Fidel Castro bezeichnet Gesundheitsreform von Barack Obama als positiv

Datum: 25. März 2010
Uhrzeit: 14:25 Uhr
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Autor: Redaktion
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Fidel Castro ist ein Denker, der bis heute nichts von seiner Scharfsinnigkeit und Scharfzüngigkeit eingebüßt hat. Obwohl US-Präsident Barack Obama laut den Worten des ehemaligen kubanischen Staatschefs Fidel Castro ein „fanatischer Gläubiger“ des kapitalistischen Systems ist, äusserte sich El Comandante postiv über die Gesundheitsreform, die in der Nacht zum Montag im US-Repräsentantenhaus die letzte parlamentarische Hürde passierte.

Die größte US-Sozialreform seit Jahrzehnten soll bis zu 32 Millionen Unversicherten Amerikanern Schutz bei Krankheit gewähren. Das mehr als 2.000 Seiten starke Gesetz sieht eine weitgehende Versicherungspflicht für US-Bürger vor. Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten müssen ihren Mitarbeitern künftig eine Krankenversicherung gewähren. Der Text enthält zudem umfangreiche Vorgaben zum Verbraucherschutz, welche die Stellung der Versicherten gegenüber ihren Kassen stärken sollen.

Fidel Castro schreibt regelmässig über die Situation und Entwicklung Kubas, Lateinamerikas und der Dritten Welt. „Der Kampf um die Gesundheitsreform war eine große Schlacht und ist zweifelsohne ein Erfolg seiner Regierung“, schrieb der ehemalige Präsident in einer seiner üblichen „Reflexionen“, mit der er sich regelmäßig in der kubanischen Tagespresse zu Wort meldet. „Wir hegen keine Feindseligkeit gegen Obama, noch viel weniger gegen das amerikanische Volk“, betonte Castro erneut.

Fidel Castros politischer Einfluss auf die aktuelle Politik ist umstritten. Offiziell berät er nur seinen Bruder Raúl, den neuen Staatschef, jedoch meinen viele Beobachter, dass wirkliche Reformen in Kuba erst nach dem Tod Fidels verwirklicht werden können, da er weiterhin darauf achte, dass sein Weg der Revolution nicht verlassen wird. Fidel Castro sah in seinem Amt seit 1959 insgesamt zehn Präsidenten der Vereinigten Staaten kommen und gehen. Er erklärte im Januar 2009, dass er das Ende der Amtszeit des neu gewählten Präsidenten Barack Obama, „sein“ nunmehr elfter Präsident, nicht mehr erleben werde.

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