Krise in Venezuela: Regime löst erneut Proteste gewaltsam auf

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Proteste reißen nicht ab (Fotos: Twitter)
Datum: 13. April 2014
Uhrzeit: 05:16 Uhr
Leserecho: 9 Kommentare
Autor: Redaktion
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Auch am Samstag (12.) ist es in mehreren Landesteilen Venezuelas zu Protesten gegen das linksgerichtete Regime gekommen. In der Hauptstadt Caracas haben Einheiten von Militär und Polizei friedliche Demonstrationen mit Tränengas, Gummischrot und Wasserwerfern aufgelöst. Die Demonstranten reagierten und deckten die Sicherheitskräfte mit verschiedenen Wurfgeschossen ein. Mehrere Journalisten staatlich nicht kontrollierter/manipulierter Medien und überwiegend junge Demonstranten wurden festgenommen. Erst am Dienstag hatte Präsident Nicolás Maduro den seit Monaten von der Opposition geforderten Gesprächen nachgegeben und sich mit dem Oppositionsbündnis MUD zu einem Dialog im Miraflores getroffen. Bei einem ersten Schlichtungsgespräch am Donnerstag wurde jedoch keine Annäherung erreicht.

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„Die Diktatur hat erneut eine Demonstration gewaltsam aufgelöst und Studenten festgenommen. Das ist das Ergebnis des Dialogs mit Herrn Maduro: brutale Repression gegenüber jungen, unbewaffneten und friedlich marschierenden Demonstranten. Je mehr man uns angreift und unser per Verfassung verbrieftes Recht auf friedliche Proteste verhindern will, desto energischer werden wir auf darauf reagieren“, gab Oppositionspolitikerin María Corina Machado bekannt.

Nach Angaben der Mediengewerkschaft SNTP sind seit Beginn der Proteste gegen das immer mehr in die Diktatur abdriftende Regime vor zwei Monaten mehr als 180 Journalisten Opfer von Übergriffen geworden. 60 Prozent der insgesamt 181 Übergriffe wurden dabei von Sicherheitskräften begangen. 82 Journalisten wurden bedroht, 40 weitere körperlich angegriffen. In 35 Fällen wurden den Medienschaffenden Kameras oder andere Ausrüstungsgegenstände von Polizisten oder Demonstranten beschlagnahmt oder zerstört. 23 Journalisten wurden vorübergehend festgenommen.

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  1. 1
    Gast.

    Wer hätte etwas anderes erwartet? Sich gegenseitig Wattebällchen zu zuwerfen im Miraflores
    bringt nichts den die roten Verbrecher werden keinen Zentimeter zurück weichen.
    Was hat den der Ober-Buntspecht dieses Jahr schon alles versprochen Benzinpreis,Mietpreis,
    Autopreis,Lebensmittelpreis,werden brutalst möglich kontrolliert .
    In Deutschland heißt die Sendung “ Neues aus der Anstalt“,allerdings muss man anerkennen das
    die Gen-Technischen-Versuche bei 50,00001 % der Venezulaner geglückt sind.
    Man sagt Hirnlose Masse!! Schwanzgesteuert,sehr Arbeitswillig.nur Nachts im Bett aber sonst olleeee

  2. 2
    VE-GE

    epa muchacho Gast…..Nicht alle venezolaner sind gleich ok. Ich kenne genug die taeglich ihrer Arbeit nachgehen und ich meine taeglich! Welche ein Geschaeft fuehren mit Angestellte usw…..man sollte daher nicht alle ueber einen Kamm scheren!

    • 2.1
      fideldödeldumm

      Deswegen hat er ja 50,00001 % geschrieben.

    • 2.2
      jose

      49,00009 % meiner venezolanischen Freunde und Verwandten, die jeden Tag zur Arbeit gehen und zum Teil schwer schuften, fühlen sich bestens verstanden, verehrter Gast!

      Die anderen 50,00001 % versuchen Ihren Kommentar zu verstehen, ohne uns die glückseeligmachenden Versprechungen der Gen-Tech-Konzerne zu empfehlen!

      • 2.2.1
        Martin Bauer

        Was machen die restlichen 0,9999%? Nur der Neugier halber?

      • 2.2.2
        jose

        Na was wohl?
        Die schreiben Kommentare zur Werbung für Kuba Reisen in latina-press!
        Frohe Ostern auch Ihnen!

      • 2.2.3
        Martin Bauer

        Danke, Jose! – Die Meldung, Fidel Castro sei gestorben, geistert mal wieder durch’s Web. Vielleicht Nehmen die Ostern ja doch noch ein gutes Ende…?
        Jedenfalls scheinen die Venezolaner über Nacht die sichersten Autofahrer der Welt geworden zu sein. Die Regierung meldet 30% mehr Fahrzeuge, die zu den Stränden unterwegs gewesen sein sollen, bei einem gleichzeitigen Rückgang der Verkehrstoten um 60%! Bei solch unglaublichem Lernvermögen kommt man sich als Mitteleuropäer doch ziemlich doof vor…!

  3. 3
    Marcos Venster

    Nicht nur Gummischrot, Bleischrot, 9 mm. und 5,56 mm. geschoss sind im einsatz vom staat an der tagesordnung.
    Auch bewaffnete terror gruppen, vom staat finanziert, und unter der leitung von militar und polizei sind hier absolut normal.

  4. 4
    Alba

    Leider wird dies auch noch lange so weiter gehen, denn dem Oberroten muss erst das Geld ausgehen, damit er nicht noch Almosen in den Barrios verteilen kann, erst, wenn diese Massen auch zu den normalen Demonstranten aufschließen, kann mit Erfolg gerechnet werden, wie sonst sollte es gehen? Es wäre wünschenswert, wenn bei diesen Demos etwas mehr Organisation dabei wäre. So lange wie es noch etwas zu kaufen gibt, so lange wird ein Großteil der in den barrios Lebenden zu Maduro & Co. halten. Was muss her?? Generalstreiks, jeden 2. Tag, bis die Versorgung komplett zusammen bricht. Ja, da werden alle darunter leiden, aber ohne geht es nicht, der Chavez hat viele Köpfe manipuliert und sie glauben an die Sache so lange bis der Magen richtig ernsthaft knurrt.
    Mit leerem Magen verteidigt man keine Ideale mehr, die Erfahrung haben schon ganz andere Kriegsherren machen müssen.

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