risiken einzugehen bereit ist. Ich erwarte auch nicht gerade kollektiven Selbstmord von den Venezolanern. Aber ohne Gewalt und Risiko werden sie die rote Pest nicht los. Und jedes weitere Jahr mit denen kostet die Menschen mehr, nicht zuletzt auch Leben.

  5. 5
    Marvin Scott

    Ein Desaster für den Tourismus und ein weiterer Selbstmord ist im tun: Schliessung der Toyota Fabrik mangels Dollar/Teile. Unfassbar diese Dummheit und das Schlimmste: Die Idioten sind weder einsichtig noch lernfähig.

  6. 6
    Gast.

    Ich schäme mich für die Venezulaner,aber was will man nach 14.Jahren pro Kommunistischer
    Erziehung erwarten??
    Das in der Regierung nur Verbrecher sind ist bekannt,auf kleiner Ebene wird das regieren von
    Prans,Maladros,Alcadias, Polizei,Militär,fortgesetzt.
    Vor ein paar Tagen sprach mich ein Parkplatz-Nachbar an ob wir ihnen nicht einen kleinen
    Adolf ausleihen könnten??

  7. 7
    Marlene Bertone

    Schlimm ist es, wenn sich in Venezuela „Förchen“ verblödete Dumpfbacken darüber unterhalten. „Es ist eine Nebenstrasse in der ich noch nicht mal durchgehen würde und erst recht nicht mit einem Fotoapparat in der Hand.

    Diesen Vollpfosten würde ich als Familienangehöriger einen vor den Latz knallen. Zum Glück ist deren Mitgliederzahl mehr als bescheiden, was schon alles aussagt.

  8. 8
    Michael B.

    Man sollte dem Schiffsbetreiber eine Mitschuld an dem tragischen Vorfall geben und ebenfalls zur Verantwortung ziehen. Wenn das Kreuzfahrtschiff den Touristen einige Verhaltensregeln erklärt hätte, z. B. niemals mit einem Räuber kämpfen, dann wäre der Herr Goldhahn wahrscheinlich heute noch am Leben und sein Begleiter unverletzt. Wertsachen lassen sich ersetzen, aber Menschenleben nicht.

    Die Mordrate in Venezuela ist sehr hoch und Bedarf zur Reduzierung weiterer Schritte. Aber 25.000 pro Jahr sind es auf keinen Fall. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der Chef der OVV ein großes Ressentiment gegen die derzeitige Regierung hegt und selbst vor Statistikfälschung nicht zurüchschreckt. So weist die OVV z. B. Verkehrstote und Menschen mit einem Herzinfarkt als Mordopfer aus. Man sollte die Zahlen nicht schönreden und weitere Polizisten und Militäreinheiten auf die Straße schicken. Obwohl die venezolanische Regierung seit April letzten Jahres in Sachen Sicherheit einiges bewegt hat, werden immernoch 12.000 Menschen im Land ermordet.

    • 8.1
      MarcoCalde

      Erstens halte ich das Militär nicht gerade für eine gute Wahl. Es ist nicht die Aufgabe des Militärs für die innere Sicherheit zu sorgen, zumal dafür die die meisten Soldaten auch nicht ausgebildet sind. In den meisten Fällen kann das nur schiefgehen. Es mag zeitlich-begrenzte! Ausnahmen geben, bei denen man das befürworten kann. Die Lösung kann jedoch nicht sein, dass Land unter militärische Aussicht zu stellen.

      12k Morde? Daran glaubst du doch nicht wirklich, oder? Das sind doch die Zahlen von dem Herrn, der vor einigen Jahren die Kriminalität in einen CNN Interview heruntergespielt hat. An seine verächtliche und arrogante Lache kann ich mich immer noch erinnern.
      Ob es 25k Morde pro Jahr sind kann ich nicht sagen. Wenn ich mich recht erinnere lag die Anzahl 2009 aber bei ca. 20k. Seit dem wurden glaube ich keine offiziellen Zahlen mehr bekannt gegeben. Irgendjmd behauptete mal das mit Patria Segura die Morde um 40% zurückgegangen sind. Und das nach 4 oder 6 Wochen Programmzeit. Das kann mir keiner erzählen! Dafür ist Kriminalitätsbekämpfung viel zu komplex. Da geht es nicht nur um die Personenanzahl auf der Straße, sondern auch um ein funktionierendes Jusitz- und Polizeisystem, Maßnahmen zur Prävention und Resozialisierungsprogramme und … und … Wer die Zahlen des Herrn Minister glaubt, ist meines Erachtens wirklich naiv.

  9. 9
    Fernando

    … wirklich tragisch dieser Unfall. Wenn man aber den Beitrag im spiegel-online liest, könnte es sein, dass das Opfer erzufällig in eine Schießerei geriet.

  10. 10
    Mannfred Knobloch

    Fakt ist, der Mann wurde außerhalb des Einkaufszentrums erschossen. Mein Sohn war anwesend und hat das ganze beobachtet. Meldungen in ausländischen Zeitungen sind diesbezüglich – wieder mal–falsch. Äußerungen in Foren oder linken Gazetten sind – wie immer- nicht zu beachten. Ebenfalls handelte es sich um keine dunkle Seitenstraße, wie manche – wie immer von außerhalb– von sich geben.

  11. 11
    joe

    ein taxifahrer der vor ort war hat das eher so geschildert dass der mann nicht verstanden hat was “ quitate la cadena“ bedeutet und deswegen erschossen wurde. Das wird sich hier noch ganz fies entwickeln. Die rote lepra bekommt das nicht mehr in den Griff und es steht ein unangenehmes Jahr bevor. Wer kann sollte schauen , dass er Land gewinnt und der AIDA kann man nur raten nicht mehr hier anzulegen, so leid es mir tut fuer die ganzen guten Leute im Tourismusbereich ,die es auch gibt. Schade wenn der Eindruck entsteht dass hier alle faul und verbloedet sind aber ich kann das so aus meinem Umfeld gar nicht bestaetigen- im Gegenteil. Kommt halt auch immer darauf an mit wem man sich umgibt und abgibt.

  12. 12
    Martin Bauer

    Ganz allgmein bemerkt, ohne den aktuellen traurigen Vorfall bewerten zu wollen, dessen Hergang wiedersprüchlich geschildert wird:
    Mir kommt schon seit langer Zeit jedesmal das Grausen, wenn ich sehe, wie Ströme von Menschen sich in grenzenloser Naivität und auffälliger Touristenkleidung aus dem Bauch eines Kreuzfahrtschiffes in eine ihnen fremde Kultur ergiessen, für die sie keinerlei Sensibilität besitzen und diese auch nicht entwicklen wollen. Was glauben die, was passiert, wenn eine Gruppe dünnhäutiger Maden einen Ausflug in einen Ameisenbau macht…?
    Viele Europäer und Nordamerikaner begreifen nicht, dass weder der Reiseveranstalter, noch eine Versicherung, noch die von der Polizei geschützen Grundrechte daheim ihnen auch nur den geringsten Schutz bieten, wenn sie ihr „Reservat der sozialen Illusionen“ verlassen und den brutalen Gesetzen des Lebens, fressen oder gefressen werden, eigenverantwortlich gegenüberstehen.
    Man könnte den Reiseveranstaltern einen Vorwurf daraus stricken, falls sie über die Risiken nicht angemessen informieren. Doch ein erwachsener Mensch mit etwas Grütze im Kopf und einem Rest an Urinstinkt sollte sich diese Informationen im eigenen Interesse selber besorgen. Schliesslich ist jeder zunächst einmal selber für sich und seine Sicherheit verantwortlich. Aber lernfähig sind oft nicht mal diejenigen, die einen durch eigene Blödheit provozierten Raubüberfall überlebt haben. Die lamentieren und suchen die Schuld überall, nur nicht bei sich selber.

  13. 13
    Wolfgang

    Auch wenn jetzt wieder die Hasstiraden auf mich einschmettern werden: Der Vorfall von gestern ist umso tragischer fuer Margarita, weil er einen schrecklichen Rueckschlag darstellt. Seit Mata Figueroa Gobernador ist, ist vieles besser geworden, sauberkeitstechnisch, muelltechnisch, infrastruktur technisch und auch sicherheitstechnisch. Fuer den Mist, der aus Caracas kommt, kann er nur parteitechnisch etwas. Ich fuehle mich hier jedenfalls sicherer als in meiner ehemaligen Heimatstadt Berlin. Gegenueber dem, was da seit Jahren abgeht (das meiste wird offiziell totgeschwiegen) ist das hier die Insel des himmlischen Friedens.

    • 13.1
      MarcoCalde

      ist der Zeitraum dafür für so eine Bewertung nicht ein bisschen kurz?

    • 13.2
      fideldödeldumm

      In welcher Sparte der Tourismusbranche arbeiten Sie? Glauben Sie im Ernst, dass Sie mit Ihren Vergleichen noch Touristen aus dem Tal der Ahnungslosen anlocken können?

    • 13.3
      Fernando

      Sehe dies ähnlich wie Wolfgang. Kann es sein, dass viele, die sich hier aufregen, gar nicht in Venezuela leben.

      Auch so: Bin nicht aus der Tourismus-Branche.

      • 13.3.1
        Wolfgang

        @Fernando … Es scheint fast so zu sein. Obwohl es auf dem Festland oft erheblich anders aussieht, in Vargas oder Gran Caracas will ich auch nicht leben muessen. Jedenfalls momentan nicht. In Deutschland aber auch nicht, davon abgesehen.

      • 13.3.2
        MarcoCalde

        Caracas ist bzw. könnte eine tolle Stadt sein. Ich habe mich dort eigentlich immer wohl gefühlt – aber das ist ja immer Geschmacksache.

      • 13.3.3
        Fernando

        Ich wohne zum Beispiel in Caracas, Los Naranjos, Baruta. Für mich ist Caracas eine tolle Stadt. Man muss sich allerdings etwas an die Spielregeln halten. Aber hierum geht es ja nicht. Wie gesagt, mein Eindruck ist, dass die meisten, die sich über den bedauerlichen Vorfall auf der Isla de Margarita beklagen, Venezuela nur aus diesem Nachrichtenportal her kennen.

      • 13.3.4
        MarcoCalde

        haha, ich dachte mir gerade das kennst du doch. Stimmt aber gar nicht. Ich bin da immer nur vorbeigefahren, weil das Mädel mit ich damals ausgegangen bin in den Colinas de Tahona lebt. Hätte ich das mal gewusst, wäre ich mal auf ein Polarcita vorbeigekommen ;)

        Ich habe damals an der Prado del este (Santa Ines) gewohnt, wobei ich bevorzugt hätte mehr im Zentrum zu wohnen. Chacao oder so.

        Eigentlich hatte ich ja geplant diesen Monat wieder nach CCS zu fliegen, weil ich meine Tesis in Sucre machen wollte, aber Vzla ist momentan einfach zu unberechenbar, von daher schwenke ich gerade auf Brasilien um.
        Das traurige ist eben, wenn Vzla eine Perspektive bieten würde, würde ich sofort wieder für einige Jahre zurückkommen, aber momentan sehe die Möglichkeit eben nicht.

  14. 14
    annaconda

    Ja vor vielen,vielen Jahren war es eine Insel des himmlischen Friedens,da konnte man noch nachts Strandspaziergaenge machen.Ist Wolfgang vielleicht mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit gereist?

    • 14.1
      Fideldödeldumm

      Wolfgang hört sich eher so an, wie die Personen aus dem Schönfärber-Forum, die sich Freunde Venezuelas nennen und wo der Forenbetreiber in Doppelfunktion tätig ist. Ich habe zum Teil Verständnis für diese Leute, da sie ja irgendeinen Nutzen aus der Situation in Venezuela ziehen oder von bestimmten Gegebenheiten abhängig sind. Auch fällt es vielen nicht einfach zuzugeben, dass man nach dem derzeitigen Stand mit der Umsiedlung nach Venezuela ins Klo gegriffen hat. War für mich auch nicht einfach, als ich vor 10 Jahren wieder in Deutschland auf der Matte stand und sagte, hier bin ich wieder. Musste mir einige hämische Sprüche gefallen lassen. Aber im Nachhinein war das die beste Entscheidung unseres Lebens. Meine Frau war jetzt im Oktober in Venezuela, da es der Oma gesundheitlich nicht so gut ging. Sie sagte, es war schlimm. Die normalen Leute haben alle Angst. Früher wurde vor dem Haus an der Straße gesessen, Bierchen getrunken und geredet. Heute sitzt man drinnen, am besten von der Haustür weit weg, damit sich kein Querschläger verirren kann. Und das nicht in einem Barrio, sondern in einem normalen guten Wohnviertel in Cumana. Schwimmen sind sie auch nur ins Hotel gegangen, wo noch Strand dazu gehört, der bewacht ist. Wenn es dunkel ist, verlässt kaum noch einer zu Fuß das Haus. Weil sich die Familie so verhält, haben sie noch kein Opfer zu beklagen, außer ein paar entfernte Verwandte, die aber in Caracas lebten. In der Straße selber sind die letzten 2 Jahre 6 Leute erschossen worden.
      Der tote Deutsche hat sich sicher nicht der Situation angemessen verhalten. Trotzdem ist der Tourismus in Venezuela momentan nicht ratenswert und ein Aufenthalt dort ist extrem fahrlässig. Wer was anderes sagt, macht sich mitschuldig am Tot anderer Menschen.

      • 14.1.1
        Wolfgang

        @fidel … Also wenn ich es nicht jeden Tag anders erleben wuerde ( und ich laufe nicht mit der gelb blau roten Sonnenbrille herum) dann wuerde ich dir deinen Post ja glauben … Aber meine persoenliche Erfahrung ist eine komplett andere. Es gibt sogar wieder Leute, die aus D hierher kommen und bleiben wollen. Die wissen, dass VEN keine Insel der Glueckseligkeit ist! Von einem der Neuzuzuegler stammt der Satz “ fuer uns ist das gut, dass das Image von VEN in Europa so mies ist, sonst kaemen die ganzen Voegel ja auch her ! Wir sind froh, dieses Pack nicht mehr um uns haben zu muessen“ . Fuer mich ist D auch keine Option, ums verrecken nicht.

      • 14.1.2
        Fernando

        Wolfgang, du siehst, dass meine Vermutung gar nicht so falsch war. Derjenige, der sich in dieser Diskussion am meisten echauffiert, lebt nicht nur nicht in Venezuela, sondern war – wie man dies ja lesen kann – schon 10 Jahre nicht mehr dort und erzählt uns nun Dinge, die er über andere Leuten von anderen Leuten gehört hat.

      • 14.1.3
        MarcoCalde

        @Fernando: die meisten hier im Forum wohnen glaube ich immer noch in Vzla.

        Ich bin seit ca. 2 Jahren wieder zurück in DE, aber umzu wissen das Maduro das Land vollends in den Bankrott führt, dafür muss ich nicht in Vzla sein, sondern mir immer mal wieder einige Reden von Ihm anhören. Dazu kommen noch diese ganzen Gespenster vom Wirtschaftskrieg usw… oder die Lügen, dass die Regierung angeblich in den letzten 12,24,36 Monaten Hunderttausende Wohnungen gebaut haben soll.

        Zudem kommt noch, dass die meisten meiner Kommilitonen versuchen das Land zu verlassen. Jedenfalls diejenigen, die die Möglichkeit haben. Irland, USA, Canada, Portugal, Italien usw…, weil sie in Vzla keine Zukunft mehr sehen. Ich kann das auch wirklich verstehen!

    • 14.2
      Fernando

      … daran habe ich auch keinen Zweifel. Aber diejenigen, die jammern, wohnen eher nicht in Venezuela. Das haben wir alle doch an dem Beispiel desjenigen gelesen, der schon mindestens 10 Jahre nicht mehr in Venezuela war.

      Das der Maburo das Land erfolgreich gegen die Wand fährt ist sicherlich unstrittig?

  15. 15
    Fideldödeldumm

    Ja Wolfgang, für Sie ist es das Paradies. Sie haben keine Versorgungsprobleme, da es alles im Überfluss gibt. Sie können sicher – wie ich auch – im Supermarkt zwischen 4 verschiedenen Sorten Frischmilch wählen zum Preis von 60 Cent – 1 Euro. Aber Ihre Milch schmeckt sicher besser, da ja die Kühe in Venezuela viel glücklicher sind.

    Es ist halt alles Ansichtssache. Ich kannte mal jemanden, der wurde Hühner-Johnny genannt und lebte mit Frau und Kind in einem Barrio vor Porlamar. Wenn ich da alleine rein gegangen wäre, dann wäre ich wohl nur mit Unterhose bekleidet wieder rausgekommen. Aber Hühner-Johnny kam da klar, war in der Nachbarschaft beliebt und fühlte sich dort wohl. Wo ich mich aufgehalten habe, war es damals auch nicht ungefährlich. Wenn Bekannte vom Millionärshügel der playa el agua zum Kartenspielen bei uns in Porlamar waren, da musste ich sie von unserem Laden zum Auto bringen, weil sie sich unsicher fühlten. Ich habe darüber auch nur schmunzeln können, weil ich die Angst für weit überzogen hielt. Aber heute weiß ich, dass da jeder ein anderes Empfinden hat. Und mit Abstand sieht man die Situation wieder ganz anders.

    Lassen Sie es sich in Venezuela gut gehen. Aber empfehlen Sie dieses Land nicht als Urlaubs- oder Einwanderungsland.

    • 15.1
      Fernando

      Wolfgang, du siehst, dass meine Vermutung gar nicht so falsch war. Derjenige, der sich in dieser Diskussion am meisten echauffiert, lebt nicht nur nicht in Venezuela, sondern war – wie man dies ja lesen kann – schon 10 Jahre nicht mehr dort und erzählt uns nun Dinge, die er über andere Leuten von anderen Leuten gehört hat.

      • 15.1.1
        Fideldödeldumm

        Fernando aka Cacique aka Tintenherz aka was weiß ich noch, Sie sollten Lesen lernen. Wo habe ich geschrieben, dass ich seit 10 Jahren nicht mehr dort war? Von Ihnen kommt immer die gleiche dumme Argumentation wie in ihrem Forum. Leute mit ein bißchen Hirnschmalz werden aber trotzdem die Tatsachen erkennen.

    • 15.2
      Wolfgang

      @fidel … Ob es Milch gibt ist mir sch…egal, wg. Laktoseintoleranz. Und wenn es welche gibt , kostet die 6 cent und nicht 60 oder mehr wie in D. Fuer ein Mal tanken im schoenen Alemana kann ich hier fast 7 Jahre fahren. Aber das ist alles off topic jetzt, damit sollten wir es bewenden lassen. Der Millionaershuegel ist uebrigens in La Mira.

      • 15.2.1
        annaconda

        Also wenn du Laktoseintoleranz hast,dazu noch ne Leberzirrhose,sowie Weizeneiweissunvertraeglichkeit,dazu ein Analekzem welches dir den Gebrauch von Toillettenpapier nicht erlaubt,keine Zeitung liest, da es die nicht gibt, bist du bestimmt am richtigen Ort.Darueberhinaus musst du ein Superauto haben,welches nur Benzin braucht,denn Ersatzteile,Batterien,Motoroel ist auch knapp.Aber das Benzin ist billig und schmutzig,da kann ich stundenlang durch die Gegend tuckern(wenn sie mir nicht ein paar Miguelitos vor die Reifen schmeissen um mich zu ueberfallen) und da ist es auch egal, wenn ich fuer eine alte Kiste noch 10000Dollar bezahlen muss,dass sind ja nur ca.253 Monate oder 21 Jahre Mindestlohn! Aber macht ja nichts,die Devisen stehen gut fuer die Auslaender und den Rest um sich herum kann mann deshalb vergessen,denn Alkohol und Drogen gibt,s ja noch billig.Von daher betrachtet ist,s das Paradies.

      • 15.2.2
        Fernando

        … mir ist es auch nicht so wichtig, ob es Milch gibt. Ich verstehe manchmal nicht, welche Probleme Deutsche, die nicht in Venezuela leben, mit den Lebensbedingungen oder mit der Versorgungslage in Venezuela haben.

      • 15.2.3
        Caramba

        Genau, annaconda, und vermutlich sind die Herren Single, oder locker mit einer hübschen jungen Einheimischen liiert. Das Paradies eben, da kann man schon ein Auge zudrücken und sich den Rest schönreden, – saufen, – schnupfen und – …. oder was auch immer. Kinder können sie keine haben, denn sonst wären Milch und Hygieneprodukte schon eher dringend – wer schon mal Stoffwindeln gewaschen hat, weiss wovon ich rede.
        Das funktioniert so lange, bis es einen selbst mal erwischt – da hilft dann auch die Chavista-Sonnenbrille nix.
        Saludos

  16. 16
    Der Bettler

    Also jetzt reicht es aber,ich wohne seit knappen 20 Jahren auf der Isla,und es ist genau so beschi…..
    hier wie von vielen kommentiert.Wenn man wie Wolfgang nichts mehr zu sich nehmen kann,daß Allergien auslöst,lebt es sich schon leichter,was Lebensmittelbeschaffung betrifft.Fast jedes Geschäft hat nur mehr offen,wenn es eine Lieferung von nicht vorhandenen Lebensmittel gibt,und das sind einige in unserem Ort.Mich stundenlang in die Schlange zu stellen um ein paar Nudeln,oder Gemüse zu kaufen habe ich bei Gott keinen Bock.Was den Tourismus angeht,so ist die Insel fast Europa frei.Wem wunderts,auch die Hotels haben Versorgungsprobleme,und dazu noch unsicher geworden.Abends noch auszugehen grenzt fast schon an Selbstmord.Wer hier noch die Insel einen Touristen anpreist, ist im hohen Grade unverantwortlich .

    • 16.1
      Martin Bauer

      Das sehe ich ganz genauso. Ich lebe nun schon so lange in Venezuela, und habe mich lange Zeit wirklich wohl gefühlt. Zweck meiner Auswanderung war ja einst, mein Leben zu verbessern, nicht ein hoffnungslos versautes Land. Doch Stück für Stück haben die Roten tatsächlich ein Drecksland daraus gemacht. Ich musste kürzlich, notgedrungen, 12 Monate in Deutschland verbringen. Ich habe nun wirklich den direkten Vergleich. Einen Teil davon war meine Frau mit mir. Dies war unsere schönste Zeit seit Jahren. Die Lebensqualität ist in D. und einigen Nachbarländern höher denn je. Gut, die Steuern auch, und das Klima wird nicht besser. Aber die Rückkehr nach Venezuela war wie ein Schlag in die Magengrube. Berge von Müll, nichts in den Läden, kein Bier in den Restaurants (ausser der miesen Maisbrühe Light), Strom und Internetzugang ist Glückssache, nachts auf den Strassen Gekreisch von Besoffenen und Schlimmerem. Willkür der illegalen Regierung in allen Bereichen und keine Chance, per Justiz irgendwo Recht zu bekommen! Die Frage, warum wir uns das für den Rest unseres Lebens antun sollen, stellt sich nicht mehr, denn wir bereiten endgültig die Umsiedelung nach Europa vor. In weiser Voraussicht habe ich hier in nichts investiert, was man nicht problemlos im Flugzeug transportieren könnte.

      • 16.1.1
        MarcoCalde

        Martin, aber man die beiden Ländern doch gar nicht vergleichen – weder historisch noch kulturell noch sozial.

        Ich verstehe jeden der von Vzla wegzieht, aber man muss auch sagen, dass Deutschland auch seinen Preis für den Wohlstand zahlt. Ich könnte dir da so einige Erfahrungen erzählen, was es aber ganz gut trifft ist ein Beispiel von meinem Ex Mitbewohner. Der jobbte mal eine zeitlang für Porsche. Die haben dem glaube ich damals 16 oder 18€/h gezahlt, was für einen Studenten wirklich sehr gutes Geld ist, aber glaub bloss nicht, dass die Ingenieure und Designer dort um 17/18 Uhr den Stift fallen lassen. Die sitzen nicht gerade selten noch bis 21 oder 22 Uhr im Büro. Bei vielen Architekten sieht das nicht anders aus. Ich habe als Praktikant auch mehr als die 40h gearbeitet. 20/21Uhr sind keine Seltenheit. Im Ingenieurbüro war ich auch teilweise mal Sa oder So im Büro.

        Was mich aber am meisten stört ist die kontinuierliche Schlechtmacherei und den Umgang mit Angestellten z.B. im Einzelhandel oder bei der Bahn. Jedesmal wenn so ein Wichtigtuer im ICE rumschreit, denke ich mir „jetzt bitte ein Ticket (solo ida)“! Es geht auch nicht mehr viel zusammen, gerade bei den älteren Generationen. Früher war das mal anders. Da gab es z.B. viele Stammtisch – heute kaum noch!

        Auf der anderen Seite verdienen die meisten Menschen in DE nicht schlecht, können in den Urlaub fahren und haben eben einen gewissen Wohlstand und das meiste im Vergleich zu anderen Ländern funktioniert gut.

        Es gibt eben immer zwei Seiten. Ich mag Lateinamerika weil ich mit den Leute immer sehr gut zurecht kam. Ein bisschen Chaos stört mich auch nicht. Und dort kann man auch mal die Seele baumeln lassen.

    • 16.2
      Wolfgang

      @MarcoCalde … ich wollte mich ja eigentlich nicht mehr aeussern, aber anscheinend ist das hier ja jetzt das „Alemana Schoenfaerber Vollpfosten Forum“ :-) Da kann man gewisse Dinge natuerlich nicht unwidersprochen lassen:
      Wahrheit 1: im schoenen D gehen die Realloehne seit rd. 15 Jahren stetig zurueck. Auch wenn sie jetzt mal wieder rd. 4% mehr bekommen im Branchenschnitt, wird dieser Zuwachs von der „stillen Inflation“ und dem zutiefst ungerechten „Mittelstandsbauch“ in der EInkommensteuer mehr als kompensiert. Wahrheit 2: Es gibt wohl kein zweites Land auf der Welt, das seine Buerger so ultrabrutal abzockt. Strom zB ist in den letzten 3 Jahren um ueber 40% teurer geworden, es gibt Millionen Haushalte, die ihre Stromrechnung kaum noch oder gar nicht mehr bezahlen koennen. OBWOHL Strom auf den Spotmaerkten so billig ist wie lange nicht mehr. Ueber 52% Steuern und Abgaben auf den Strompreis ist nur noch blanke Abzocke – und keinen der Politschergen interessiert es (O-Ton Sigmar „Harzer Roller“ Gabriel: Die Buerger werden nicht mit sinkenden Strompreisen rechnen koennen. Allenfalls kann der Anstieg etwas abgemildert werden) Ein Skandal ist das. 3. Wahrheit: Fuer s Gas trifft dasselbe zu. Viele Menschen mit niedrigem Einkommen koennen es sich nicht mehr leisten, ihre Wohnung zu heizen! Auch das interessiert niemanden. 4. Wahrheit: Das Gesundheitswesen ist teuer, marode und zT Menschen verachtend. Notwendige Medikamente werden zum Quartalsende oft gar nicht mehr verschrieben mit Hinweis auf die aufgebrauchten Budgets. Bei normalen Aerzten muss man oft monatelang auf einen Termin warten, selbst in akuten Faellen. 4. Wahrheit: Die Rechte der Buerger gegenueber dem Staat wurden seit den 2000er Jahren (teilweise schon davor) stetig abgebaut, sei es durch Aenderungen in der Zivilprozessordnung, der Strafprozessordnung oder im Owi Verfahren: Einspruchsmoeglichkeiten wurden abgekuerzt oder geanzlich gestrichen (Owi, Erstinstanzverfahren) Verteidigerrechte eingeschraenkt. Dazu gibt es so gut wie keine Privatsphaere mehr, jeder wird bespitzelt und unter Generalverdacht gestellt, die Beweislasten werden umgedreht. Ich koennte da Dinger erzaehlen, das glaubt keiner aber es ist die Wahrheit. Und das Schlimme ist, alles geschieht unter dem Deckmaentelchen des „Rechtsstaats“, Verlogenheit pur. Gegen diese BRD (und die EU) war die fruehere DDR ein Sandmaennchen-Verein.
      Das ist in VEN anders, hier weiss jeder mit welchem System man es zu tun hat und entweder man lebt damit oder man laesst es sein.
      Noch mehr Wahrheiten gefaellig? Gern, aber das wuerde dae Forum hier endgueltig sprengen.

      • 16.2.1
        MarcoCalde

        Ach und in Vzla werden anständige Löhne gezahlt? Das Gesundheitssystem in Vzla ist nicht marode?

        Bei der Energiewende wurden sicherlich einige Fehler gemacht, ich unterstütze die Energiewende trotzdem, weil ich es für richtig halte. Und diese Gratis/Geiz ist geil Mentalität kotzt mich ehrlich gesagt ziemlich an. Wer dachte, dass die Wende nichts kostet, war meines Erachtens einfach nur naiv.

        Ich habe nie behauptet, dass in Deutschland alles perfekt ist, es gibt in Deutschland sicherlich noch einiges zu tun, nur wenn in Deutschland alles so schlimm wäre, wie das öfters behauptet wird, dann würden 40% der Menschen die Linke wählen und nicht die CDU.

      • 16.2.2
        Caramba

        Also Wolfgang, ich weiss nicht…..klar ist Deutschland kein Paradies, alles hat seine negativen Seiten, aber Du übertreibst schon ganz schön. Grade die medizinische Versorgung hier ist im Vgl zur ganzen östlichen Karibik inclusive Venezuela erstklassig! Die machen hier mit meinen Kindern regelmässige Untersuchungen, da könnten 99% der Ärtze drüben nicht mal die Geräte dafür bedienen…..und meine Termine krieg ich wenn ich sie brauche – im Notfall (Fieber oder so…) auch sofort. Ok, da muss ich im Zweifel dann auch mal 30min warten…..
        Dass Energiekosten steigen, mag Dir in VE nicht einleuchten, aber von hier aus macht das schon Sinn, denn nur so werden die Leute Energie – unser absolut wichtigster und wertvollster Rohstoff – sinnvoll einsetzen. 2 Tonnen SUV durch die Gegend zu wuchten, um 100kg Mensch zu befördern, ist halt nicht sinnvoll – egal wie billig der Sprit ist, dafür ist Erdöl zu schade! Die Wohnung auf 23 Grad heizen (jaja, hier hat es Winter), nur weil ich mir das Gas/Öl leisten kann, ist auch nicht sinnvoll. Und die Leute, die sich auch 18Grad nicht leisten können, ok, die mag es schon geben – ich persönlich kenne keinen.
        Bespitzelt werden wir, ok. Sehr lamentabel, und schon von Berufs wegen bin ich da sehr sehr dagegen – nur, das interessiert die Leute hier nicht, leider. Aber zumindest kann ich mir im Internet alle Seiten ansehen, das könnt ihr dort schon nicht mehr, und wenn doch (dolartoday!), dann nur, weil die Paviane zu blöd sind das wirklich zu blocken. Versucht haben sie es schon! Und wenn die ganzen Kameras erst kommen (und nicht sofort geklaut werden), die Maduro angekündigt hat, dann ist es dort auch so weit. Und einen ImsI Catcher können auch Venezolanos bedienen……und glauben Sie mir, das tun sie auch. Nur nicht so effektiv vielleicht……
        Wo ausser bei der Steuer wäre die Beweislast umgedreht? Da muss mir was entgangen sein……
        Oder hatten Sie Ärger mit der Steuer? Dann würde ich mir VE wohl auch schönreden….
        Saludos

  17. 17
    Wolfgang

    OK, ihr habt gewonnen. Ich gehe jetzt an den Strand, frische Langosta speisen … Hasta luego.

    • 17.1
      Fernando

      .. buen provecho!

    • 17.2
      annaconda

      @Wolfgang, dann viel Spass am Strand sonst bist du nachher Rojo-rojito wie die arme Langosta…..zugegeben gibt es Leute,welchen es im Moment persoehnlich nicht so schlecht geht,daraus jedoch Rueckschluesse auf die objektiv schlechte Lage im Land zu ziehen,ist mir doch zu oberflaechlich.@Caramba ich habe meine Kinder mit Stoffwindeln grossgezogen,damals aber aus Bewusstseingruenden heraus(Umwelt,Gesundheit etc.).Aber das war eben meine freiwillige Entscheidung und so sollte es sein.Wir wollen hier keine Regierungsdekrete und die absolute Kontrolle darueber wann und was,wo ,wieviel ich essen,kaufen oder reisen darf!

  18. 18
    Sensahannes

    Geht halt nicht nach Playa Caribe, dort haben sie neulich einem Brasilianer neben mir mit vorgehaltener Wumme die Goldkette abgenommen.
    Von Playa Zaragossa würde ich auch abraten, da sie dort neun Leichen gefunden haben.
    Playa Concordia haben zwei Jungs mit einem Roller angehalten und vor meinen Augen einer Frau ein paar ins Gesicht geschlagen um ihr das Handy wegzunehmen….aber es gibt ja noch viele, viele sichere Strände…leider fällt mir auf die schnelle keiner ein.

  19. 19
    Leo Rosenthal

    Haha, Fidel. Ist das etwa die Dumpfbacke vom Vollpfosten-Forum. Brüll, die nimmt doch eh keiner ernst.

  20. 20
    MarcoCalde

    Leute kommt mal wieder runter. Immer diese Dogmatismen. Ich kann nicht von heute sprechen, aber 2011 war der Mangel ja auch schon ein großes Thema, den ich selbst aber nie miterlebt habe. Ich vermute mal, dass das auch Lokal bedingt ist. In Caracas Santa Fe hatte der Supermarkt immer alles. Der CM an der Prado del Este auch. In Sucre dagegen habe ich auch mehrmals leere Regale gesehen.

    Nur weil man keine Milch trinkt, kann man das ja nicht als Argument anführen – das finde ich schon ein bisschen egoistisch. Andererseits finde ich diese deutsche Angewohnheit immer alles möglichst schlecht zu machen, ehrlich gesagt ein bisschen nervig. Ich frage mich auch, warum einige noch in Vzla wohnen. Caramba hat ja mal erklärt, warum er zurück ist. Und ich finde das alles legitim und richtig. Ich kenne Leute die sind von Vzla, kp nach Kolumbien oder Panama. Ich gehe mal davon aus, dass niemand gezwungen wird in Vzla zu bleiben und sich dann hinstellen und die Vzlaner bis aufs letzte runter zu machen – vll auch aus dem Grund, weil ihr kaum bis keine Vzlaner vertreten sind – finde ich schon ein bisschen daneben.

    Ich kann mich noch gut erinnern, als der deutsche Austauschstudent in Chichiriviche erschossen wurde. Damals sind wirklich viele Vzlaner auf mich zu gekommen und haben sich bei mir entschuldigt, und mir erklärt, dass sie sich dafür schämen, sowas würde einem in DE nicht passieren. Ehrlich gesagt, würden sich die Medien darum auch gar nicht scheren. Das sollte mal auch mal festhalten.

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