Unternehmensgründung in Lateinamerika am Beispiel Chiles

Datum: 24. März 2014
Uhrzeit: 14:36 Uhr
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Autor: Redaktion
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In den vergangenen Jahren wurde Lateinamerika für deutsche Unternehmen zu einem zunehmend interessanten und wichtigen Markt, und das gilt nicht mehr nur für die Automobilindustrie. Allerdings investieren europäische Staaten wie Spanien und Frankreich oder auch die USA deutlich mehr als deutsche Unternehmer. Doch auch deutsche Unternehmer sollten das Potential des lateinamerikanischen Marktes nicht außer Acht lassen.

Tipps zur Unternehmensgründung anhand des Beispiels Chile

Dass Chile ein attraktiver Standort für Unternehmer ist, geht nicht nur aus einem PDF-Dokument der IHK-Nürnberg hervor. Gründe sind zum einen, dass in Chile das offenste Rechtssystem für ausländische Direktinvestitionen in Lateinamerika herrscht. Des Weiteren gibt es in Chile ein dichtes Netz von Doppelbesteuerungsabkommen. Allerdings gibt es Zugangsbeschränkungen für Wirtschaftsbereiche wie etwa Fischerei, Medien und die Lithiumproduktion.

Ein weiterer Vorteil einer Investition in den chilenischen Markt ist das dort seit den 70er Jahren herrschende stabile Steuersystem. So beträgt beispielsweise die Steuer auf ausgeschüttete Gewinne 35 Prozent und die Quellensteuer auf Lizenzgebühren 30 Prozent.

Was brauchen ausländische Investoren in Chile?

Wer sich für eine Unternehmensgründung in Chile interessiert, benötigt zunächst eine Steuernummer (RUT) sowie einen Vertreter des Unternehmens, der einen Wohnsitz in Chile vorweisen kann.

Vorteile Chiles

Wie das Magazin Focus Money bereits im Juni des vergangenen Jahres berichtete, stellt sich das Land seit einiger Zeit als Wirtschaftsparadies dar – in vielen Rankings und Vergleichen steht Chile unangefochten auf Platz Eins in Bezug auf den lateinamerikanischen Wirtschaftsraum. Auch in Sachen Transparenz und Bekämpfung von Korruption schneidet Chile durchweg gut ab. Hinzu kommt, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) seit Jahren wächst. Mittlerweile steht Chile in dieser Hinsicht auf Platz Zwei nach Brasilien.

Doch der größte Anreiz insbesondere für junge Unternehmer ist, dass Chile ausländische Unternehmensgründer mit einer finanziellen Unterstützung von 33.000 Euro, einem einjährigen Visum, einem Büro und einer Unterkunft lockt, um die Umsetzung der Geschäftsidee zu fördern.

Nachteile Chiles

Die Nachteile von Chile als Standort für eine Unternehmensgründung sind gering, aber es gibt sie. Ein besonders wichtiger Punkt ist die stabile, schnelle Internetverbindung. In Deutschland ist man dank Anbietern wie 1&1 Hochleistungsinternet von bis zu 50.000 Kilobit pro Sekunde gewöhnt, welches in so gut wie allen Gebieten verfügbar ist. In Lateinamerika hingegen ist eine schnelle Internetverbindung in vielen Regionen ein Luxus. Einzig Mexiko und Ecuador können sich mit dem Weltdurchschnitt messen. Chile hingegen liegt abgeschlagen auf Platz 68.

Am langsamsten surft man in Lateinamerika jedoch in Bolivien und Venezuela. Eine zuverlässige Breitbandverbindung ist aber wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit. Bei einer Investition in den chilenischen Markt sollte man bei der Standortwahl von beispielsweise Büroräumen also im Vorhinein genauestens prüfen, ob dort eine zuverlässige Internetverbindung gegeben ist.

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