Karibikstaaten stehen am Rande des Bankrotts

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Datum: 28. März 2010
Uhrzeit: 18:01 Uhr
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Autor: Redaktion
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Laut dem Präsidenten von Guyana, Bharrat Jagdeo, stehen viele Länder der Karibik am Rande des Bankrotts. Einige Staaten benötigen inzwischen mehr finanzielle Mittel zur Tilgung ihrer Auslandsschulden als ihre nationalen Einnahmen betragen. Jagdeo wiederholte seine Forderung nach dringenden Schuldenerlass durch die internationalen Finanzinstitutionen (IFI).

Die Bahamas, Dominikanische Republik, Jamaika, Antigua und Barbados sind beliebte Ziele für den internationalen Tourismus. Besonders zahlungskräftige Feriengäste aus Europa und den USA suchten diese Karibikinseln in der Vergangenheit auf. In Zeiten der Finanzkrise waren die Besucherzahlen jedoch rückläufig. Im Jahre 2009 sanken die touristischen Besuche laut den Statistiken der Karibik Tourism Organization um 9 Prozent auf Barbados, 13 Prozent  auf Antigua und um 15 Prozent auf den Bahamas.

Jagdeo forderte von der Staaten der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM) eine spezielle Task Force, die die Finanzkrise bewertet und schnellstens Lösungen präsentiert, da sich in den ersten Monaten des Jahres 2010 die Verschuldung in der Region weiter erhöht hat.

„Die Region treibt in den Konkurs.Viele Staaten, unter anderem die Dominikanische Republik, nehmen immer neue Kredite auf, die sie einfach nicht zurückzahlen können. In diesen Landern müssen radikale Umstrukturierungen vorgenommen werden, da sich die Situation immer weiter verschlimmert“, erklärte Jagdeo.

„Die Situation in der Region ist im Wesentlichen bei allen Staaten gleich. Die Umsätze sind erheblich zurückgegangen, während die Ausgaben gleich geblieben oder sogar erhöht wurden –  insbesondere angesichts der Bedürfnisse der einzelnen Staaten im Rahmen der dringend benötigten Programme zur sozialen Sicherheit“, teilte der Finanzdirektor der Caribbean Development Bank (CDB), Isaac Anthony mit.

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