Heinz Dieterich: Venezuela wird von einem orientierungslosen Dilettanten regiert

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Sozialwissenschaftler Heinz Dieterich (Foto: Diariodecaracas)
Datum: 19. Februar 2014
Uhrzeit: 19:11 Uhr
Leserecho: 9 Kommentare
Autor: Redaktion
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Für den ehemaligen Chávez-Berater und Begründer des „Sozialismus des 21. Jahrhunderts, Heinz Dieterich, ist Maduro ein „orientierungsloser Dilettant mit einer mittelmäßigen Truppe“. Nach seinen Worten könne nur noch eine „Regierung der nationalen Rettung“ unter Einbezug der Opposition das Land vor dem Bürgerkrieg zu retten. Dieterich spricht damit aus, was in Lateinamerika die Spatzen von den Dächern pfeifen.

Dieterich ist der Verfasser des Standardwerks “Der Sozialismus des 21. Jahrhunderts”, welches in Lateinamerika als wegweisend gilt und vom verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez begeistert zur Lektüre empfohlen wurde. Dieterich hat allerdings bereits kurz nach dem Tod des bolivarischen Führers darauf hingewiesen, dass dieser den “Sozialismus des 21. Jahrhunderts” nie verwirklicht habe. Nach seinen Worten gab und gibt es in Venezuela keine gesellschaftliche Kraft, die am Sozialismus überhaupt Interesse hätte.

Bereits vor Monaten und nach Dienstantritt von Ex-Busfahrer Maduro hatte der Sozialwissenschaftler auf die Unfähigkeit der venezolanischen Regierung hingewiesen und sich darüber besorgt gezeigt, dass das Land in eine chaotische Richtung abdriftet. Präsident Maduro warf er einen Mangel an Führungsqualitäten vor, seinem Team bestätigte er absolute Mittelmäßigkeit. Dies scheint sich zu bestätigten, das erdölreichste Land driftet immer schneller auf einen Abgrund zu. Bei Protesten gegen die Regierung wurde am Mittwoch das sechste Todesopfer beklagt.

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  1. 1
    VE-GE

    DILETTANT ????……MEIN GOTT DAS IST SEHR MILDE AUSGEDRUECKT…..MIR BLEIBT DIE SPUCKE WEG……

  2. 2
    María Fernanda

    Nicht nur Maduro ist ein Dilettant sondern dieser Sozialwissenschaftler ein voelliger Idiot. Als Berater von Chávez sollte er sich in Grund und Boden schaemen, der hat doch angefangen das Land zu zerstoeren. Leider kann ich nicht sagen wer das groessere Uebel ist, die Taeter oder die Speichellecker .
    Mich wundert, dass sich so eine Person noch in die Oeffentlichkeit traut.

    • 2.1
      VE-GE

      Was du da geschrieben hast habe ich gedacht. Ich bin ganz deiner Meinung ich wollte es nur nicht so zum Ausdruck bringen. Dieser Berater sollte ebenfalls zur Rechenchaft hernagezogen werden wie die Roten an der Regierung.

    • 2.2
      Martin Bauer

      Das sind genau die richtigen Worte für diesen verantwortungslosen und skrupellosen Trottel. Aber wer nur weit genug links steht, kommt mit jeder Sauerei durch oder bleibt straffrei.

      Warum will er sich den nun wieder ins Rampenlicht rücken? Ist der Judaslohn schon alle?

      Aber etwas Wahres hat er in einem lichten Moment doch geschrieben:
      „…gab und gibt es in Venezuela keine gesellschaftliche Kraft, die am Sozialismus überhaupt Interesse hätte“.
      Um mit Garfield zu antworten: „Some day you will realize that icebergs wheren’t the right thing for the Titanic.“

  3. 3
    Fideldödeldumm

    Na alter Sozi! Fühlst Du dich langsam unwohl, weil Du als langjähriger Unterstützer dieses Regimes eine Mitverantwortung für bisher 8 tote Menschenleben hast?

  4. 4
    Alba

    Muss man all diese linken Dreckschwätzer noch lange ertragen? Egal ob links oder rechts, warum schafft man es nicht endlich mal mit der Mitte? So schwer? Ein wunderschönes Land – Venezuela- muss es erst richtig kaputt gemacht werden, damit sie endlich begreifen? warum? Ich hoffe es gibt jetzt nicht einen Ruck auf extrem Rechts, es reicht mit all diesen Experimenten, dies haben die Venezolaner nicht verdient, raus mit Castros Schergen, raus mit Chinas Idiologie, raus mit all diesen Lateinamerikanischen Che´s und keine anderweitigen Experimente mehr. Mit dem Erdöl welches unter vzla. Boden liegt kann die Armut demokratisch bekämpft werden, können Hospitäler unterhalten werden, kann man ausl. Investoren anlocken damit endlich mal wieder Arbeit für Alle da ist. Man kann die Kapitalisten nicht abschlachten, man soll sie melken, sie sollen ihre Steuern zahlen, sollen das erwirtschaftete Geld im Land wieder anlegen, all dies geht nur in einer Demokratie und die muss alle 4 Jahre auf den Prüfstand, d.h. Wahlen alle 4 Jahre und kein Caudillo auf ewige Zeiten!!! Kein Nachfolger, so wie Maduro, der Kronprinz von Chavez. Venezuela ist keine Monarchie mit Thronfolge!! Weg mit all den Richtern und Staatsanwälten die zu Handlangern einer Staatsmacht geworden sind, und das Militär in die Kasernen, oder zu Auslandseinsätzen, da sind sie besser aufgehoben!!! Venezuela sollte sich ein Beispiel an Costa Rica nehmen, eines der glücklichsten Länder Mittel-und Südamerikas, benötigt man überhaupt Militär?? Sollte man sich mal fragen ob es nicht ohne geht. Und jede Wahl sollte von unabhängigen, ausländischen aus demokratischen Ländern stammenden Leuten überwacht werden, bis die Demokratie in jedem venezolanischen Kopf angekommen ist.

    • 4.1
      annaconda

      Danke auch,hast mir erspart das zu schreiben.

  5. 5
    VE-GE

    Danke Alba !

  6. 6
    thor

    hehe Alba, schön geträumt, nur leicht entfernt von der Realität… Schon mal einen Venezolaner kennengelernt der nicht hochgradig korrupt ist…?? In mehr als 10 Jahren hier in diesem Land konnte ich noch keinen finden – und ich habe mich angestrengt. Selbst wenn die Messlatte für Korruption recht hoch hängt, wirds immer noch schwierig – das gilt für alle Bevölkerungsschichten…!

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