Proteste in Venezuela: Erneut Zehntausende auf den Straßen

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Präsident Maduro kommt nicht zur Ruhe (Foto: Machado)
Datum: 04. März 2014
Uhrzeit: 17:22 Uhr
Leserecho: 11 Kommentare
Autor: Redaktion
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Auch am Dienstag (4.) sind in ganz Venezuela zehntausende Menschen friedlich durch die Straßen gezogen und haben gegen die Regierung von Präsident Maduro protestiert. In der Hauptstadt Caracas hatten die Opposition und Studentenbewegungen zu Protestmärschen aufgerufen, Tausende waren dem Aufruf gefolgt. Venezuelas Staatsoberhaupt kommt nicht zur Ruhe. Bei den landesweiten Protesten gegen das linksgerichtete Regime sind bisher mindestens 18 Menschen getötet wurden. Die Demonstrationen im erdölreichsten Land der Welt richten sich gegen Versorgungsengpässe, Inflation und zunehmende Kriminalität. Präsident Maduro und seine Vasallen sehen in dem Protest einen von den USA unterstützten Umsturzversuch.

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Ein Jahr nach dem Tod von Ex-Präsident Hugo Chávez steht Venezuela am Abgrund. Der Caudillo aus dem Miraflores war nach Fidel Castro und Perron die drittgrösste Führungspersönlichkeit in den letzten 50 Jahren in Lateinamerika. Er hätte es sich sicherlich nicht träumen lassen, dass ein mehr als unfähiger Nachfolger sein gewaltiges politisches Erbe bereits kurz nach seinem Ableben leichtfertig verspielt hat.

Seit Nicolás Maduro im April 2013 mit knappem Vorsprung die Präsidentschaftswahl gewonnen hat (lt. Wahlkommission), dreht sich die Spirale aus Gewalt und Misswirtschaft in dem südamerikanischen Land unaufhaltsam und immer schneller. Die Wirtschaft dümpelte bereits zu Chávez-Zeiten und ist inzwischen am Boden. Die meisten Waren werden importiert, vor den Supermärkten stehen die Menschen stundenlang nach Grundnahrungsmitteln an.

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  1. 1
    thor

    das Gleiche wäre auch Chavez passiert… er hatte nur Glück…?! das er vorher seine voraussehbare Pleite nicht mehr ansehen muss… Die ehemalige amerikanische Außenministerin CR hatte ja voraussgesagt das das Land in 10 Jahren zerstört sein würde…. und jeder der ein wenig graue Masse zur Verfügung hat….

  2. 2
    Martin Bauer

    Gleichzeitig aber ziehen zahlreiche Horden von maskierten Motorizados durch die Strassen und schiessen wild um sich. Für morgen, dem Jahrestag des „offiziellen“ Todestages von H.C., rechnen viele mit einem Grossangriff. Die Menschen befestigen ihre Strassensperren weiter und bewachen sie. Immer mehr ganz normale Bürger verschaffen sich Schusswaffen, stapeln Molotowcocktails und schwere Feuerwerkskörper zur Selbstverteidigung. Ich hoffe, der 5. März geht ohne grösseres Blutbad vorrüber.

  3. 3
    Der Bettler

    Jeder normal denkende Mensch wußte schon 2012,daß Chavez an Krebs sterben würde.Ich frage jetzt
    alle hier,warum wurde er wieder gewählt als totkranker Mensch der niemals mehr als Kandidat antreten dürfte ?Tatsache war doch,daß er niemals mehr sein Amt ausführen könnte.Alle Lügen seitens der Regierung,und auch der Tatsache,daß Maduro bei einem Interviev bei Telesur gesagt hat
    daß Chavez am 29.12. 20013 gestorben ist,besagen doch nur daß hier die ganze illegale Regierungs-
    glique,samt Gerichtsbarkeit, samt der CNE samt der ganzen chavistischen Einrichtungen.Es ist nicht wichtig ob ein Capriles,oder ein Lopez hier Sache macht,es ist wichtig ,daß das Volk endlich mal begreift,was Chavez und Co. aus diesen Land gemacht haben.Wieviele Stunden sind sie gewillt immer noch für eigentlich alles anzustellen?

  4. 4
    Der Bettler

    Martin,daß hoffe ich auch von ganzen Herzen.Caldera war für mich ein demenser Mensch,der mit seiner Frau am Krückstock nicht mehr viel präsentiert hat,aber es hat alles,aber auch alles zu kaufen gegeben,man konnte ein ganzes Lomito geputzt erwerben,eigentlich hat es alles gegeben was man
    wollte.Heute gibt es zumindest auf der Isla kein Lomito mehr,keine Milch kein Mehl,keinen Saft,fast keine Nudeln,keinen Kaffee,keinen Zucker,keine Reinigungsmittel,kein Papel in wecher Form auch immer,Huhn nur sporadisch,was es immer gibt ist Hackfleisch.Wenn ein Mensch europäischer Herkunft sagt,das ist alles in Ordnung,dann ist er krank.Was hat Chavez gemacht? der unteren Schicht
    eine Perspektive gegeben? Warum betteln die Menschen mehr den je?Wenn mir das einer hier beantworten kann,werde ich vielleicht meine Einstellung überdenken.

  5. 5
    Wolfgang

    Maduro ist kein starker Praesident. Ein starker Praesident haette niemals zugelassen, dass eine MINDERHEIT wochenlang die Bevoelkeung mit Strassensperren etc terrorisiert. Hier auf Margarita sind es wenige 100, die ganz Porlamar lahmlegen. Ein Skandal ist das! P A Z !!!

    • 5.1
      Martin Bauer

      Auf welchem Planeten leben Sie? Es ist praktisch das ganze Volk, das den Widerstand trägt. Man muss nur Augen und Ohren aufmachen, um das zu wissen.

  6. 6
    Wolfgang

    @ Bettler.., ich habe das ja auch nicht geglaubt, aber es scheint wirklich so, dass die Nahrungsmittelknappheit BEWUSST produziert wird, von wem auch immer. Von Nicolas M. sicher nicht, aber von wem sonst? Geruechte sagen fuer morgen ja Schlimmes voraus … VIVA VENEZUELA , CORAZON DE MI PATRIA

  7. 7
    Der Bettler

    Wolfgang,hier wird nichts bewusst produziert,falls Du die Isla meinst.Bin auch Deiner Meinung daß der weggetretene Präsident,der auf der Isla gerade nicht den besten Auftritt hatte,gar nicht weiß was los ist in seinem Land.Was heißt hier seinem Land ? Das Land gehört immer noch den Venezolanos,
    und dieser Blindgänger ist der Vertreter dieses Volkes,si o no? Wenn man Chavez miteingeschlossen
    in 15 Jahren schafft ein Land kurz vor den Staatsbankrott zu führen ist sehr bemerkenswert,Schulden
    soweit das Auge reicht !!! Milliarden von Schulden an Panama,Ecuator,Kolumbien,Brasilien usw.
    Warum? Dieses Land wurde systematisch kaputt enteignet.Wäre auch gar nicht so schlimm,wenn die enteigneten Werke oder Firmen weiter bestanden hätten,aber was,alles außer Betrieb.Fluggesellschaften erwägen Venezuela nicht mehr anzufliegen,weil nur bei der Lufthansa 270. Millionen nicht bezahlt sind,und das ist bei Gott nicht die Einzige.Was gibt es den noch schönes zu berichten,daß man 10 Geschäfte ablaufen muß um ein Putzmittel zu bekommen,daß es seit Monaten keinen Saft mehr gibt,von Milch will ich gar nicht reden.Frage mich nur mit was die jungen Mütter ihre Babys füttern?Was nützt einem ein Dollar Today wenn nicht kaufen kann davon?
    Möchte noch aufführen,40 Milliarden Kreditschulden an China, 14 Milliarden an Russland oder mehr? Tägliche Förderung von Öl maximal 2.3 Milliarden von Barrel,lieber Wolfang rechne mal selber.Dazu kommen noch in etwa 500-700 tausend Barrel an die USA täglich ,die den Großteil wieder als Benzin zurückführen.Noch Fragen lieber Wolfgang

  8. 8
    Alba

    Ja, ja, Wolfgang, manche sind Unverbesserlich. Was heißt hier eine Minderheit ? Mittlerweile ist es schlicht und ergreifend eine Mehrheit die es nicht mehr Aushält. Was heißt hier Nahrungsmittel werden zurückgehalten? Man kann nichts zurückhalten was es nicht gibt. Venezuela hat wenig Produktion von Nahrungsmittel, das Meiste kommt aus dem Ausland, und wenn man nicht zahlen kann, bekommt man auch nichts, auch nicht von Freunden! Warum hat Vzla. keine eigene Produktion? Nun, man hat 1. die, die etwas davon verstanden enteignet, entlassen zum Teufel geschickt und an deren Stelle ein paar Apparatschiks gestellt. 2. hat man die Landflucht gefördert, indem man Sozialbauwohnungen an strategisch schlecht gewählten Plätzen vom Land in die Stadt verbracht hat (unter anderem), und wenn auf dem Land, dann ohne Infrastruktur, das geht nicht. 3. hat man den Bau weiterer barrios & ranchos in CCS. gefördert, man wollte sich so seiner Wählerschaft sicher sein, man hat aber dadurch die Kriminalität gefördert, da keine Arbeitsplätze geschaffen, sondern abgebaut wurden, auch die aus den ranchos wollen was zu knabbern. Wolfgang, reden wir nicht um den heißen Brei, diese Regierung, seit Chavez Machtantritt hat versagt, und was macht man mit Versagern? Man schickt sie in die Wüste, ist bisher noch jedem Diktator am Ende so passiert, wird den verbleibenden auch noch passieren, denn Gott sei Dank, der Mensch lernt dazu, auch die Venezolanos haben dazu gelernt, vielleicht auch eines Tages du.

  9. 9
    Wolfgang

    Ich glaube weder dem venezolanischen TV, noch den Angaben der sog. Opposition. Ich glaube in erster Linie meinen Augen. Und die sahen zB heute vormittag einige wenige vermummte Chaoten, die vor dem Rattan Plaza Barrikaden gebaut haben. Genauso wie an weiteren Ausfallstrassen und der Autobahn nach Asuncion. Wozu? Sind Strassenblockaden „Demokratie“? Ich wundere mich, wie gelassen die Policia und die GNB reagieren. Da bin ich aus dem ach so demokratischen Deutschland ganz andere Dinge gewoehnt. 1. Mai Krawalle in Berlin, seit Jahren Showdown zwischen linkem Mob und der Staatsmacht. Bei diesen Bulleneinsaetzen bleibt aber kein Auge trocken, einschliesslich diverser Kollateralschaeden an Unbeteiligten. Oder Stuttgart 21, dasselbe Bild. Gnadenlos draufhauende Bullen. Dagegen sind die Sicherheitskraefte hier wie Teletubbies. Ich verstehe auch nicht, warum die diese Barrikaden nicht sofort wegschaffen. Je mehr Oberhand diese Krawallmacher bekommen, umso mehr drangsalieren sie die Bevoelkerung. Das hat nichts mit demokratischer Versammlungsfreiheit zu tun, das ist Randale und Anarchie.

    • 9.1
      Martin Bauer

      Ich weiss nicht, in welchen toten Ecken Sie suchen. In Valencia ist die gesamte Bevölkerung aktiv. WIR ALLE bauen die Barrikaden, alle Leute und Nachbarn hier. Und die „Chaoten“ aus den Barrios haben sich längst mit den Einwohnern hier vereint. Sie übernehmen rund um die Uhr die Wache an strategisch wichtigen Punkten. Dafür erhalten sie Lebensmittel, zur Verteidigung benötigtes Material, oder Geld, um es zu kaufen, und im Notfall Unterschlupf. – Und die Polizei…? Die hält sich total zurück, weil auch sie die roten Verbrecher am liebsten tot sehen würde. Die Polizisten sind überwiegend auf unserer Seite, im Gegensatz zur Nationalgarde. Dass sind bewaffnete Räuber und Berufsmörder, viele davon Kubaner. Die sind kein Haar besser als die Collectivos. Beide schiessen tollwütig selbst auf harmlose Passanten, auf Kinder, Frauen und Mädchen und rauben sie aus.

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