Vizepräsident von Venezuela: „Die Kubaner sind Teil unseres Volkes“

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Gedenkfeier zum elften Jahrestag des Regierungsprogrammes "Barrio Adentro (Foto: Miraflores)
Datum: 10. April 2014
Uhrzeit: 06:21 Uhr
Leserecho: 9 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die in Venezuela lebenden Kubaner sind ein fester Bestandteil des venezolanischen Volkes. Dies gab Vizepräsident Jorge Arreaza während einer Gedenkfeier zum elften Jahrestag des Regierungsprogrammes „Barrio Adentro (Hinein ins Viertel) bekannt. Das Programm der venezolanischen Regierung wurde vom verstorbenen Hugo Chávez initiert und soll eine medizinische Grundversorgung der ärmsten Menschen Venezuelas vor allem in den Barrios (Armenvierteln) gewährleisten. Arreaza betonte, dass es während den seit fast acht Wochen anhaltenden Protesten gegen die Regierung von Präsident Maduro zu 162 Angriffen auf Diagnose- und Behandlungszentren (Centros de Diagnostico Integral) gekommen sein soll.

Rund 25.000 Ärzte aus Kuba leisten in Venezuela ihren Dienst und sind Teil eines Kontingents von über 40.000 Kubanern, die in verschiedenen Kooperationsprogrammen zum Einsatz kommen. Die „brüderliche“ Hilfe zahlt Venezuela mit etwa 100.000 Barrel Öl pro Tag. Ohne diese Lieferungen währe die kommunistische Planwirtschaft ohne Plan schon längst gescheitert.

Die schweren Auseinandersetzungen seit Februar haben bisher mindestens 39 Menschen das Leben gekostet und richten sich auch gegen die Einmischung Kubas in die inneren Angelegenheiten Venezuelas. Kubaner haben die Verwaltungs-, Finanz-und Militärsektoren des südamerikanischen Landes infiltriert und werden von einem Großteil der Bevölkerung inzwischen als ausländische Besatzungskräfte betitelt.

Studentenführer Juan Flores von der Universität Simón Bolívar Universität (USB) gab in einer Pressekonferenz bekannt, dass die jungen Menschen Venezuelas keine Infiltration des kommunistischen Regimes wünschen. “Unsere Streitkräfte sollen keinen Befehlen der kubanischen Diktatoren gehorchen. Wir werden das Volk mobilisieren und fordern, dass die kubanischen Streitkräfte sofort unser Land verlassen“.

Die im Land anwesenden Ärzte wurden als “Trojanisches Pferd” bezeichnet, inzwischen sollen bis zu 100.000 Kubaner im Land sein. Laut Opposition sitzen die Ausländer von der Kommunisteninsel in hochrangigen Führungspositionen und bestimmen maßgeblich die Geschicke der Bolivarischen Streitkräfte. Tausende Kubaner sollen für die Ausstellung von Personalausweisen und Reisepässen, notarielle Urkunden/Beglaubigungen und in den Häfen für den Zoll-, Import von Lebensmitteln und Medizin verantwortlich sein.

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  1. 1
    alexandro

    Jawohl so ist es, und die Venezolanos tun was die wollen.Das heisst dann Sozialismus 21. Fidel lässt grüssen

  2. 2
    VE-GE

    einfach raus mit dem Cuban-Pack

  3. 3
    der Sachse

    Ja, das ist die perfekte Uebergabe Venezuela an Cuba = Cubazuela. Da braucht es keinen Kommentar, alles klar (auf dem sinkendem Schiff).

  4. 4
    babunda

    die sollen in ihrem land die kommunistischen errungenschaften verteidigen.

  5. 5
    Martin Bauer

    Ich kenne einige Kubaner, die seit Jahrzehnten in Venezuela leben und sich für das importierte korrupte Kommunistenpack aus Kuba zu Tode schämen.

    • 5.1
      der Sachse

      Bin auch der Meinung, dass man alle Cubaner nicht ueber denselben Kamm scheren soll. Die Castro-Brueder und deren Clan repraesentieren fuer nicht Cuba, sondern sie sind nur ein Teil, die Fettaugen auf der Suppe. Kenne auch einiige Cubaner noch aus der Zeit 1982, die sind o.k.

  6. 6
    Inge Alba

    Alles Gut und schön, aber man muss doch nicht gleich ein ganzes Land integrieren. Es kann nur Hass aufkommen, wenn die wenigen Arbeitsplätze von Ausländern belegt werden, dieses Chavez Modell ist unaufrichtig, denn damit zeigte er und zeigen seine Nachfolger, dass sie ihrem eigenen Volk nichts, überhaupt nichts zutrauen, dies ist eine Verachtung der Menschen, die in Venezuela geboren und aufgewachsen und in die Schule und Uni´s gegangen sind, für sie bleibt nichts übrig. Er hätte mal besser mit einer RICHTIGEN, INTENSIVEN Schulbildung angefangen, dann hätte er heute (der Maduro) kein Problem mit schlecht ausgebildeten Ärzten, Lehrern usw., dann müsste der Venezolaner nicht von kubanischen „Freunden“ versorgt werden. Wobei die Frage bleibt, ob die venezolanischen Ärzte, Lehrer ect. schlechter sind als die kubanischen? In Fragen der politischen, linken Bildung sicher, aber in Fragen des erlernten Handwerks? Da bin ich der Meinung, dass zumindest die Ärzte aus Vzla. besser sind, zumindest in Europa haben sie einen ziemlich guten Ruf, und die kubanischen gelten als etwas hintenan, keine gute Fortbildung möglich, nachdem Väterchen Russland nicht mehr so sehr das Händchen über die Insel hält.Jedenfalls muss der normal Venezolaner sich doch die Frage stellen, wen wollen die mit unserem Erdöl noch alles füttern?Was bleibt nfür uns übrig? Schliesslich denkt jeder immer zuerst an sich selbst und dies ist normal.

    • 6.1
      VE-GE

      ich stimme dir da zu! Meine Frau ist Aerztin und hat mit ein paar moechte gern Aerzte aus Cuba zu tun und ich kann daher sagen das es keine gut ausgebildete Aerzte sind.

  7. 7
    Gast.

    Sie sind Teil von Venezuela mmm.. und warum sind dann so viele stifften gegangen???
    Florida hat jetzt genug Ärzte aus Kuba.
    Es ist schon ein Parade-Beispiel von Hirnrissig allen rot angehauchten Staaten mit Dollars
    weiterzuhelfen auf Teufel komm raus.Wie oft ist diese Hirnlose Masse ( Hugo) hin und her geflogen
    worden um dann endlich in Kuba sterben zu dürfen??
    Heute warten die Krebspatienten auf Medikamente die es nicht gibt,Apparate sind defekt keine
    Ersatzteile . Wie sagte mein Opa immer“ Große Fresse wie 33. und ein Angebot wie 45″
    Er kannte den Busfahrer bestimmt nicht.

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