Krise in Venezuela: Weiterhin Ausnahmezustand in San Cristóbal

sanchristobal

Ausnahmezuzstand in San Cristóbal (Foto: Twitter)
Datum: 10. März 2014
Uhrzeit: 13:53 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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In der venezolanischen Stadt San Cristóbal herrscht weiterhin der Ausnahmezustand. Aus der Hauptstadt des Bundesstaats Táchira werden Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gemeldet, die meisten öffentlichen Gebäude und Geschäfte sind geschlossen. In den Andenregion begannen Anfang Februar die Proteste gegen das linksgerichtete Regime, eine Ende ist nicht abzusehen.

Augenzeugen, der Bürgermeister und staatlich nicht kontrollierte/manipulierte Medien berichten übereinstimmend, dass die Sicherheitskräfte „ohne Rücksicht auf Verluste“ vorgehen und mit Tränengas und Gummischrot durch die geschlossenen Fensterscheiben der Häuser schießen. Die ganze Stadt ist gelähmt, öffentliche Transportmittel haben ihren Dienst eingestellt.

„Wir sprechen hier von einem kollektiven Vandalismus durch Polizei und Militär. Die Nationalgarde fährt mit gepanzerten Fahrzeugen durch die Straßen und rammt rücksichtslos jedes Auto. Dutzende Häuser wurden minutenlang mit Tränengas und Gummigeschossen eingedeckt, Kinder und ältere Menschen leiden unter Atemnot“, so
das Stadtoberhaupt.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Der „Gummieschrot“, hier „Pertigones“ genannt besteht in Wirklichkeit aus Plastikkugeln. Beim Schuss durch eine Fensterscheibe entsteht eine verheerende Splitterwirkung, vor der es in dem betroffenen Raum kaum Schutz gibt.
    Die Nationalgarde setzt diese Munition auch zur Folter ein, in dem sie bereits verhaftete Demonstranten aus kürzester Distanz in die Nierengegend schiesst. Der Aufprall kann schwere innere Verletzungen bewirken.
    Vor zwei Wochen wurde damit einem jungen Mädchen aus 5m Entfernung ins Geschicht geschossen. Ihre letzten Worte zu ihrem Vater sollen gewesen sein „Hilf mir, Papa! Ich spüre wie mein Gehirn verbrennt“. Minuten später war sie tot.

    • 1.1
      annaconda

      Das ist kein Buergerkrieg ,sondern der Krieg gegen die Buerger einer illegalen Regierung mit Hilfe ihrer Banden.Je mehr sie zu Repressalien greifen je mehr Widerstand werden sie entfachen.Teilweise werden jetzt schon Glaskugeln (Murmeln) fuer die Perdigonesgewehre benutzt.Die Schuesse aus naechster Naehe mit Perdigones sind sehr problematische Wunden und teils grausamer als Kugeln.

  2. 2
    ciclisma

    Wann explodiert das Volk, das ist offener Mord. Traurig, traurig, dass sogar Kinder ermordet werden.

  3. 3
    Alba

    Das ist nur noch brutal, wer Jagd auf Bürger in ihren Wohnungen macht ist ein Mörder und als solche sollte man sie auch behandeln. Kann verstehen, wenn man sich mit Molotow ect. verteidigt. Hoffe, dass diese Mörderbande nicht mehr lange da sitzt wo sie sitzt, aus dem Land jagen, rüber zum Genossen auf die Insel.

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