Venezuela: Öl-Exporte in die USA fallen auf 25-Jahres-Tief

chavez

Mit Ankunft der "Bolivarischen Revolution" ging es bergab (Foto: AVN)
Datum: 02. März 2014
Uhrzeit: 08:51 Uhr
Leserecho: 21 Kommentare
Autor: Redaktion
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Im südamerikanischen Land Venezuela sind die Folgen des gescheiterten „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ nicht mehr zu leugnen. Horrende Inflation und ein fortschreitender Mangel an Grundnahrungsmitteln sind nur einige der Folgen eines nicht mehr zeitgemäßes Systems, an das sich die aktuelle Regierung im Miraflores noch festhält. Als Folge der sinkenden Produktivität der staatlichen Ölgesellschaft Petroleos de Venezuela (PDVSA) sinken die Umsätze im Ausland, die Öl-Exporte in die USA sind auf ein 25-Jahres-Tief gefallen.

Trotz anti-imperialistischer und anti-amerikanischer Rhetorik des linksgerichteten Regimes liegt der Hauptmarkt der PDVSA in den Vereinigten Staaten. Die USA sind die Hauptquelle für den Zugang zu knappen US-Dollars. Die „Energy Information Administration“, ein Amt für Energiestatistik innerhalb des US-amerikanischen Energieministeriums gab nun bekannt, dass Venezuela im vergangenen Jahr durchschnittlich 796.000 Barrel pro Tag in die USA gepumpt hat – 17% weniger als im Jahr 2012.

Man muss bis zum Jahr 1988 zurückblicken, um eine niedrigere Leistung zu finden. In diesem schlechten Jahr lag die durchschnittliche Menge pro Tag bei 794.000 Barrel. Die höchste Lieferung an den „imperialistischen Erzfeind“ wurde im Jahr 1998 aufgezeichnet. Im Jahr vor der Übernahme der Amtsgeschäfte durch den verstorbenen Hugo Chávez erreichten die Lieferungen 1,7 Millionen Barrel pro Tag.

Mit Ankunft der „Bolivarischen Revolution“ ging es bergab. Mit den Erdöleinnahmen finanzierte der bolivarische Führer unzählige Projekte. Damit konnte er sich die Unterstützung innerhalb der armen und ungebildeten Bevölkerungsschicht auch nach seinem Tod und bis zu Beginn des Jahres 2014 sichern – die Wirtschaft des Landes wurde nicht gestärkt und dümpelt vor sich hin.

Die von linken/kommunistischen Traumtänzern vor allem im nördlich gelegenen Ausland nachgeplapperten Phrasen über Putschversuche durch Faschisten sind angesichts der landesweiten Proteste nicht nur an Dummheit nicht mehr zu überbieten. Das venezolanische Volk braucht keine „Besserwisser“, die vom heimischen Wohnzimmersessel aus die politische und wirtschaftliche Situation in Venezuela „analysieren“. Auch an diesem Wochenende stehen die Menschen stundenlang vor den Supermärkten an, um Mehl, Milch oder Brot zu ergattern.

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  1. 1
    Inge Alba

    Wohl wahr, dumme Traumtänzersprüche!!!! Mehr ist dazu nicht zu sagen.

  2. 2
    Michael B.

    Um wie viele Prozentpunkte sind die venezolanischen Erdöl-Exporte nach China gestiegen?

  3. 3
    Leo Rosenthal

    In der Höhe, wie die Milliardenschulden angewachsen sind.

  4. 4
    VE-GE

    Export nach China ist um 0% gestiegen……Das problem liegt an der Production den wenn nichts produziert wird kann auch nichts exportiert werden. Die PDVSA kann ihre Leistungen nicht steigern.

    • 4.1
      Alexander

      Schon mal daran gedacht, bei der Ausbeutung von Rohstoffvorkommen die Menge an ausbeutbaren Rohstoffen sinkt?

      • 4.1.1
        Herbert Merkelbach

        Diese Wahrheit ist wohl allen Wirtschaftsunternehmen als auch den meisten Menschen in der Welt bekannt.
        Ich verstehe nur nicht den Sinn Ihrer Äußerung. Ich verstehe den Inhalt von VE-GE in der Hinsicht, dass die Erdöllieferungen in die VR China nicht zugenommen haben. Bekanntlich sind diese Lieferungen ein Teil der Rückführung des an Venezuelas gewährten chinesischen Kredites über ca. US$ 40 Milliarden. Da in den letzten Jahren die venezolanische Erdölförderung NICHT erhöht worden ist, verblieben die Lieferungen auf dem gleichen Niveau. Es muss auch gesagt werden, dass es bezüglich dieser Lieferungen auch seitens Pdvsa Schwierigkeiten gab. Es ist auch kein Geheimnis, dass Pdvsa seit 2010 oder 2011 keine Produktionszahlen mehr veröffentlicht. Vorliegende Produktionszahlen sind Schätzungen der Organisationen OPEC und Platts.
        Zum Abschluss möchte ich noch erwähnen, dass die Erdölproduktion in Venezuela eine kostenmäßige höhere darstellt als vergleichbare Förderungen in den arabischen Staaten bzw. im Iran. Der Grund liegt darin, dass das venezolanische Erdöl ein schweres/saueres (hoher Schwefelgehalt) beinhaltet, das eine Förderung mit zusätzlichen Kosten belastet.

      • 4.1.2
        Martin Bauer

        Die ausbeutbare Menge des Hirns dagegen vergrössert sich, je mehr man davon Gebrauch macht. Heisser Tipp!

  5. 5
    hugo

    sollten sie nicht mitbekommen haben das china 40 milliarden dollar für bezahlt hat. für was wohl ?

    • 5.1
      Martin Bauer

      An das venezolanische Volk hat China nichts verkauft und auch kein Geld erhalten. Wer Diebesgut kauft und den Dieb dafür bezahlt, ist danach keinesfalls rechtmässiger Eigentümer der Ware und läuft Gefahr, mit angeklagt zu werden.

      • 5.1.1
        Martin Bauer

        KORREKTUR:
        Vom venezolanischen Volk hat China nichts verkauft und auch kein Geld an dieses bezahlt.

    • 5.2
      VE-GE

      Natuerlich habe ich das mitbekommen das liegt allerdings schon etwas zurueck und hierfuer bekommt China auch Oel. Diese Lieferungen sind zurueckgegangen und nicht gestiegen und kann auch nicht gesteigert werden. Auch ging mein Kommentar zu Michael der Fragte um wieviel ist der Export nach China gestiegen da der Export nach den USA gefallen ist und das ist 0%

  6. 6
    Herbert Merkelbach

    Der Prozess der verminderten Ölabnahme der US-amerikanischen Raffinerien wird sich fortsetzen, ohne ein Ölembargo. Durch die vermehrten Lieferungen aus Kanada und den eigenen Ressourcen werden die USA in nicht all zu fernen Zukunft fast autark in Beziehung Erdöl sein. Dies ist jedoch schon seit längerem bekannt.
    Das Entscheidende wird zukünftig sein, aus welchem Land werden die USA die geringen Ölmengen noch beziehen, die sie noch benötigen: aus politisch instabilen Ländern? aus Ländern, die offen anti-amerikanisch sind? oder aus Ländern mit stabilen politischen Verhältnissen?
    Meiner Meinung nach gibt es bereits solchen Gedankenmodelle in der US Regierung. Sollten die Chavisten zu dem Zeitpunkt noch an der Macht sei, die Rentenwirtschaft Venezuelas kann dann endgültig ad acta gelegt werden.

    • 6.1
      Michael B.

      Selbst die größten Optimisten sehen in 2-3 Jahren einen massiven Rückgang der Schiefer-Gas/Erdöl-Produktion voraus, da die Quellen meistens mit einem Ruck versiegen.
      Des Weiteren machen die US-Firmen mit der normalen Erdöl-Förderung 90 Dollar Gewinn pro Barrel und mit der Schieferförderung nur 20 Dollar Gewinn.
      Entweder wird der „Verlust“ von der Regierung bezahlt oder von den Bürgern an der Zapfsäule. Oder beide bezahlen und brechen der US-Wirtschaft/Konsum den Hals.
      Die Schiefergas-Förderung ist Selbstbetrug; ein Märchen für Träumer!

      • 6.1.1
        Herbert Merkelbach

        Es sollte eines festgehalten werden, der Ölpreis ist eine GLOBALE „Institution“. Ob die Reserven der USA zurückgehen oder steigen, der Preis des Erdöls verbleibt innerhalb einer gewissen Marge, sei sie hoch (ca. US$ 100) oder niedriger (US$ 70, wie einige Analysten für die Zukunft voraussagen). Unabhängig davon auch, ob es sich um WTI oder Brent handelt sowie der Öl-Warenkorb der OPEC.

        Es ist übrigens empfehlenswert, sich die geologischen Gutachten einzuholen, wenn man über die Öl- und Gasreserven der USA, insbesondere die im Schiefergestein lagern, spricht.

        Was die US Wirtschaft angeht: bis jetzt hat noch kein Krieg in dem die USA verwickelt war, die US-amerikanische Wirtschaft in den Bankrott getrieben. In dieser Beziehung wäre es ratsam, die US Wirtschaft im Einzelnen zu studieren und zu analysieren.
        An dieser Stelle kann ich nur darauf hinweisen, dass die US Regierung mit einem Schlag im Jahre 1991 den Ölpreis ruckartig auf ein Tiefstniveau befördert hat. Damit war das Ende der UdSSR gesiegelt. Die waren mit einem Male zahlungsunfähig. Ist alles nachzulesen.

        Grundsätzlich: Jede Volkswirtschaft unterliegt konjunkturellen Zyklen. Davon ist keine ausgenommen. Von der Antike her bis zum heutigen Zeitpunkt.

  7. 7
    VE-GE

    Genau so ist es Herr Merkelbach…….Die USA sind in ein paar Jahren so weit das sie Oel exportieren und das habe ich an anderen stellen bereits auch erwaehnt. Wenn das soweit ist wird sehr dunkel in Venezuela den die USA ist der einzige der cash dollar bezahlt.

    • 7.1
      Michael B.

      2012 importierten die USA im Schnitt ca. 7,5 Millionen Barrel pro Tag.
      Als Propaganda werden gerne einzelne Tage genannt, in denen nur 5 Millionen Barrel importiert worden sind – und ein paar Wochen später waren es dann 9 Millionen Barrel …

      • 7.1.1
        Herbert Merkelbach

        Es ist doch ganz natürlich, dass die Abnahmezahlen ständig schwanken, geradeso wie die US Raffinerien das Öl verarbeiten.

  8. 8
    Der Bettler

    Michael, Rechnen 6+ und setzen.Wenn Venezuela seit Jahren maximum 2,5 Barrel Millionen am Tag
    fördert,können sie schlecht der USA 7,5 Millionen Barrel schicken. 750.000 Barrel am Tag ist real,und
    rückläufig.Außerdem haben sie noch viele andere Länder zu beliefern,um ihre immensen Kredite und Zinsen zu bezahlen,was sie ja auch nicht mehr können.Venezuela ist pleite,da beißt die Maus keinen Faden ab,auch wenn ihr sozialistisch geprägtes Gehirn,(falls vorhanden) es auch nicht wahrhaben will.
    Was die Illegalen hier abziehen,ist übelste Diktatur,und hat mit Sozialismus nicht das geringste zu tun.
    Basta,aus und Amen.

    • 8.1
      Marlene Bertone

      Korrekt, Bettler. Die Statements einiger erinnern mich an Durchhalteparolen, die jenseits der Realität sind. Ihr solltet in den Vollpfostenförchen schreiben. Da antwortet sich der Admin selbst, um Frequenz vorzutäuschen.

    • 8.2
      Herbert Merkelbach

      Der Schreiber Michael B. meinte wahrscheinlich den gesamten Ölimport der USA. Fakt ist, dass die USA im Jahre 2013 grundsätzlich mehr Erdöl im eigenen Lande produziert haben als sie importierten. Dieser Trend wird sich dieses Jahr und in den nächsten Jahren fortsetzten. Manche Experten erwarten, dass im Jahre 2017 die USA in Hinsicht Öl/Gas AUTARK sein werden. Andere Experten sehen eine Beschleunigung in Bezug auf die Eigenproduktion und haben bereits das Jahr 2015 im Visier. Ich meine, man muss die Entwicklung abwerten.
      Was Venezuela betrifft, ich habe den Eindruck, dass die mittelmäßigen Vertreter der Regierung in Caracas überhaupt noch nicht begriffen haben, was sich in der Ölindustrie der USA abspielt. Wenn ein Ramirez anlässlich der letzten OPEC-Tagung mit bekannt gibt, dass sich die OPEC für ein Gutachten stark macht, dass die Situation der US-amerikanischen Schiefergas und -ölvorkommen eruiert. Diesem Herrn hätten doch schon vor Jahren die Alarmglocken läuten müssen, als man in den USA neue Techniken zur Förderung der Öl- und Gasvorkommen entwickelt hatte. Ramirez ist kein Mann aus der Ölindustrie. Das wird jetzt vollkommen deutlich.

  9. 9
    Alba

    Noch nicht bemerkt, dass in dieser Regierung von Venezuela nur Laien sitzen? Von denen hat keiner auch nur ein Fünkchen Ahnung von etwas, außer von kommunistischem Palaver, leider, deshalb ist das Land ja auch dort wo es ist, am Ende. Hat natürlich auch sein Gutes, endlich hat die Bevölkerung zu denken begonnen, nur schade, dass es mal wieder die Elite des Landes ist, die zuerst abgemurkst wird, denn es sind sie die an vorderster Front auf der Strasse demonstrieren, ich spreche von denen die friedlich gegen das Regime angetreten sind, den Studenten, jetzt langsam auch mal etwas mehr von der restlichen Bevölkerung.

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