Lateinamerika: Proteste in Venezuela keine Gefahr für die Demokratie

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José Miguel Insulza, Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (Foto: OAS)
Datum: 13. März 2014
Uhrzeit: 14:28 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die seit mehr als einen Monat andauernden Proteste in Venezuela haben nach offiziellen Angaben der Generalstaatsanwaltschaft bisher 28 Menschen das Leben gekostet, 375 Personen wurden verletzt. Nach Meinung von José Miguel Insulza, Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), „beeinflusst die politische und soziale Krise in Venezuela nicht die Demokratie auf dem Kontinent“. Demnach sei es nicht gerechtfertigt, sich auf die Demokratie-Charta der regionalen Internationalen Organisation auf dem amerikanischen Kontinent zu berufen.

Die „Organización de los Estados Americanos“ wurde am 30. April 1948 in Bogotá, Kolumbien, gegründet und hat ihren Hauptsitz in Washington, D.C. Mitglieder sind 35 unabhängige Staaten Nord- und Südamerikas, darunter die USA, Kanada, Brasilien, Chile, Peru und Venezuela. Die Ziele sind laut Charta, Demokratisierung und Menschenrechte zu fördern, Kriminalität und Drogenhandel zu bekämpfen, den Frieden zu sichern und eine panamerikanische Freihandelszone zu schaffen. Die OAS will Streitigkeiten amerikanischer Staaten untereinander friedlich regeln. Bei Nichtanerkennung von Schlichtungsverfahren und anderen Verstößen kann sie Sanktionen verhängen.

Die Demokratie-Charta ist als wichtiges Begleitinstrument zur gesamtamerikanischen Freihandelszone (FTAA) gedacht. Sie soll unter anderem verhindern, dass undemokratische Regime am kontinentalen wirtschaftlichen Integrationsprozess teilhaben und je nach Umständen bestraft und von diesem ausgeschlossen werden können.
Regierbarkeit, Stabilität, gute Regierungsführung und eine qualitativ hochstehende Demokratie werden von der Charta als wichtigste Ziele festgeschrieben. Alles Dinge, die beim kontinentalen Querschläger Venezuela nicht gegeben sind.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    der Reisende

    Dieser Drecksfink von Insulza ist gefaehrlicher als Maduro . und die Welt schaut tatenlos zu.

    • 1.1
      der Sachse

      Ist mir auch unklar was mit dieser OAS los ist, die merken nicht, das sie die Lunte fuer die Explosion mit ihrer Inaktivitaet, des NICHTHANDELNS mit anblasen. Wenns hier kracht, ist das Alles zu spaet. Darauf legt es ja Madburro und seine Spiessgesellen doch an.

  2. 2
    Martin Bauer

    Die schwallen mal wieder so lange lauwarmes Gesülze, das am Thema vorbei geht, bis der US Regierung der Kragen platzt und sie eigenmächtig handelt. Das ist genau, was keiner will, es sei denn als allerletzte Rettung vor kommunistischem Terror. So wird jede Chance vertan, dass eine Staatengeminschaft einen demokratisch gefassten Beschluss umsetzt, um das Problem rechtzeitig zu lösen. Und dafür ist es bereits etwas spät…

  3. 3
    Fideldödeldumm

    Keine Gefahr für die Demokratie? Wie meint er das? Das die Zustände in Venezuela keine Gefahr für die anderen Demokratien in Südamerika sind, oder wie? Von Demokratie in Venezuela kann er doch nicht reden. So vertrottelt kann er doch gar nicht sein, oder doch?

  4. 4
    Alba

    Beamtengeschwätz, der sitzt mit seinem breiten Popo auf einem unbestreikten Sessel und gibt Luftblasen von sich. Da sieht man mal wieder was diese Organisationen taugen, nichts, verpulvern von Steuergeldern. Ein Jammer, ist aber immer das Gleiche, schaut mal zu wenn die in Brüssel palavern, ist bei denen im Europaparlament auch nicht anders, viel Luft um wenig, Hauptsache man hat sein Ego etwas aufpoliert.

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