Anhaltende Proteste: Venezuela kommt nicht zur Ruhe

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Kein Ende der Proteste in Venezuela ((Créditos @NoPreguntesLee)
Datum: 06. März 2014
Uhrzeit: 07:26 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Auch am ersten Todestag von Hugo Chávez ist es in ganz Venezuela zu Protesten gegen die Regierung gekommen. Immer mehr Menschen fordern Präsident Maduro inzwischen zum Rücktritt auf. In der Hauptstadt Caracas lieferten sich Polizei und Demonstranten Straßenschlachten, die Sicherheitskräfte schossen mit Tränengas und Gummigeschossen auch in offene Fenster von Gebäuden. Mehrere Zivilpersonen wurden verletzt, die Lage wird zunehmend unübersichtlich.

Im Osten der Hauptstadt skandierten Hunderte Menschen „Maduro tritt zurück – sofort“. Für die kommenden Tage wurden weitere Protestmärsche angekündigt – Präsident Maduro kommt nicht zur Ruhe und scheint von der Situation hoffnungslos überfordert zu sein. Viele Bezirke der Hauptstadt gleichen einem Schlachtfeld, Straßen sind aufgerissen und verbarrikadiert.

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Nicolás Maduro steht innenpolitisch – und auch außenpolitisch – unter Druck. Die Regierung von Panama hat wegen der Demonstrationen bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) eine Sondersitzung beantragt, was dem noch regierenden Ex-Busfahrer nicht behagt. Das Regime befindet sich jenseits der Realität und akzeptiert keine Kritik. Der per Ermächtigungsgesetz regierende Maduro hat sich deshalb entschieden, die diplomatischen Beziehungen mit Panama abzubrechen. Auch die wirtschaftlichen Kontakte werden auf Eis gelegt.

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  1. 1
    Alba

    Sendet diese und viele ähnliche Bilder mal an die deutsche linke Presse, die behauptet, dass nur 300 Menschen demonstriert hätten, dass die Polizei friedfertig mit diesen wenigen Menschen umgeht. Quasi, all you need is love und peace Spiele dort veranstaltet werden und Maduro mit dem comandante per zwitscher kommuniziert und die holde Gattin zusammen mit dem smarten Nicolas die Parade der Militärs zusammen mit der geliebten Bevölkerung im offenen Cabrio abnimmt, während Chavez aus dem Lautsprecher jubiliert. Wie blöd ist die deutsche + europäische Presse eigentlich, bekommen die pro wohlwollendem Artikel einen Kanister Benzin?? Bombardiert die Fernsehsender mit Berichten von Betroffenen, Videos, Artikel, hechos, überflutet die Embajadas und consulados mit euren Berichten!!
    Es muss doch mal begriffen werden, dass das was dort abgeht nicht mehr unter Kontrolle zu bekommen ist, da helfen keine Verhandlungen, da kann nur ein Rücktritt der gesamten Regierung und f r e i e , ü b e r w a c h t e Neuwahlen für einen Wandel hin zu Demokratie führen.

    • 1.1
      Martin Bauer

      Freunde von mir und ich selber haben Berichte und Folterprotokolle u.a. an die ARD, die WELT, BBC geschickt. Die ANTWORTEN NICHT MAL! Die Arroganz der europäischen Medien, ihre gezielte Auswahl und Unterdrückung von Informationen ist skandalös und demokratischer Gesellschaften unwürdig.

  2. 2
    Jens

    Ich wiederhole mich ungern, aber die Presse in Deutschland ist eher negativ für VZ, mal abgesehen von einigen rot verstrahlten wie amerika21.

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-03/venezuela-proteste-opposition-nicolas-maduro

    http://www.n-tv.de/politik/Venezuela-kappt-Beziehungen-zu-Panama-article12403616.html

    Im Übrigen müssen wir Deutschen jetzt erstmal unsere Öl – und Gasvorräte in Osteuropa sichern, da haben wir wenig Zeit für sozialistische Traumtänzer.

  3. 3
    Herbert Merkelbach

    Was in den überregionalen Blättern in Deutschland über Venezuela zu lesen ist, ist meiner Meinung nach objektiv zu Papier gebracht. Dass jeder Journalist seine eigene Meinung hat, muss man auch akzeptieren. Zumindest habe ich in keiner deutschen Zeitung, die über eine Auflage von mehr als 200000 Ausgaben verfügt, gelesen, dass man für die Regierung Maduro ist und sie unterstützt.

    Was natürlich die EXTREM linke Presse in Deutschland angeht, so kann ich nur sagen: VERGESSEN. Totale Unterstützung der Chavisten, Kommunismus und Sozialismus über alles. Man sollte hier nicht vergessen, dass es sich um ca. 20000 bis 22/24000 Leuten als Wahlvolk in einem Land mit 80 Millionen Menschen handelt (Quelle Bundeswahlleiter). Eine Kleinstminderheit, die jedoch gewaltig herumschreien und nur ihre kommunistische „Wahrheit“ befürwortet. Wenn man die Leser (eine Schätzung) der extremen linken Presse in Deutschland addiert, so kommt man auf vielleicht hochgerechnet zwischen 35000 – 50000 Leser (Quelle Wikipedia). Es ist eine Tatsache, dass die größeren der extremen linken Blätter in der Vergangenheit zeitweise kurz vor der Insolvenz standen. Das könnte jederzeit wieder geschehen.
    Man sollte den Einfluss dieser Blätter nicht überbewerten.
    Was die Partei „die Linke“ in Deutschland und ihr Verhältnis zu Venezuela angeht, so habe ich den letzten Artikel über das südamerikanische Land in deren Internetportal mit Datum 18.10.2012 gefunden. Neuere Kommentare oder Artikel zur jetzigen Situation, Fehlanzeige.
    Für mich ist es natürlich, dass die Linke die Chavisten in Caracas unterstützen, zumindest ideologisch. In der Beziehung kann ich nur wiederholen: die Mehrzahl der Leser und Wähler der Linken und auch der extremen Linken in der BRD sind in der Altersgruppe ab 60 Jahren und aufwärts zu finden. Auch hier scheint mir der Einflusses dieser Partei in der öffentlichen Meinung, sei es in Form von Äußerungen von linken Politikern oder Artikeln in deren Presse, hinsichtlich der Situation in Venezuela, gering zu sein.

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