Peru: Massensterben an der Küste von Lambayeque

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Abwässer sollen nicht ausreichend gereinigt werden (Foto: TV-Screen)
Datum: 18. März 2014
Uhrzeit: 15:16 Uhr
Ressorts: Natur & Umwelt, Peru
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Über 60 tote Delfine, Robben und Schildkröten sind an den Stränden von Pimentel und Puerto Eten in Chiclayo (Hauptstadt der peruanischen Region Lambayeque) angeschwemmt worden. Die Fischer machen für das Massensterben die Kanalisation verantwortlich. Abwässer der Stadt im Norden des südamerikanischen Anden-Staates sollen nicht ausreichend gereinigt werden und die Meeresfauna beeinträchtigen.

Laut Francisco Ñiquen, Präsident der Vereinigung der Fischer von Puerto Eten, wurden in den toten Kadavern toxische Substanzen entdeckt, die einen starken Geruch ausströmten. „Das Meer ist das Abbild der Welt und statt des Sammelns von marinen Arten, sammelt es Abfälle aller Arten“, so Ñiquen in einem TV-Interview.

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  1. 1
    Caramba

    Wer einmal venezolanische Fischer beim Tanken oder beim Ölwechsel beobachtet hat, wundert sich eher, dass im küstennahen Meer überhaupt noch Leben ist. In Porlamar konnte man zu bestimmten Tageszeiten (immer wenn die Fähre nach Coche betankt wurde) für eine Stunde nicht ins Wasser hüpfen, denn die Dieselschlieren zogen durch die ganze Bucht, ca. einmal pro Woche durfte ich zusehen, wie Fischer einen Ölwechsel direkt ins Meer machen (der Rest kippt das Altöl an den Strand vorm Bella Vista), und wenn an der Bootstanke 5 Liter danebengehen – was solls, kostet ja nix. Auf Umweltschäden angesprochen wurden die Jungs so aggresiv, dass ich lieber die Klappe gehalten hab…..wollte für ihre Bucht nicht als deutscher „Gringo“ mein Leben riskieren.

  2. 2
    Martin Bauer

    Venezolanische Fischer werden schon aggresiv, wenn man sie nur interessiert anschaut, denn sie haben 3 Berufe: Fischer (zur Tarnung), Pirat und Drogentransporteur.

    • 2.1
      Caramba

      *gg*
      Du hast einen wichtigen vergessen: Dieselschmuggler.
      Ich hab in einem Varadero die Crew eines grossen venezolanischen Kutters (24m) kennengelernt, und nachdem sie sahen, dass ich die ganze Woche mit meinen eigenen Händen – wie sie – an meinem Boot gearbeitet hab, haben sie mich irgendwann als „marinero“ akzeptiert. Was mein Leben in diesem Varadero sehr erleichtert hat…..aber zum Thema. Die hatten keinen blassen Schimmer von Fischen, ICH hab ihnen meine Angelausrüstung erklärt!
      Die schmuggeln mit ihrem 30000Liter Tank Diesel (wahrscheinlich unter anderem) bis hoch nach Union Island und Bequia (beide St Vincent & Grenadines). In Union Island wartet sogar die reguläre Fähre vor Anker ab, wenn die am Steg liegen, um Diesel zu löschen – direkt in den Tankwagen, unter den Augen der lokalen Polizei! Zwischen Grenada und Los Testigos gibt es eine Untiefe, da ankern sie neben grossen Frachtern und tanken sie auf……etc.
      Und natürlich sind sie bewaffnet, und damit automatisch Gelegenheitspiraten – hier in D glaubt einem das keiner, aber das weiss ich leider auch aus erster Hand.
      Saludos

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